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Silas Wamangituka offenbart dem VfB Stuttgart, dass er bisher nicht unter seinem richtigen Namen gespielt hat. Nun will er den Sachverhalt aufklären.

Der Bundesliga-Profi Silas Wamangituka hat seinem Verein VfB Stuttgart mitgeteilt, dass er bisher unter einer falschen Identität aufgelaufen ist. 

In einer Pressemitteilung des Klubs am Dienstag hieß es: "VfB-Stürmer Silas Wamangituka hat dem VfB kürzlich offenbart, dass er Opfer von Machenschaften seines ehemaligen Spielervermittlers geworden ist und Wamangituka nicht sein richtiger Name ist." 

Richtig heißt er Silas Katompa Mvumpa, wie aus der Erklärung hervorgeht. "Ich habe in den letzten Jahren in ständiger Angst gelebt und mir auch um meine Familie im Kongo große Sorgen gemacht. Es war ein schwerer Schritt für mich, meine Geschichte zu offenbaren", sagte der Angreifer.

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Die Unterstützung seines neuen Beraters habe ihm klar gemacht, dass er "keine Angst mehr haben muss und wir gemeinsam alles auf den Tisch bringen können. Ich hätte diesen Schritt nicht gewagt, wenn Stuttgart, mein Team und der VfB für mich nicht eine zweite Heimat geworden wären, in der ich mich sicher fühle."

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Er sei erleichtert und hoffe, dass er mit seiner Offenbarung anderen Spielern Mut machen könne, "die ähnliche Erfahrungen mit Vermittlern machen mussten". 

Drohen sportliche Konsequenzen? Stuttgart mit DFB und DFL in Kontakt

Mit Unterstützung des VfB und seines neuen Beraters habe der 22 Jahre alte Silas in den vergangenen Tagen und Wochen "intensiv an der Aufklärung der Situation mitgewirkt und schließlich vor wenigen Tagen offizielle Dokumente der Demokratischen Republik Kongo erhalten", heißt es von VfB-Seite außerdem.  

Der Spieler wolle sämtliche Details, wie es zu der bisherigen Abweichung seiner persönlichen Daten kommen konnte, den deutschen Behörden offenlegen: "Mit der Deutschen Fußball-Liga DFL und dem DFB ist der VfB in Kontakt."

Der Verein geht derweil davon aus, dass der derzeit verletzte Profi "im Besitz einer gültigen Spielberechtigung war und weiter ist. Weiter geht der VfB davon aus, dass diese zu gegebener Zeit durch eine neue auf seinen richtigen Namen lautende Spielberechtigung ersetzt werden wird."

Ein Sprecher der Deutschen Fußball Liga (DFL) sagte dazu bei ntv.de: "Zur möglichen Erteilung einer neuen Spielerlaubnis für den Spieler unter seinem wahren Namen müssen die nach der Lizenzordnung Spieler notwendigen Unterlagen, unter anderem ein behördlich erteilter, gültiger Aufenthaltstitel, eingereicht werden. Die Beurteilung in Bezug auf mögliche Sanktionen obliegt dem DFB-Kontrollausschuss und dem DFB-Sportgericht."

Vor seinem Kreuzbandriss erzielte Silas in 25 Bundesligaspielen elf Tore für die Schwaben. Nachträgliche Konsequenzen - etwa in Form von Punktabzügen - muss der VfB aber offenbar nicht fürchten. "Es liegt eine durch die DFL wirksam erteilte Spielerlaubnis vor. Davon abgesehen sind beim DFB-Sportgericht keine Einsprüche gegen Spielwertungen anhängig. Diese können wegen Fristablauf auch nicht mehr eingelegt werden", wird Hans E. Lorenz, Vorsitzender des DFB-Sportgerichts, von der Bild zitiert.

Nur binnen 48 Stunden nach dem Abpfiff kann Protest gegen eine Spielwertung eingelegt werden. "Der VfB Stuttgart hat den DFB über den Vorgang informiert. Der DFB-Kontrollausschuss wird die Angelegenheit im Hinblick auf ein mögliches sportstrafrechtliches Fehlverhalten des Spielers überprüfen", sagte Dr. Anton Nachreiner, der Vorsitzende des DFB-Kontrollausschusses.

VfB springt Silas zur Seite

Der VfB sicherte Silas seine volle Unterstützung zu und gab an, den Fall möglichst transparent aufarbeiten zu wollen. "Silas bleibt der Spieler und der Mensch, der sich in die Herzen unserer Fans und seiner Mitspieler gespielt hat, seit er hier in Stuttgart ist", sagte Sportvorstand Sven Mislintat: "In Bezug auf die Namensänderung ist er vor allem Opfer. Entsprechend werden wir ihn auch schützen."

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Er habe Hochachtung davor, dass sich der junge Spieler, "fast auf sich allein gestellt und ohne Wissen um die Folgen den Schritt gewagt hat, seine Situation zu klären." Silas sei Teil der VfB-Familie. 

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Vorstand Thomas Hitzlsperger ergänzte: "Wir haben sofort, nachdem Silas sich uns anvertraut hatte, alle aus unserer Sicht nötigen Maßnahmen eingeleitet und die zuständigen Stellen eingeschaltet. Wir machen diesen ungewöhnlichen Fall ganz bewusst von uns aus öffentlich, um zu unterstreichen, dass wir so transparent vorgehen wollen, wie es mit Rücksicht auf den Schutz unseres Spielers möglich ist." 

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