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Julian Nagelsmann stellt einen Rekord auf
RB Leipzig steht nach dem Last-Minute Remis gegen Benfica Lissabon im Achtelfinale der UEFA Champions League © imago
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RB Leipzig trifft gegen Benfica Lissabon in der Nachspielzeit zum 2:2-Ausgleich und zieht dadurch vorzeitig ins Achtelfinale der UEFA Champions League ein.

RB Leipzig hat mit viel Glück und dank Emil Forsberg erstmals in seiner Klubgeschichte das Achtelfinale der Champions League erreicht.

Den Sachsen genügte im vorletzten Gruppenspiel zu Hause gegen Benfica Lissabon ein mühevolles 2:2 (0:1). Bei einem Sieg wäre RB sogar nicht mehr vom ersten Tabellenplatz der Gruppe G zu verdrängen gewesen. (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

Julian Nagelsmann ist damit der bisher jüngste Cheftrainer, der seine Mannschaft ins Achtelfinale der Champions League führte. Seit Juli dieses Jahres ist der gebürtige Landsberger 32 Jahre alt.

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"Es ist ein historischer Abend für den Klub und für mich. Natürlich war es ein extremes Herzschlagfinale, ein unglaublich spannendes Spiel. Aber ich glaube, es war verdient", sagte der Rekordtrainer nach der Partie am Sky-Mikrofon.

Vor 38.339 Zuschauern brachten Pizzi (20.) und Carlos Vinicius (59.) die Gäste in Führung, mit einem Doppelpack in der Schlussphase Forsberg (90./90.+6) die Leipziger, die im letzten Gruppenspiel bei Olympique Lyon (10. Dezember) um Platz eins spielen.

"Es fühlt sich richtig gut an. Ich freue mich für die Fans, für die Stadt und den Klub.  Wir haben Geschichte geschrieben und freuen uns auf das Achtelfinale", erklärte Matchwinner Forsberg.

Im Parallelspiel der Gruppe G setzte sich Zenit St. Petersburg am Mittwoch mit 2:0 gegen Lyon durch. (Die Tabellen der Champions League)

Chelsea-Juwel Ampadu mit durchwachsenem Debüt

Nagelsmann war gegen den 37-maligen Titelträger Portugals in der Abwehr zum Umstellen gezwungen. Willi Orban (Knie), Ibrahima Konate (Trainingsrückstand) und Marcel Halstenberg (Adduktoren) fielen aus, so dass Chelsea-Leihgabe Ethan Ampadu in der Innenverteidigung zu seinem Startelfdebüt kam. 

Der 19-Jährige mit der wilden Rasta-Frisur legte einen durchwachsenen Auftritt hin und wurde schon Anfang der zweiten Halbzeit ausgewechselt. 

Leipzig zeigte zunächst nicht den absoluten Siegeswillen, spielte gerne quer und fand nur schwer ins Spiel. Emil Forsberg (6.) nach schöner Einzelaktion und Timo Werner (12.) nach Rückpass von Konrad Laimer hatten die ersten Möglichkeiten, ließen aber im Abschluss den letzten Willen vermissen. (Ergebnisse und Spielplan der Champions League)

Die Gäste warteten geduldig auf ihre Gelegenheiten und schlugen dann eiskalt zu. In der 20. Minute sah auch Ampadu nicht gut aus. Nach einem Flachpass von Adel Taarabt bekam Upamecano schließlich den Ball nicht aus der Gefahrenzone, und Pizzi schoss zur überraschenden Führung der Gäste ein.

Hektisch wurde es in der 35. Minute, als die Leipziger Zuschauer nach einer Attacke von Benficas Alex Grimaldo gegen Nkunku lautstark Strafstoß forderten, doch der spanische Schiedsrichter Diego Barbero entschied richtigerweise auf Abseits.

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Kurz darauf zwang Forsberg Lissabons Keeper Odisseas Vlachodimos zu einer Großtat. Im Nachsetzen netzte Marcel Sabitzer ein, doch der Österreicher stand klar im Abseits.

Gulasci muss verletzt ausgewechselt werden

Endlich nahm das Spiel Fahrt auf. Nagelsmann war sichtlich sauer, gestikulierte wild an der Seitenlinie und trieb seine Spieler immer wieder nach vorne. Doch Benfica blieb unbequem, setzte Nadelstiche. Kurz vor der Pause stockte den RB-Fans der Atem, als Pizzi das Lattenkreuz traf.

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Im zweiten Durchgang drängten die Leipziger noch stärker auf den Ausgleich. Nach einem Freistoß von Nkunku verlängerte Upamecano den Ball ins Tor, doch zuvor war Leipzigs Abwehrmann zu hart gegen Lissabons Keeper eingestiegen.

Nagelsmann stellte mit der Herausnahme von Ampadu von Vierer- auf Dreierkette um, erhöhte den Druck, doch vor allem Benfica-Keeper Vlachodimos wuchs über sich hinaus und war immer wieder zur Stelle.

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Lissabon ließ sich nicht beirren und hielt den Kopf oben. In der 59. Minute nutzte Carlos Vinicius die Patzer von Upamecano und Lukas Klostermann und zog allein aufs Leipziger Tor. Im Abschluss ließ er RB-Keeper Peter Gulacsi keine Chance. Der Schlussmann bekam dabei noch das Knie von Vinicius an den Kopf, musste durch Yvon Mvogo ersetzt werden.

Forsberg sorgte mit einem verwandelten Foulelfmeter und seinem Kopfballtreffer für den späten Jubel bei den Hausherren.

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