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Der BVB steht mit viel Glück im Achtelfinale der Champions League. Die Westfalen profitierten auch von Inter Mailands Niederlage gegen Barcelona.

Magische Nächte, fürstliche Einnahmen: Borussia Dortmund bleibt mit viel Glück und freundlicher Unterstützung des FC Barcelona in der Königsklasse.

Ein keinesfalls berauschendes 2:1 (1:1) gegen Slavia Prag im "Endspiel" reichte dem BVB am Dienstag zum Einzug ins Champions-League-Achtelfinale, weil parallel eine B-Mannschaft von Barca bei Inter Mailand unverhofft Schützenhilfe leistete. (Service: Tabellen der Champions League)

"Heute hat vieles funktioniert. Am Ende wurde es nochmal knapp. Aber wir haben gut dagegen gehalten. Wir mussten unsere Hausaufgaben heute machen und dann haben wir noch das nötige Glück gehabt", sagte Matchwinner Julian Brandt bei DAZN: "Wir machen viele Tore in der zweiten Halbzeit, auch zuhause. Es gibt einem immer Kraft, wenn man auf die Kurve spielt."

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Bürki hält BVB im Spiel

"Wir haben alle zusammen gewonnen, ohne Ausnahme", lobte Trainer Lucien Favre sein Team bei Sky. "Es war ein verrücktes Spiel, Torchancen ohne Ende. Wir mussten gewinnen und wir haben es geschafft. Es war sehr schwer." Ein Sonderlob gab es für den überragenden Torwart Roman Bürki: "Er war unglaublich."

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Der Keeper war nach dem Spiel sehr erleichtert. "Ich hatte in den letzten Wochen nicht soviel Möglichkeiten gehabt, mich auszuzeichnen, oft unglückliche Gegentore bekommen. Deshalb bin ich heute sehr froh und erleichtert, dass wir das Spiel über die zeit gebracht haben", erklärte er.

Mit dem Spiel seiner Mannschaft war er nicht vollends zufrieden. "Wir haben im Spielaufbau oft zu früh den Ball verloren. Sie haben uns sehr gut zugestellt und uns aggressiv unter Druck gesetzt. Der Gegner war sehr laufstark und hat körperbetont gespielt. Ich bin einfach nur wirklich sehr froh, dass es heute für uns gelaufen ist."

Barca-Sieg hilft dem BVB

"Es war ein intensives Spiel. Wir haben gewonnen, Barca hat drei Punkte geholt, demnach war es ein schöner Abend für uns. Großes Kompliment an Roman", erklärte Kapitän Reus. "Wir hätten es vor allem in der ersten Halbzeit einfacher haben können. Das haben wir als Team verpasst, früher für die Entscheidung zu sorgen. Das Spiel hat sehr viel Kraft gekostet."

Jadon Sancho (10.) traf zum Abschluss der Gruppenphase früh für die Dortmunder, bei denen sich grandioses Offensivspiel und erhebliche Wackeleien in der Defensive 90 Minuten lang munter abwechselten. (Service: Ergebnisse und Spielplan)

Tomas Soucek (43.) überwand für den tschechischen Meister vor 65.079 Zuschauern den ansonsten herausragenden BVB-Schlussmann Roman Bürki, Nationalspieler Julian Brandt (61.) sicherte den Dortmunder Sieg. Julian Weigl (77.), den Trainer Lucien Favre als Ersatz für den verletzten Axel Witsel aufgestellt hatte, sah in der Schlussphase die Gelb-Rote Karte wegen wiederholten Foulspiels.

Witsel fehlt an allen Ecken und Enden

Bei der Auslosung am Montag werden für den deutschen Vize-Meister die ganz großen Gegner im Topf sein: Der FC Liverpool, Barcelona, Paris St. Germain und Manchester City. 

Leitwolf Witsel fehlte dem BVB im zentralen Mittelfeld als Passmaschine schmerzlich. Der belgische Nationalspieler war in seinem Zuhause die Treppe herabgestürzt, er zertrümmerte sich dabei unter anderem das Nasenbein und musste umgehend operiert werden. Ersatzmann Weigl strahlte nicht annähernd die Stabilität Witsels aus. Mats Hummels, zuletzt gesperrt, war der Mittelpunkt der anfälligen Dreier-Abwehrkette. (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

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Mit einem Auge schauten zumindest die BVB-Verantwortlichen auf Mailand. Nur ein Punktgewinn von Barcelona, das fast alle Superstars schonte, würde eine Chance auf das Achtelfinale eröffnen. Außerdem galt es, "die Hausaufgaben zu machen" (Sportdirektor Michael Zorc): alles auf Sieg, also. Sancho und Hummels vergaben die ersten Gelegenheiten (4./5.), Bürki musste allerdings gegen Peter Olayinka und Nicolae Stanciu auch Glanzparaden zeigen (8./20.).

Sanchos 1:0 nach einem Querpass von Marco Reus nährte die Hoffnung der Borussia, es zu schaffen. Der BVB blieb spielfreudig und offensiv, Pässe in die Tiefe stellten den tschechischen Meister immer wieder vor erhebliche Probleme. Reus hätte das 2:0 erzielen müssen (23.). Inter kassierte das 0:1, die Dortmunder waren virtuell weiter - doch ihre Abwehr wackelte sehr bedenklich.

Bürki rettet mit Glanzparaden

Bürki hielt erneut gegen Lukas Masopust sensationell (33.), gegen Soucek war er dann machtlos. Fast zeitgleich machte Inter das 1:1 - zur Halbzeitpause war der BVB draußen. Umso wichtiger war es, zumindest das eigene Spiel zu gewinnen: Die Bemühungen wirkten jedoch fortan etwas ungelenk. Julian Brandt schoss über das Tor (52.).

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Slavia, als Gruppenletzter bereits gescheitert, machte seine Sache weiterhin gut und ließ die Gastgeber immer spüren, dass es bei Kontern gefährlich ist. Daher warf der BVB auch nach einer Stunde noch nicht alles nach vorne, zu hoch war das Risiko, nach Ballverlusten kalt erwischt zu werden.

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Aus der Kontrolle heraus jedoch tat sich die "Zockermannschaft" Dortmund schwer, viele Kombinationen begannen im Stand, die wenigen Gegenangriffe wurden nicht konsequent ausgespielt. Brandts 2:1 ins kurze Eck nach perfektem Steilpass Sanchos war eine Erlösung.

Und wieder hieß es: Was macht Inter? Die Italiener trafen zweimal, aber beide Tore wurden wegen Abseitsstellungen aberkannt. Dann sorgte Barcas Supertalent Ansu Fati (87.) drei Minuten nach seiner Einwechslung mit seinem Treffer zum 2:1 für die Katalanen endgültig für Ekstase.

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