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Manchester - Thomas Tuchel hat mit Paris Saint-Germain beste Chancen aufs Viertelfinale der Champions League. Die Erfolgsserie von ManUnited-Coach Solskjaer reißt.

Thomas Tuchel kann mit Paris Saint-Germain bereits für das Viertelfinale in der Champions League planen.

Das Starensemble des deutschen Trainers gewann auch ohne seinen verletzten Superstar Neymar 2:0 (0:0) beim englischen Rekordchampion Manchester United. Für Ole Gunnar Solskjaer war es im zwölften Pflichtspiel als United-Interimstrainer die erste Niederlage.

Nach einer enttäuschenden ersten Hälfte ohne große Torchancen schlugen die hochüberlegenen Gäste nach Wiederanpfiff innerhalb von wenigen Minuten zweimal eiskalt zu.

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Di Maria mit zwei Assists trotz Bodycheck

Presnel Kimpembe (53.) nach einer Ecke von Angel Di Maria und Weltmeister Kylian Mbappe (60.) erneut auf Vorlage von Di Maria sorgten im ersten Pflichtspielduell beider Teams für den glanzlosen Sieg des französischen Serienmeisters. 

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Und das nachdem der Argentinier kurz vor Ende der ersten Halbzeit von Ashley Young an der Seitenlinie in vollem Lauf umgecheckt wurde und mit voller Wucht im Zaun vor der Tribüne landete. Di Maria musste daraufhin am Ellenbogen behandelt werden, konnte aber weiterspielen.

Ein besonderes Kompliment hatte Tuchel für Di Maria parat, der bei seiner Rückkehr ins Old Trafford vom Publikum ausgebuht wurde: "Wenn man ihn provoziert, dann macht ihn das nicht schlechter. Er hat in der zweiten Halbzeit sehr viel Selbstvertrauen ausgestrahlt. In der ersten Halbzeit hatte er noch viele Bälle verloren. Er hat das 2:0 von Kylian mit einem perfekten Pass sehr gut vorbereitet."

Pogba fliegt vom Platz

Eine Minute vor dem Abpfiff verloren die Platzherren auch noch ihren französischen Weltmeister Paul Pogba durch eine Gelb-Rote Karte wegen wiederholten Foulspiels.

"Manchester hat sehr physisch gespielt. Wir haben als Mannschaft super zusammen verteidigt und angegriffen. Wenn wir die verletzten Spieler zurückbekommen, können wir einiges erreichen", sagte Kehrer bei Sky.

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Paris feierte den ersten Sieg einer französischen Mannschaft im Old Trafford. PSG kann im Rückspiel am 6. März (21 Uhr) im heimischen Prinzenpark den ersten Viertelfinal-Einzug in der Königsklasse seit 2016 klar machen. Vor drei Jahren setzte sich PSG gegen den FC Chelsea durch und feierte an der Stamford Bridge (2:1) seinen bis dato einzigen Sieg auf der Insel. Der Scheich-Klub steht zum siebten Mal in Serie in der K.o.-Runde der Königsklasse, spätestens im Viertelfinale war aber stets Endstation. (SERVICE: Spielplan der Champions League)

Der wiedererstarkte Tabellenvierte der englischen Premier League konzentrierte vor sich 74.054 Zuschauern außer in den Anfangsminuten auf die Defensive und setzte vornehmlich auf Konter. Die Elf von Interims-Teammanager Ole Gunnar Solskjaer wurde mit fortlaufendem Spielverlauf jedoch immer passiver.

Draxler und Kehrer in der Startelf

Die beiden Nationalspieler Julian Draxler und Thilo Kehrer standen bei den Gästen in der Startelf. Neben dem seit drei Wochen verletzten Neymar (Mittelfußverletzung) fehlten Paris in Manchester auch Torjäger Edinson Cavani (Hüftverletzung) und der belgische WM-Dritte Thomas Meunier (Gehirnerschütterung). Neymar und wohl auch Cavani werden dem souveränen Tabellenführer der Ligue 1 in drei Wochen wohl immer noch fehlen. Im Tor gab Tuchel dem 41 Jahre alten Gianluigi Buffon den Vorzug vor dem 16 Jahre jüngeren Alphonse Areola.

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Bis zur Halbzeit der enttäuschenden Partie blieben Torchancen Mangelware. Ohne Neymar und Cavani fehlte den spielerisch überlegenen Gästen lange die Zielstrebigkeit in der Offensive. Von Draxler war wenig zu sehen. Die Gesamtbilanz der ersten 45 Minuten: ein Schuss aufs Tor, fünf Gelbe Karten.

Nach der Pause schaltete Paris einen Gang hoch. Mbappe (64.) verpasste freistehend vor United-Torhüter David de Gea sogar das 3:0.

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