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Eintracht-Trainer Adi Hütter steht nach der Niederlage bei seinem kommenden Klub Gladbach noch stärker im Fokus. Erinnerungen an Niko Kovac und Marco Rose werden wach.

Die Eintracht-Profis und ihr Trainer Adi Hütter erlebten zuletzt wilde Tage.

Wie es der Spielplan so wollte, musste der Österreicher nach der offiziellen Bekanntgabe seines Wechsels ausgerechnet bei seinem kommenden Klub Borussia Gladbach antreten. Würde die Mannschaft die Hektik ignorieren und abschütteln können?

Rode und Trapp sehen keinen unmittelbaren Zusammenhang

"Natürlich sind wir enttäuscht, weil wir alle sehr gerne mit ihm gearbeitet haben. Aber am Tag danach war das schon wieder vergessen", sagte Kevin Trapp nach der 0:4-Klatsche tapfer ins Sky-Mikrofon. (Service: Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)

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Sebastian Rode pflichtete dem Schlussmann bei und wollte keinen unmittelbaren Zusammenhang mit den Ereignissen der vergangenen Tage herstellen: "Es wäre zu einfach, die Niederlage am Trainerwechsel festzumachen. Wir müssen in den kommenden Spielen zeigen, dass es nicht daran liegt."

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Der Auftritt bei der Borussia war insgesamt aber enttäuschend. Trotz einiger Topchancen und zweier Aluminiumtreffer fehlten die gewohnte Genauigkeit im Passspiel, das Tempo in den Aktionen und die Galligkeit im Zweikampf. (Service: Tabelle der Bundesliga)

Und Hütter? Der Coach nahm nach dem frühen 0:1 durch Matthias Ginter zunächst einen Schluck aus der Wasserflasche und unterhielt sich mit seinen Co-Trainern Christian Peintinger und Armin Reutershahn. Auch nach dem dritten Gegentor feuerte er seine Mannschaft an und applaudierte bei gelungenen Aktionen: "Kommt, Männer! Weiter!"

Erinnerungen an Kovac und Rose werden wach

Dennoch werden Erinnerungen an frühere Bekanntgaben von Trainerwechseln innerhalb einer Bundesliga-Saison wach. Im April 2018 verkündete Niko Kovac offiziell seinen Abschied von Frankfurt zum FC Bayern München. Am darauffolgenden Spieltag ging das Team sang- und klanglos mit 1:4 in Leverkusen unter, verlor vier der fünf letzten Partien und rutschte aus den europäischen Plätzen noch auf Rang acht ab. Immerhin gelang im DFB-Pokal der große Triumph, doch in der Bundesliga ging der Saft aus.

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Wenige Meter Luftlinie entfernt von Adi Hütter stand Marco Rose, der am 17. Februar seinen Abgang zu Borussia Dortmund kommunizierte. Gladbach verlor anschließend sieben Pflichtspiele und schied aus DFB-Pokal und Champions League aus. Ereilt die bislang so stabile Eintracht nun ein ähnlicher Negativlauf?

Nervenflattern bei der Eintracht?

Hütter, der nach Abpfiff erst seine jetzigen und dann seine zukünftigen Profis abklatschte und anschließend mit gesenktem Kopf in die Kabine verschwand, hielt auf Nachfrage von SPORT1 entgegen: "Es war die vierte Niederlage in dieser Saison. Das kann mal passieren. Wenn man gegen Gladbach nicht verlieren kann, dann verstehe ich die Welt nicht mehr."

Doch bei der Frage nach den Mitteln, mit denen ein Abwärtstrend verhindert werden sollte, wich der 51-Jährige aus: "Für uns heißt es: Mund abputzen und weiter geht’s. Wir sind natürlich alle sehr enttäuscht. Wir wollen aber gegen Augsburg eine Reaktion zeigen."

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Beginnt im Endspurt das große Nervenflattern am Main? Natürlich war der Auftritt nicht nach dem Geschmack von Hütter: "Es ärgert mich, weil wir nicht das gezeigt haben, was wir können." Immerhin arbeitete die Eintracht auch beim Stand von 0:3 weiter und hätte noch zum Ehrentreffer kommen können. Zudem ist Gladbach ein starker Gegner, nicht umsonst qualifizierte sich das Team in einer Hammer-Champions-League-Gruppe mit Real Madrid, Inter Mailand und Schachtor Donezk für das Achtelfinale.

Eintracht am Dienstag gegen Augsburg gefordert

Allerdings verliefen die vergangenen Tage unbestritten turbulent, sie gingen nicht spurlos an Team und dem kompletten Umfeld vorbei. Die Angst davor, die historische Chance zu verspielen und die Königsklasse zu verpassen, ist groß.

Schließlich können die Konkurrenten Borussia Dortmund und Bayer Leverkusen näher heranrücken und den Druck vor dem Duell gegen den FC Augsburg am Dienstag weiter erhöhen.

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