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Frankfurt am Main und München - Eintracht Frankfurt stolpert im Kampf um das Ticket für die Champions League erneut. Mainz 05 macht hingegen einen großen Schritt - und schickt Grüße an den BVB.

Eintracht Frankfurt hat sich im Kampf um die Königsklasse den nächsten Ausrutscher geleistet, aber dank eines kuriosen Treffers zumindest einen Punkt ergattert.

Die Mannschaft von Adi Hütter rettete beim 1:1 (0:1) im Rhein-Main-Derby gegen den FSV Mainz 05 durch einen späten Treffer von Ajdin Hrustic (86.) immerhin noch einen Punkt, rutschte aber nach dem zweiten sieglosen Spiel in Folge von den Champions-League-Plätzen. (Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)

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Borussia Dortmund hatte mit einem 3:2-Sieg gegen RB Leipzig am Samstag Platz vier erobert, die Mainzer vermiesten aber mit ihrem Punktgewinn den Frankfurtern die Rückkehr auf den begehrten CL-Rang. "Bitteschön", twitterte der englische Account der Rheinhessen nach dem Remis in Richtung der Schwarz-Gelben. Die Dortmunder sollten sich aber nicht zu sehr über die Schützenhilfe freuen, schließlich gastiert der BVB selbst am kommenden Sonntag bei den seit neun Spielen ungeschlagenen Mainzern. (Tabelle der Bundesliga)

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Trapp: "Müssen weiter daran glauben"

"Wir haben nicht gut gespielt. Es hat die Kreativität gefehlt", sagte Frankfurts Defensivspieler Makoto Hasebe bei Sky: "Wir liegen jetzt einen Punkt zurück. Wir müssen bis zum Ende alles geben."

Als Fünfter befindet sich die Eintracht nur noch in der Rolle des Jägers. "Es ist schade, dass wir es nicht mehr selbst in der Hand haben, aber trotzdem müssen wir weiter daran glauben", sagte SGE-Keeper Kevin Trapp. Trotzdem sei noch alles möglich. Auf die Frage, ob Frankfurt am Ende Vierter werde, meinte Trapp nur: "Ja!"

Hütter hadert: "In Summe darf man nicht zufrieden sein"

Frankfurts Coach Hütter meinte: "Es ist unangenehm, dass wir es selbst nicht mehr in der Hand haben und den Vorsprung verspielt haben. Wir haben diesen Fight noch nicht verloren. Das Positive ist, dass wir Mentalität gezeigt haben bis zum Schluss. In Summe darf man nicht zufrieden sein."

In Frankfurt war die Angst vor einem erneuten Einbruch in der entscheidenden Phase der Saison zuletzt gestiegen - vor allem aufgrund der Schwächephase nach der Abschiedsankündigung von Hütter. Vor zwei Jahren hatte die Eintracht aus einer ähnlichen Position die Königsklasse im Endspurt leichtfertig verspielt.

Bo Svenssons Mainzer blieben indes auch im neunten Spiel in Folge ungeschlagen machten mit nun 36 Punkten einen großen Schritt zum Klassenerhalt, direkt absteigen können die Rheinhessen nicht mehr.

"Wir haben die Serie halten können, sind neun Spiele ungeschlagen und das wollen wir weiterführen", sagte der Mainzer Torschütze Karim Onisiwo. "Wir haben noch zwei schwere Gegner mit Dortmund und Wolfsburg, aber wenn man neun Spiele in Folge nicht verloren hat, kann man da sicher etwas mitnehmen." (Das Restprogramm im Abstiegskampf)

Onisiwo lässt Mainz früh jubeln - Hrustic trifft kurios

Onisiwo (11.) erzielte in der Anfangsphase Führungstreffer für die Gäste. Hrustic (86.) glich nach einem zunächst geblockten Torschuss im Sitzen mit einem Lupfer über Robin Zentner hinweg doch noch aus (86.). (Das Spiel zum Nachlesen im LIVETICKER)

"Es ist ein bisschen ärgerlich, wenn man so spät das Gegentor kassiert. Die Jungs sind auch enttäuscht", sagte der Mainzer Trainer Svensson. "Es war eine kompakte Leistung mit guten Umschaltmomenten. Ich bin stolz darauf, was die Jungs seit Wochen abliefern. Die haben noch Bock auf die letzten Spiele. Da wollen wir nochmal alles rauspressen."

Die Mainzer setzten schon nach 30 Sekunden ein erstes Ausrufezeichen. Jonathan Burkardt prüfte Kevin Trapp (1.) aus spitzem Winkel, der Frankfurter Keeper hatte den Ball im Nachfassen. Die Hausherren übernahmen danach zunehmend die Kontrolle, doch die Mainzer schlugen eiskalt zu: Nach einem zunächst geklärten Angriff setzten die Mainzer nach, der von Frankfurt ausgeliehene Dominik Kohr leitete weiter auf Onisiwo, der aus zentraler Position Trapp mit einem Flachschuss bezwang (11.).

Rode muss angeschlagen raus

Hütter, der zum 100. Mal in der Bundesliga an der Seitenlinie stand, versuchte, seine Elf vom Spielfeldrand aus zu unterstützen, die Verunsicherung legte sich mit zunehmender Spieldauer aber keineswegs. Mit wütenden Angriffen reagierten die Frankfurter zunächst auf den Rückstand.

Luka Jovic (20.) zielte aus der Drehung knapp daneben. Filip Kostic zwang Robin Zentner zu einer Glanzparade (21.). Doch mit der ersten Trinkpause bei sommerlichen Temperaturen war der Frankfurter Schwung schon wieder dahin. Zudem musste Sebastian Rode mit Oberschenkelproblemen ausgewechselt (29.) werden.

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Die Mainzer konzentrierten sich in der Folge wieder aufs Verteidigen und lauerten zudem auf Konter. Wirklich gefährlich wurde es vor beiden Toren aber zunächst nicht. Nach dem Seitenwechsel setzte zunächst Daichi Kamada (52.) ein eher ungefährliches Offensivzeichen. Viele Wechsel hemmten den Spielfluss. Die Frankfurter erhöhten mit zunehmender Spieldauer den Druck, aber die Mainzer Defensive ließ wenig zu.

Onisiwo hatte bei einem Mainzer Konter seinen zweiten Treffer des Nachmittags auf dem Fuß, scheiterte im Eins-gegen-Eins aber an Trapp (76.). In der Schlussphase schlugen die Frankfurter in Person von Hrustic doch noch zu (86.). In der Nachspielzeit hatten Steven Zuber und André Silva sogar noch einen möglichen Siegtreffer auf dem Fuß.

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