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Juventus Turin dreht das 0:2 aus dem Hinspiel und kegelt Atletico Madrid aus der Königsklasse. Einmal mehr ist Cristiano Ronaldo der Held des Abends.

Der überragende Superstar Cristiano Ronaldo hat den italienischen Rekordmeister Juventus Turin mit einer Gala-Vorstellung ins Viertelfinale der Champions League geschossen und Atletico Madrids Träume vom Finale im eigenen Stadion zerstört.

Der fünfmalige Weltfußballer erzielte beim 3:0 (1:0)-Sieg des Finalisten von 2015 und 2017 alle drei Treffer (27, 48., 86./FE) und darf trotz der 0:2-Hinspielniederlage weiter auf seinen sechsten Titel in der Königsklasse hoffen. (Das Spiel zum Nachlesen im TICKER)

Dieser würde ihn mit Rekordhalter Paco Gento gleichziehen lassen. Der Spanier hatte mit Real Madrid in den 1950er- und 60er-Jahren sechsmal im damaligen Landesmeister-Pokal triumphiert.

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"Es musste eine spezielle Nacht werden - und es wurde eine", sprudelte es aus Ronaldo nach dem Triumph heraus. "Wir haben noch gar nichts erreicht, aber was für ein Comeback! Vielleicht hat mich Juve genau dafür geholt - nämlich Dinge zu erreichen, die noch nie erreicht wurden. Dieses Ergebnis wird uns pushen, wir sind stark und haben es bewiesen."

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Juve und Atletico rotieren

Atletico-Trainer Diego Simeone kassierte dagegen im achten Spiel gegen eine italienische Mannschaft seine erste Niederlage. Simeone veränderte seine Mannschaft gegenüber dem zähen 1:0 gegen Leganes in der heimischen Liga auf sechs Positionen. Unter anderem rückte Innenverteidiger Diego Godin wieder in die Startelf, im Sturm sollte der frühere Turiner Alvaro Morata an der Seite von Weltmeister Antoine Griezmann für Torgefahr sorgen.

Auch Juve-Trainer Massimiliano Allegri tauschte sechs Mal. Ronaldo kehrte in die erste Elf zurück, Emre Can blieb in der Mannschaft. (Spielplan und Ergebnisse der Champions League)

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Juve-Führung aberkannt

Juve übernahm vom Anstoß weg die Kontrolle über das Spiel. Die Spanier konzentrierten sich auf ihre Defensive, gerieten aber fast schon früh in Rückstand. Kapitän Giorgio Chiellini traf in seinem 500. Spiel für Juventus aus wenigen Metern (4.), zuvor hatte Ronaldo aber Madrids Keeper Jan Oblak gefoult.

In den ersten 20 Minuten spielten sich nahezu alle Aktionen vor dem Strafraum der Spanier ab. Einen Weg in den Sechzehner fand die italienische Offensive zunächst aber nicht. Mit Verzögerung versuchte sich auch Atletico etwas mehr in der Offensive, Koke gab einen ersten Warnschuss ab (22.).

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Kopfballungeheuer Ronaldo

Als wenig auf einen Treffer hindeutete, war Ronaldo plötzlich zur Stelle. Eine Flanke aus dem Halbfeld von Federico Bernardeschi versenkte der Portugiese mit einem starken Kopfball. Es war sein 23. Treffer im 34. Pflichtspiel gegen Atletico. Ein weiterer Kopfball Ronaldos verfehlte sein Ziel (43.). Kurz vor dem Halbzeitpfiff köpfte Morata auf der Gegenseite knapp drüber (45.+2).

Die zweite Halbzeit begann wie die erste mit einem frühen Juve-Tor, doch dieses Mal zählte es: Joao Cancelo flankte, Ronaldo köpfte wieder ein. Atletico wirkte angeknockt, Juve drängte auf das dritte Tor. Zwingende Chancen blieben in den folgenden Minuten aus.

Rund zehn Minuten vor dem Ende vergab Moise Kean die große Chance zum 3:0 (82.). Ronaldo sorgte per Elfmeter nach Foul von Angel Correa aber für die Entscheidung.

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