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Roma-Präsident James Pallotta feierte das Weiterkommen im Brunnen der Löwen © SPORT1-Grafik: Getty Images/Twitter
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Nach dem Sensationssieg gegen den FC Barcelona kennt der Jubel beim AS Rom keine Grenzen. Klub-Präsident James Pallotta nimmt ein Bad in einem historischen Brunnen.

Mit Hupkonzerten, Autokorsos und lauten Gesängen haben die Fans von AS Rom das 3:0 gegen den FC Barcelona und den Einzug ins Halbfinale der Champions League gefeiert. Auch der amerikanische Klubchef James Pallotta ließ sich von der euphorischen Stimmung anstecken und sprang vor jubelnden Fans in einen historischen Brunnen auf der zentralen Piazza del Popolo, dem "Brunnen der Löwen". Der Moment wurde von hunderten Tifosi mit ihren Smartphones festgehalten.

Pallottas Jubel blieb jedoch nicht ohne Folgen. Der Verbraucherschutzbund Codacons zeigte den AS-Rom-Chef an und forderte die Stadt Rom auf, eine Geldstrafe in Höhe von 500 Euro zu verhängen, die normalerweise für das Baden in Roms Brunnen fällig wird. "Pallottas Geste ist unüberlegt und ein negatives Beispiel für Millionen von fußballbegeisterten Jugendlichen, die zum Respekt vor Denkmälern erzogen werden sollen", schrieb Codacons.

Roma-Boss spendet 230.000 Euro

Pallotta entschuldigte sich daraufhin bei Bürgermeisterin Virginia Raggi. "Pallotta hat mich angerufen und sich entschuldigt. Er hat im Freudenrausch gehandelt, doch er hat begriffen, dass er kein gutes Beispiel gegeben hat", sagte Raggi, die sich noch am Mitwoch mit Pallotta traf. Dabei überraschte der Roma-Boss sie mit einer großzügigen Spende von 230.000 Euro, die für die Restaurierung des Brunnens vor dem Pantheon in Rom verwendet werden sollen. 

Rom erstmals seit 1991 wieder im Halbfinale

Die Mannschaft von Trainer Eusebio Di Francesco bezwang Barca mit 3:0 und zog damit nach dem 1:4 im Hinspiel eine Woche zuvor erstmals seit 1991 wieder in eine Europacup-Vorschlussrunde ein. (Ergebnisse und Spielplan der Königsklasse)

Der frühere Wolfsburger Edin Dzeko hatte die Gastgeber in der 6. Minute in Führung gebracht. Daniele De Rossi, der in der 58. Minute einen Foulelfmeter verwandelte, und Kostas Manolas in der 82. Minute sorgten dann mit zwei weiteren Treffern gegen den deutschen Nationaltorwart Marc-Andre ter Stegen für das Wunder von Rom.

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