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Schalke bekommt gegen City innerhalb kurzer Zeit zwei Elfmeter zugesprochen. Beide Male entscheidet der Video-Schiri und benötigt beim ersten Strafstoß fast drei Minuten.

Auch in der UEFA läuft in Sachen Videobeweis längst noch nicht alles rund. 

Im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League zwischen dem FC Schalke 04 und Manchester City (JETZT im LIVETICKER) benötigte der spanische Schiedsrichter Carlos del Cerro Grande sage und schreibe 2:45 Minuten, um den Knappen einen Handelfmeter zuzusprechen.

Nicolas Otamendi hatte einen Schuss von Daniel Caligiuri mit der Hand abgewehrt, was der spanische Referee zunächst nicht gesehen hatte. Erst ein Hinweis des Video-Assistenten machte del Cerro darauf aufmerksam - doch er selbst konnte sich die Szene im Stadion wegen technischer Probleme nicht am Monitor anschauen.

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Otamendi und Fernandinho gesperrt

Erst nach langem Warten kam der Hinweis aus dem Übertragungswagen vor dem Stadion, dass Otamendis Handspiel strafbar war. Nabil Bentaleb ließ sich die Chance nicht entgehen und verwandelte in der 38. Minute sicher.

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Nur sieben Minuten später gab es erneut Strafstoß für die Knappen, nachdem Fernandinho im Strafraum Salif Sane zu Fall brachte. Wieder schaute sich der Video-Schiri die Szene an - doch diesmal ging es blitzschnell. Schalke bekam den zweiten Elfmeter, wieder trat Bentaleb an - und versenkte den Ball erneut.

Sowohl Otamendi als auch Fernandinho bekamen die dritte Gelbe Karte und sind im Rückspiel gesperrt.

Weil Kun Aguero (18.) die Gäste nach einem riskanten Pass von Ralf Fährmann und dem folgenden Ballverlust von Sane in Führung gebracht hatte, ging Schalke mit einer 2:1-Führung in die Halbzeitpause.

Der Trainer von Manchester City, Pep Guardiola, sprach sich nach dem Spiel trotz der langen Entscheidungsdauer für den Videobeweis aus. "Es ist neu. Und wie alles Neue braucht es Zeit", erklärte Guardiola. "Ich bin ein Fan des Videobeweises", sagte der City-Coach.

Morata-Treffer aberkannt

Auch im zweiten Achtelfinal-Spiel am Mittwoch kam der Videobeweis mehrfach zum Einsatz. Beim Duell zwischen Atletico Madrid und Juventus Turin musste der Video-Schiri zwei Mal eingreifen - jeweils zu Ungunsten der Gastgeber.

In der ersten Hälfte wurde ein Elfmeter zurückgenommen, nachdem Diego Costa von de Sciglio nicht innerhalb, sondern knapp außerhalb des Strafraums zu Fall gebracht wurde.  

In der 71. Minute wurde ein Treffer von Alvaro Morata zurückgenommen, nachdem der Ex-Juve-Spieler seinen früheren Kollegen Giorgio Chiellini zuvor weggeschubst hatte.

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