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Fiete Arp will sich beim FC Bayern München trotz der erlebten Rückschläge durchsetzen. Er nimmt aber auch sich selbst in die Pflicht.

Fiete Arp hat wahrlich keine leichte Zeit hinter sich.

2019 war er als großes Talent im Alter von 19 Jahren vom Hamburger SV zum FC Bayern München gewechselt, wollte sich beim Rekordmeister durchsetzen. Die traurige Bilanz nach fast zwei Jahren: Ein Pflichtspiel für die Profis. (Service: Tabelle der Bundesliga)

Arp auf eigenen Wunsch in der Zweiten Mannschaft der Bayern

Beim 3:0 in der ersten Runde des DFB-Pokals gegen den 1. FC Düren durfte er einige Minuten spielen, damals lief der Rekordmeister allerdings mit einer stark ersatzgeschwächten Truppe auf. Arps Alltag heißt sonst: Zweite Mannschaft. Bei Hansi Flick hat der Stürmer keine Chance. In der aktuellen Saison erzielte Arp in 25 Spielen vier Tore für Bayern II.

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Der Entschluss, die komplette Spielzeit bei der Zweitvertretung des Triple-Siegers zu verbringen, stammte auch von Arp selbst. "Ich bin nach wie vor froh, diesen Schritt im Sommer gemacht zu haben, weil es mir Ruhe nach meinen Erlebnissen in den zwei, drei Jahren davor gegeben hat", stellte er im Interview mit dem kicker klar.

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Arp will "Fußspuren" bei den Profis hinterlassen

In Hamburg debütierte Arp bereits als 17-Jähriger in der Bundesliga, dort galt er als eines der größten Talente überhaupt. Das war Fluch und Segen zugleich. Arp galt nicht nur als Gesicht der Zukunft, er war zugleich Hoffnungsträger der Hamburger im Abstiegskampf. Dieser Druck machte dem damaligen Teenager schwer zu schaffen. "Wahrscheinlich war alles zusammengenommen zu viel. Es ist für einen jungen Fußballer Fluch und Segen, wenn er immer alles reflektiert und einschätzt", blickte Arp zurück.

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Bei den Bayern absolvierte Arp nach seinem Wechsel 2019 eine gute Sommervorbereitung und machte sich Hoffnungen auf Einsätze bei den Profis. Doch daraus wurde nichts. "Zu Punktspielbeginn bin ich wahrscheinlich an mir selbst gescheitert. Ich habe mir Maßstäbe gesetzt, die ursprünglich zu dem Zeitpunkt so noch gar nicht mein Ziel waren", erklärte er.

Doch ans Aufgeben denkt er trotz der Rückschläge nicht. "Auf jeden Fall!", antwortete er auf die Frage, ob er eine Perspektive bei den Bayern habe. Er ergänzte: "Das hängt aber viel von mir ab. Wenn ich mich weiterentwickle, dann habe ich hier definitiv eine Perspektive." Der Stürmer schickte gleich noch eine Kampfansage hinterher: "Mein Ziel lautet, in der ersten Mannschaft meine Fußspuren zu hinterlassen. Dafür bin ich zum FC Bayern gekommen."

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