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Sami Khedira hat bei Juventus Turin das Mannschaftstraining wieder aufgenommen
Sami Khedira muss eine Zwangspause einlegen © Getty Images
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Sami Khedira wird Juventus rund einen Monat fehlen. Der Mittelfeldstar fällt wegen Herzproblemen aus. Eine genaue Diagnose gibt es noch nicht.

Die Miene von Massimiliano Allegri wurde plötzlich sorgenvoll, die nagende Ungewissheit über den Gesundheitszustand seines Antreibers Sami Khedira war dem Trainer von Italiens Abonnementmeister Juventus Turin anzumerken. "Er ist in Turin geblieben, um sich weiteren Tests zu unterziehen", beschied Allegri knapp und verwies für alles weitere auf eine Pressemitteilung des Klubs. Khedira leidet unter Herzproblemen, dem Weltmeister von 2014 droht eine lange Zwangspause.

Mindestens einen Monat werde der 31-Jährige der Alten Dame fehlen, berichtete die Gazzetta dello Sport am Mittwoch. Der Herzspezialist Fiorenzo Gaita, der bereits den ehemaligen Schweizer Juve-Profi Stephan Lichtsteiner operiert hatte, hatte Khedira da bereits eingehend untersucht.

Ursache der Herzprobleme unklar

Noch ist allerdings unklar, was die Probleme bei Khedira verursacht. Eine genauere Diagnose sei erst nach einer elektrophysiologischen Untersuchung möglich, so Gaita.

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Laut Medienberichten hatte Khedira im Training am Dienstag sein Herz plötzlich schneller schlagen spüren und sich daraufhin in Behandlung begeben. Auch auf die Reise zum Achtelfinal-Hinspiel der Champions League bei Atletico Madrid verzichtete der langjährige deutsche Nationalspieler. Ein Umstand, den sein Trainer bedauerte. "Khedira nicht dabei zu haben, ist ein Problem für uns", sagte Allegri.

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Khedira hatte in der laufenden Saison immer wieder mit unterschiedlichen Gesundheitsproblemen zu kämpfen. Insgesamt kommt der Mittelfeldspieler in dieser Saison erst auf 15 Pflichtspieleinsätze. Zu Saisonbeginn hatte er aufgrund eines Muskelbündelrisses rund fünf Wochen gefehlt, im Dezember dann wegen einer Sprunggelenksverletzung erneut pausieren müssen.  

Die aktuelle Situation wirkt allerdings noch einmal um einiges bedrohlicher. In italienischen Medien sorgten Khediras Gesundheitsprobleme entsprechend für Schlagzeilen. "Kollektiver Schock für Juventus", titelte am Mittwoch die Gazzetta dello Sport und auch der Corriere dello Sport schrieb vom "Schock bei Juve".

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Khediras Zukunft fraglich

Die Sorgen um Khedira dürften auch die Spekulationen darüber anheizen, wie dessen Rolle bei Juventus in Zukunft aussehen wird. Zwar wurde der Vertrag des früheren Stuttgarters erst im September bis 2021 verlängert, inklusive der Option auf ein weiteres Jahr, doch das Gedränge im zentralen Mittelfeld der "Bianconeri" wird immer größer. Im Sommer kommt der Waliser Aaron Ramsey vom FC Arsenal.

Mut machen dürften Khedira die Beispiele seines ehemaligen Teamkollegen Lichtsteiner und des früheren italienischen Nationalspielers Antonio Cassano, damals ebenfalls in der Serie A beim AC Mailand unter Vertrag, machen. Beide waren nach Herzproblemen inklusive einer Operation vollständig genesen und hatten ihre Karriere fortsetzen können.

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