Nach Finaleinzug: Allegri will das Triple
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Turin - Juventus Turin lässt im Halbfinal-Rückspiel gegen AS Monaco nichts anbrennen. Ex-Bayer Mandzukic ebnet den Weg ins Finale. Am Ende wird es aber hitzig.

Juventus Turin darf weiter vom ersten Triple der Vereinsgeschichte träumen.

Das Team von Weltmeister Sami Khedira und Torwart-Legende Gianluigi Buffon setzte sich im Halbfinal-Rückspiel der Champions League gegen AS Monaco 2:1 (2:0) durch und zog dadurch wie erwartet nach dem 2:0 im Hinspiel als erstes Team in das Endspiel am 3. Juni in Cardiff ein.

"Es ist wahr geworden, aber es war trotzdem verdammt schwer", sagte Buffon nach dem Finaleinzug. "Wir haben das Finale erreicht, aber damit ist noch nicht genug. Unser Ziel ist der Titel."

Die Treffer für den italienischen Rekordmeister erzielten der frühere Bundesligaprofi Mario Mandzukic (33.) und Dani Alves (44.). Für die Gäste verkürzte Shootingstar Kylian Mbappe (69.). (Torjäger der Champions League)

Juve wartet auf Real oder Atletico

Im Nationalstadion von Wales trifft Juve, das bereits in der zehnten Minute den offensichtlich am linken Oberschenkel verletzten Khedira ersetzen musste, aller Voraussicht nach auf Titelverteidiger Real Madrid.

"Wir sind viel selbstbewusste, gerade auch durch die Spiele gegen Barcelona. Der Titel ist jetzt für uns die Kirsche auf der Torte", sagte Leonardo Bonucci bei Sky.

Auch Miralem Pjanic denkt bereits an das Finale in Cardiff. "Egal ob es Real oder Atletico wird - wir spielen im Finale gegen einen super Gegner. Es wird ein schwieriges Spiel, aber die Mannschaft spielt mit großem Selbstvertrauen im Moment. Jetzt wollen wir den Scudetto klarmachen, dann haben wir Zeit genug, um uns auf das Finale vorzubereiten."

Die Königlichen sind nach einem 3:0 im Hinspiel gegen Stadtrivale Atletico auch im Rückspiel beim Vorjahresfinalisten am Mittwochabend klarer Favorit. Real und Juve, das bislang nur 1996 die Champions League gewinnen konnte, standen sich bereits 1998 in Amsterdam in einem Königsklassen-Finale gegenüber. Damals siegte Rekordgewinner Real 1:0. (Spielplan und Ergebnisse)

Khedira gewann bereits 2014 mit den Königlichen, bei denen seine Freunde Toni Kroos und Luka Modric aktiv sind, den wichtigsten Titel im europäischen Vereinsfußball. Juve könnte als erstes italienisches Team seit Inter Mailand 2010 wieder das Triple gewinnen. (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

Khedira früh ausgewechselt

Gegen Monaco konnte Khedira, der im Hinspiel gesperrt war, nur kurz seine außerordentlichen Qualitäten unterstreichen. Der 30-Jährige war zunächst wie immer im Mittelfeld Dreh- und Angelpunkt seiner Elf, ehe er bereits nach zehn Minuten ohne Einwirkung des Gegners auf den Rasen sackte und sich den linken Oberschenkel hielt. Für Khedira kam Claudio Marchisio, sodass die Startelf aus dem Hinspiel wieder komplett war.

Auch ohne Khedira hatte Juve, zuletzt 2015 im Finale der Champions League (1:3 gegen Barcelona), den französischen Tabellenführer jederzeit im Griff. Der argentinische Nationalspieler Gonzalo Higuaín, der im Hinspiel beide Treffer erzielt hatte, und Mandzukic vergaben bereits in der ersten halben Stunde gute Gelegenheiten.

Alves' Kracher beseitigt Zweifel

Nach toller Vorarbeit von Alvez, der schon in Monaco die beiden Trefer von Higuain vorbereitet hatte, gelang dann dem früheren Wolfsburger und Bayern Mandzukic die hoch verdiente Führung. Vor der Pause machte der Brasilianer Alvez dann mit einem Traumtor frühzeitig alles klar.

Nach dem Seitenwechsel tat Juve vor 40.244 Zuschauern angesichts der bevorstehenden Aufgaben nicht mehr als nötig. Monaco, auf dessen Seite Ausnahmetalent Mbappe bis zu seinem Treffer kaum zu sehen war, konnte die Gastgeber zunächst nicht in Verlegenheit bringen. AS-Torwart Danijel Subasic verhinderte unter anderem gegen Mandzukic einen höheren Rückstand seines Teams, ehe Monaco im Anschluss an eine Ecke doch noch traf.

Übler Tritt gegen Higuain

In der Schlussphase wurde es noch mal hitzig: Erst kam Monacos Kamil Glik nach einem Tritt aufs Knie von Gonzalo Higuain ungeschoren davon. Anschließend übersah Schiedsrichter Björn Kuipers im Juve-Sechzehner einen Ellenbogenschlag von Mandzukic an Fabinho.

Juventus kann am kommenden Sonntag in der Serie A im Topspiel bei Verfolger AS Rom den sechsten Meistertitel in Folge perfekt machen. Zudem steht die Alte Dame noch im italienischen Pokalfinale gegen Lazio Rom, das eigentlich für den 2. Juni terminiert war und nun verschoben werden muss.

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