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Mehmet Scholl äußert sich mit Unverständnis zu den Differenzen zwischen Hansi Flick und Hasan Salihamidzic - und spricht über Lügen und Intrigen beim FC Bayern.

Was sich beim FC Bayern abspielt, dürfte für die meisten Fans nur schwer zu verstehen sein. 

Hansi Flick holte innerhalb kürzester Zeit sechs Titel, der siebte steht bevor - und dennoch will der Erfolgstrainer am Ende der Saison gehen. 

Auch Mehmet Scholl, der den deutschen Rekordmeister so gut kennt wie nur wenige, kann die jüngsten Entwicklungen nur bedingt verstehen. Warum es zwischen Flick und Sportvorstand Hasan Salihamidzic nicht funktioniert, will dem Ex-Profi zum Beispiel nicht so ganz in den Kopf. 

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Flick und Salihamidzic "hätte funktionieren müssen"

"Das sind beides überragende Typen", erklärte Scholl im Podcast "Bayern Insider" der Bild: "Das hätte eigentlich funktionieren können und müssen." Flick hatte zuletzt seinen Abschiedswunsch öffentlich verkündet und damit die Führungsetage der Münchner irritiert.

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Flick habe alles gewonnen und Salihamidzic sei "eigentlich, so wie ich ihn kenne, ein Supertyp", erklärte Scholl.

Der heute 50-Jährige weiß aber aus eigener Erfahrung auch, wie es einem Trainer beim FCB ergehen kann. Und liefert daher einen Erklärungsansatz, wie es so weit kommen konnte.

"Ich habe ja vor sechs Jahren die zweite Mannschaft trainiert, und ich wurde auch zerrieben durch diese ganzen internen Konflikte", schilderte er seine eigenen Probleme als Bayern-Coach. "Da wird gearbeitet mit Gerüchten, Verleumdungen, mit Lügen, Intrigen, alles. Und das zermürbt auf lange Zeit." 

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Scholl kritisiert Bayern-Führung

Scholl verband diesen Rückblick mit deutlicher Kritik an der aktuellen Bayern-Führung. "Und wenn du da nicht stabil bist - also miteinander auch, als Verein in der obersten Etage - dann passiert so was, was wir jetzt sehen." 

Der einstige Mittelfeldspieler, der zwischen 1992 und 2007 für die Bayern kickte, sieht auch im bevorstehenden Umbruch in der Chefetage ein Problem: "Die Bayern-Familie, glaube ich, die gibt's im Kern immer noch. Nur: Es sind so viele neue junge Leute reingedrängt, die das nicht begreifen." 

Uli Hoeneß, heute Ehrenpräsident und Aufsichtsratsmitglied sowie Vorstands-Boss Karl-Heinz Rummenigge seien 40 Jahre lange die Seele des Vereins gewesen. "Und wenn die Seele aussteigt und das, was nachkommt, diese Seele nicht verinnerlicht hat, dann wird es schwer."

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