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Lissabon - RB Leipzig siegt beim Comeback in der Champions League dank der Treffer von Timo Werner bei Benfica. Ein Ex-Bundesliga-Spieler macht die Partie noch einmal spannend.

Wenig Glanz, viel Kampf - und am Ende macht's Werner per Doppelpack.

Bundesliga-Spitzenreiter RB Leipzig hat dank des Torriechers von Timo Werner beim Comeback in die Champions League einen Traumstart erwischt - und geht nun mit viel Rückenwind ins Rennen um das Achtelfinale.

Zum Auftakt der Gruppenphase siegten fleißig arbeitende Sachsen am Dienstagabend beim portugiesischen Rekordmeister Benfica Lissabon nach einer hart umkämpften Partie mit 2:1 (0:0). (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

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Dass sich die direkten Kontrahenten in der Gruppe G Olympique Lyon und Zenit St. Petersburg 1:1 trennten, spielt RB zudem in die Karten, die gute Ausgangslage können die Sachsen nun bei den kommenden beiden Heimspielen gegen Lyon (2. Oktober) und St. Petersburg (23. Oktober) ausbauen. (Tabellen der Gruppen A bis H)

Werner hadert mit Chancenverwertung

Lange mussten sich die Gäste aus Leipzig gedulden, bis - nach zahlreichen vergebenen Chancen - das Führungstor fiel. "In der zweiten Halbzeit müssen wir schon viel früher in Führung gehen. Da haben wir zu viel liegen gelassen. Wenn wir an unserer Chancenverwertung arbeiten, können wir solche Spiele auch schon früher entscheiden", sagte Doppeltorschütze Werner nach der Partie bei DAZN.

"Wir hätten es souveräner machen können. Die erste Hälfte war relativ ausgeglichen, dann kommen wir sehr gut in die zweite Halbzeit, waren dominant und haben viele Chancen kreiert. Nach dem 2:0 haben wir gedacht, das Spiel ist zu Ende, aber gerade in so einer hitzigen Atmosphäre muss man konzentriert bleiben", sagte RB-Kapitän Willy Orban bei DAZN, nachdem es Benfica durch den Anschlusstreffer noch einmal spannend gemacht hatte.

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Werner mit Doppelpack - Joker Seferovic sticht

Nationalspieler Werner (69./78.) erzielte die beiden Leipziger Treffer beim ersten Auftritt der Elf von Trainer Julian Nagelsmann in der Champions League seit dem Debüt in der Saison 2017/2018, als nach der Vorrunde Schluss gewesen war.

Ex-Eintracht-Stürmer Haris Seferovic (84.) gelang das Anschlusstor für Benfica, mit dem es in der Schlussphase noch einmal spannend wurde.

Nagelsmann selbst, der mit der TSG Hoffenheim im Vorjahr in der Gruppenphase ausgeschieden war, feierte in Lissabon seinen ersten Sieg in der Königsklasse. Mit den Kraichgauern hatte er lediglich drei Remis und drei Niederlagen zustande gebracht. Auf die Frage, ob ihm sein erster Sieg in der Champions League dadurch etwas mehr bedeutet, antwortete Nagelsmann: "Das Schöne ist, dass die Fragen danach jetzt nicht mehr kommen."

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Forsberg steht bei Treffer im Abseits

Im berühmten Estadio da Luz beherzigten die Sachsen Nagelsmanns Worte zu Beginn, der Coach hatte vor einer ähnlichen schwachen Halbzeit wie beim 1:1 gegen Bayern München am vergangenen Samstag gewarnt, als seinem Team jede Spannung gefehlt hatte, und wurde nicht enttäuscht. 

Die Leipziger standen hinten kompakt und verteidigten aggressiv nach vorn, auch wenn die ganz großen Torchancen zunächst ausblieben. Ein Treffer von Spielmacher Emil Forsberg (7.) zählte wegen einer Abseitsstellung zu Recht nicht. Die bis dato gefährlichste Aktion der Gastgeber war ein Freistoß von Stürmer Raul De Tomas (13.), der den Ball aus 25 Metern weit über das Tor setzte.

Vlachodimos pariert stark gegen Werner

Zum ersten Abschluss brauchte es eine Einzelaktion von Werner (26.), der sich über links durchdribbelte, dann aber an dem in Stuttgart geborenen Benfica-Schlussmann Odisseas Vlachodimos scheiterte. In der Folge nahm die Partie an Fahrt auf und de Tomas (45.+3) köpfte kurz vor der Pause aus spitzem Winkel fast das 0:1, doch RB-Keeper Peter Gulacsi war zur Stelle.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs präsentierten sich die Leipziger im Angriff wesentlich temporeicher und zielstrebiger als zuvor, vor allem über die Flügel ging mehr.

Dass der hereingrätschende Marcel Sabitzer (50.) eine Hereingabe von Yussuf Poulsen nicht verwertete, lag nur an Vlachodimos, der die Richtung des Balles entscheidend veränderte. Lissabons Top-Torjäger Pizzi (68.) verfehlte nur um Zentimeter, bevor Werner traf. Bei seinem zweiten Treffer musste der Videobeweis bemüht werden. (Spielplan und Ergebnisse)

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