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Der Präsident des FC Bayern legt dem Weltmeister von 2014 auf der Doublefeier trotz laufenden Vertrags bis 2021 einen vorzeitigen Abschied aus München nahe.

Präsident Uli Hoeneß hat Jérôme Boateng nach dessen lustlosem Auftritt bei der Doublefeier von Bayern München den Abschied vom deutschen Rekordmeister nahegelegt.

"Für ihn wäre es vielleicht besser, wenn er mal eine andere Luft genießen würde", sagte Hoeneß im Münchner Rathaus auf SPORT1-Anfrage. "Ich würde ihm raten, den  FC Bayern zu verlassen. Er muss eine neue Herausforderung suchen. Und ich denke, dass das für ihn besser ist."

Ob der Klub Boateng dabei behilflich sein wird, indem er einem potenziellen Abnehmer mit der Ablösesumme entgegenkommt, wollte Hoeneß nicht beantworten: "Das macht der Vorstand." 

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Boateng hatte nach dem 3:0 (1:0)-Sieg im Pokalfinale gegen RB Leipzig in seinem "Wohnzimmer" Berliner Olympiastadion wie bei der Meister-Krönung vor einer Woche darauf verzichtet, mit den Kollegen vor der Bayern-Kurve zu feiern.

Stattdessen eilte er als erster Münchner in die Kabine.

Boateng verfolgt Endspiel emotionslos

Bereits während der teilweise packenden Begegnung mit RB saß Boateng bisweilen scheinbar unbeteiligt und emotionslos auf der Bank. Während seine Kollegen immer wieder aufsprangen und mitfieberten, schien Boateng all das nichts mehr anzugehen.

Der Vertrag des Weltmeisters von 2014 läuft noch bis 2021, die Bayern würden den bereits im vergangenen Sommer wechselwilligen Ex-Nationalspieler aber bei einem entsprechenden Angebot ziehen lassen. Boateng spielt seit 2011 für die Bayern und hat neben der Champions League (2013) siebenmal die Meisterschaft sowie viermal den Pokal gewonnen.

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"Bei Bayern München, meine Situation, wie sehe ich die?", hatte Boateng in den Tagen vor dem Endspiel gefragt - und sich die ehrliche Antwort selbst gegeben: "Es ist, glaube ich, für beide Seiten nicht die optimale Saison gewesen."

Kovac setzt nicht auf Boateng

In den Top-Begegnungen ließ Trainer Niko Kovac den gebürtigen Berliner, der im März seinen Platz in der Nationalmannschaft verloren hatte, links liegen. Er hätte sich gewünscht, dass er "in den wichtigen Spielen mehr gespielt hätte", sagte Boateng.

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Nun stehen die Zeichen auf Trennung - im Unfrieden? "Ich war immer ein Spieler, der beim FC Bayern in den wichtigen Spielen da war", sagte Boateng, "deswegen habe ich überhaupt keine Bedenken, dass mir da irgendwas nachgesagt wird."

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