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Frankfurt am Main - Die Fabel-Saison von Eintracht Frankfurt setzt sich weiter vor. Auf dem Weg in die Königsklasse hat Trainer Adi Hütter seine Achse des Erfolgs gefunden.

Es gibt diese speziellen Momente in einer Saison, da kristallisieren sich die sogenannten Schlüsselspieler besonders heraus.

Einen solchen erlebte die Eintracht am Ostersamstag in der 87. Minute bei Borussia Dortmund. Luka Jovic kämpfte sich irgendwie in den Strafraum durch, der BVB schien die Situation irgendwie bereinigt zu haben. Doch Filip Kostic hatte gelauert, war durchgestartet – und seine Flanke fand André Silva. Das Ergebnis? 2:1 für die Eintracht und angesichts von sieben Punkten Vorsprung ein weiterer großer Schritt in Richtung Champions League.

Kostic und Silva bilden das Traum-Duo der Eintracht

Das Traum-Duo der Frankfurter ist auf allerhöchstem Niveau unterwegs. Filip Kostic war in den vergangenen zwölf Partien an 14 Treffern beteiligt. Auch in Dortmund legte der Serbe zwei Treffer auf, er war ständiger Unruheherd. Der 28-Jährige ist seit seiner Ankunft im Sommer 2018 nicht mehr aus der ersten Elf wegzudenken und befindet sich in der wohl herausragendsten Verfassung in seiner Karriere.

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Doch für den Flankengeber zählt: du bist nur so stark, wie es die Abnehmer zulassen. Und da ist eben Silva. Der Portugiese hat nun auch in einem Topspiel getroffen, es war Saisontor Nummer 22. Sieben Treffer bereitete Kostic direkt vor, die beiden Superstars der Hessen finden und suchen sich permanent.

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"André hat teilweise unglücklich gewirkt, seine Aktionen nicht so abgeschlossen, wie wir es gewohnt sind. Aber er hat dann das entscheidende Tor erzielt", lobte Adi Hütter auf Nachfrage von SPORT1. Silva sei ein "bescheidender Junge", der "große Ziele hat und an etwas glaubt".

Trapp befindet sich in bestechender Form

Der 25-Jährige ist ein "Winner-Typ", der bereits im Herbst im SPORT1-Interview sagte: "Ja! Ich glaube, dass wir das Level für die Qualifikation zur Champions League haben. Das ist meine ganz persönliche Meinung. Ich träume davon, dieses große Ziel mit der Eintracht zu erreichen." Doch damit der Angriff harmonieren kann, muss die Defensive das Fundament legen.

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Zwischen den Pfosten steht Kevin Trapp, der auch in Dortmund herausragend gegen Erling Haaland reagierte und enorme Ruhe auf seine Vorderleute ausstrahlte. "Kevin bringt seit einigen Wochen starke Leistungen. Er sticht mit tollen Paraden heraus und ist schwer zu bezwingen. Aber Kevin strahlt auch unglaubliche Ruhe auf die Mannschaft aus. Er ist ein Top-Torhüter", schwärmte Hütter.

Trapp will wieder auf die Bühne Champions League und peilt einen Platz bei der Europameisterschaft an. Vor allem in Eins-gegen-Eins-Duellen zeigte der 30-Jährige zuletzt regelmäßig seine Klasse.

Hasebe und Hinteregger bilden das Defensiv-Gerüst

Unumstritten zum Gerüst zählt zudem noch Martin Hinteregger. Der aktuell verletzte Österreicher ist ein Mann von internationalem Format, der mit seiner Zweikampfstärke, Wucht und Kompromisslosigkeit auf Dauer kaum zu ersetzen ist. So überragend Stefan Ilsanker als Stellvertreter auch agiert, so bietet Hinteregger dauerhaft noch ein anderes Gesamtpaket.

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Ein weiterer zentraler Baustein ist Makoto Hasebe. Der Routinier ist Denker, Lenker und Kapitän. Mit seiner Ruhe am Ball, Technik, Übersicht und Erfahrung ist der 37-Jährige noch lange nicht aus der ersten Elf wegzudenken. Hütter hebt dessen Wichtigkeit oft genug hervor, lobt seinen Musterprofi wo er nur kann.

Der Österreicher weiß: für die Champions-League-Qualifikation benötigt er eine stabile, gefestigte Achse. Mit Trapp, Hinteregger, Hasebe, Kostic und Silva hat Hütter genau dieses Gerüst.

Bereits im Herbst verriet er SPORT1: "Es ist grundsätzlich wichtig, dass man eine Achse hat. Das ist nichts anderes als ein Mannschaftsrat." Man habe sich ganz bewusst dazu entschieden, "die Verantwortung auf mehrere Schultern" zu verteilen: "Wir haben nicht diesen einen absoluten Leader. In der jetzigen Konstellation funktioniert das aber sehr gut." Flache Hierarchie statt einen einzelnen Leader á la Kevin-Prince Boateng: ein Faustpfand im Rennen um die Champions League.

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