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Manchester - Der FC Barcelona gewinnt das Hinspiel bei Manchester United dank Luis Suarez, schafft beste Voraussetzungen fürs Weiterkommen. Doch ter Stegen erinnert an 2018.

Superstar Lionel Messi und Nationaltorhüter Marc-Andre ter Stegen haben mit dem FC Barcelona Kurs auf das Halbfinale der Champions League genommen. 

In einem eher unspektakulären Viertelfinal-Hinspiel bei Englands Rekordmeister Manchester United setzten sich die Katalanen 1:0 (1:0) durch und gehen mit einer Ausgangsposition nach Wunsch ins entscheidende Duell am kommenden Dienstag. (Das Spiel zum Nachlesen im LIVETICKER)

Ein Eigentor von Luke Shaw (13.) brachte Barcelona dem ersten Einzug unter die letzten Vier seit dem Titelgewinn 2015 nahe. (Spielplan und Ergebnisse der Champions League)

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Manchester geht im Kampf um seine erste Halbfinal-Teilnahme seit acht Jahren trotz einer durchaus ansprechenden Leistung als Außenseiter ins Rückspiel im Camp Nou.    

Eigentor von Shaw nach Suarez-Kopfball

"Defensiv sind wir im besten Moment der Saison", resümierte der sehr sicher stehende Defensivstratge Gerard Piqué nach Abpfiff. Wenngleich Sergio Busquets bei Sky erklärte: "Wir hatten zunächst wenig Möglichkeiten und auch Probleme, die Bälle nach vorn zu bringen. United war körperlich sehr stark, dazu hatten wir anfangs auch zu viele Ballverluste. Aber aus diesen Fehlern lernen wir. Der Traum vom Triple lebt."

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Ähnlich sah es Barca-Coach Ernesto Valverde: "Wir hoffen nach wie vor auf das Titel-Triple. Doch United hat sehr starkes Pressing gespielt, das war schwierig für uns und wird beim Rückspiel im Camp Nou nicht einfach." 

Ter Stegen warnt wegen Vorjahres-Aus bei Roma 

Ter Stegen warnte dennoch: "Auch wenn das ein gutes Resultat ist, erwartet uns noch ein extrem gefährliches Rückspiel - wir haben das im letzten Jahr erlebt. Wir müssen ungemein konzentriert bleiben. United ist schließlich ein Gegner, der auf allerhöchstem Niveau spielt." Zur Erinnerung: 2018 waren die Katalanen trotz eins 4:1-Vorsprung im Viertelfinal-Hinspiel noch an der AS Rom gescheitert angesichts eines 0:3 im zweiten Vergleich.

Barcelona, zuletzt dreimal in Folge im Viertelfinale der Königsklasse ausgeschieden, übte bei seinem ersten Sieg im Old Trafford im fünften Anlauf sofort Druck auf United aus. Das Eigentor von Shaw nach einem Kopfball von Luis Suarez, erst nach Einschreiten des Videoassistenten zurecht anerkannt, spielte den Gästen in die Karten: Barcelona hatte die Partie zunächst sicher im Griff. 

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Manchester löste sich dann aber aus der Umklammerung und beschleunigte das Spiel über die Flügel, um den schnellen Angreifer Marcus Rashford einzusetzen. Dennoch verpasste Barca eine frühe Vorentscheidung nur knapp, als United-Torwart David de Gea bei einem Schuss von Philippe Coutinho (36.) stark reagierte. Auf der Gegenseite war ter Stegen kaum nennenswert gefordert.    

Schlag auf die Nase: Messi blutet

Messi wiederum agierte relativ unauffällig und kassierte bei einem harten Einsteigen von Gegenspieler Chris Smalling eine blutige Nase. Beim Kampf um einen hohen Ball im Mittelfeld war Smalling mit der Schulter vorangerauscht, erwischte Messi im Gesicht und mähte ihn wuchtvoll nieder.

Mit möglicherweise gesundheitlichen Folgen. "Morgen werden die Ärzte sagen, wie es um ihn steht - es war ein schwerer Schlag", sagte Valverde.

Der Argentinier hatte bei Barcas Finalsiegen 2009 (2:0) und 2011 (3:1) gegen ManUnited, den bislang letzten Aufeinandertreffen, jeweils einen Treffer erzielt. Seinen letzten Sieg über Barca hatte Manchester 2008 beim 1:0 im Halbfinal-Rückspiel gefeiert, Torschütze war damals Paul Scholes.

Autsch! Barcas Lionel Messi holte sich gegen Uniteds Chris Smalling eine blutige Nase © Sky

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Nach der Pause setzte Barca, als einziges Team in dieser Saison in der Königsklasse noch ungeschlagen, sehr dosiert auf Offensive, schien mit dem Ergebnis zufrieden. ManUnited stemmte sich gegen die Niederlage, die Mannschaft von Teammanager Ole Gunnar Solskjaer, dem Helden beim Final-Sieg 1999 über den FC Bayern, fand aber offensiv nicht die entscheidenden Mittel.  

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