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Der FC Bayern zeigt gegen Olympique Lyon defensive Schwächen, siegt aber souverän. Die internationale Presse überschüttet den deutschen Rekordmeister mit Lob.

Selbst die französischen Medien schwärmten vom Auftritt von Doppeltorschütze Serge Gnabry beim 3:0-Erfolg von Bayern München im Champions-League-Halbfinale gegen Olympique Lyon in Lissabon.

"Gnabry hat Lyon den Boden unter den Füßen weggezogen", schrieb Ouest France.

L'Equipe meinte: "Drei Schüsse, zwei Tore: Serge Gnabry war effizient, wenngleich seine Mannschaft in Schwierigkeiten war." Le Parisien resümierte: "Für die Bayern war Lyon nur ein Genusshappen."

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Der italienische Corriere della Sera urteilte: "Er hat zwar nicht die Qualität von Neymar, noch die Kraft von Mbappé, doch Gnabry ist der Schlüssel, der Bayern den Einzug ins Champions-League-Finale ermöglicht hat."

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Die spanische Zeitung AS konstatierte: "Dieses Bayern ist ein Wirbelwind, der überall wo er vorbeizieht Zerstörung hinterlässt." Marca freut sich auf das Endspiel zwischen den Bayern und Paris St. Germain: "Die deutsche Dampfwalze gegen das PSG von Neymar und Mbappe."

Die internationalen Pressestimmen im Überblick:

Frankreich

L'Equipe: "Drei Schüsse, zwei Tore: Serge Gnabry war effizient, wenngleich seine Mannschaft in Schwierigkeiten war. Der Traum von Lyon ist geplatzt. Sie werden im nächsten Jahr nicht europäisch sein."

Ouest France: "Zunächst wurden die Bayern von Lyon durchgeschüttelt. Aber dann setzte sich die Logik durch, die verpassten Anfangschancen wird Lyon noch lange bedauern. Dann hat Gnabry Lyon den Boden unter den Füßen weggezogen."

Le Parisien: "Bayern schenkt sich sein Traumfinale. Das Match Frankreich-Deutschland geht am Sonntag weiter. Für die Bayern war Lyon nur ein Genusshappen."

Le Monde: "Das europäische Spiel ist aus. Nach Juventus und Manchester City erwiesen sich die Bayern als zu große Hürde. Lyon wurde glatt geschlagen von Münchnern mit unwiderstehlicher Effizienz."

Le Figaro: "Lyon war nicht kaltschnäuzig genug. Die erste Viertelstunde gehörte OL, aber dann war die Stufe doch zu hoch für sie. Zur Halbzeit stand Lyon am Rande des Abgrundes, aber Bayern begnügte sich damit, den Vorsprung zu verwalten - außer Lewandowski kurz vor Schluss."

Italien

Gazzetta dello Sport: "Die Bayern ziehen mit einem Koffer voller Enthusiasmus und Optimismus ins CL-Finale ein. De facto sind sie die Favoriten. Trotz einiger untypischer Fehler Lewandowskis gegen Lyon hat Bayern die besten Chancen, den Titel zu erobern."

Corriere dello Sport: "Ein Doppelpack von Gnabry mit seiner beeindruckenden Natürlichkeit beflügelt den FC Bayern. Das letzte Wort hat wie immer Torschütze Lewandowski, der den Rekorden Cristiano Ronaldos nachjagt und von der Champions-League-Trophäe träumt. 

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Tuttosport: "Bayern-PSG, ein großes Finale! Flick stoppt den wunderbaren Erfolgskurs Lyons und erkämpft sich das Finale am Sonntag. Ein außerordentlicher Doppelpack Gnabrys entscheidet das Spiel schon in der ersten Halbzeit."

Corriere della Sera: "Er hat zwar nicht die Qualität von Neymar, noch die Kraft von Mbappé, doch Gnabry ist der Schlüssel, der Bayern den Einzug ins Champions-League-Finale ermöglicht. Er versenkt Lyon schon in der ersten Halbzeit, Lewandowski rundet das Ergebnis ab. Bayern ist eine solide, geschlossene und gut organisierte Mannschaft, die das Triple des Jahres 2013 wiederholen kann."

La Repubblica: "Nachdem Lyon Juventus und Manchester City aus dem Turnier ausgeschlossen hat, verfehlt die Mannschaft von Rudy Garcia einen weiteren Höhenflug. Gegen die große Qualität der Bayern bricht Lyon zusammen."

Spanien

Marca: "PSG-Bayern - das Traumfinale. Die Deutschen waren Lyon überlegen. Bayern ist eine offensive Dampfwalze, man hatte das Gefühl, wenn sie das Tempo angezogen haben, hätten sie jederzeit wieder treffen können. Trotzdem waren die Bayern hinten gelegentlich anfällig, insbesondere in der Anfangsphase. Trotz des Resultats war es ein ordentliches Spiel der Franzosen. Solche Chancen darf man gegen ein Bayern München nicht vergeigen. Weltklassetor von Gnabry. Ein Wahnsinnsfinale: Die deutsche Dampfwalze gegen das PSG von Neymar und Mbappe."

AS: "Bayern verzeiht nichts. Sie treffen jetzt im Finale auf PSG, nachdem sie ein Lyon ohne Zielwasser abgeschossen haben. Lyon verzeiht, Bayern nicht. Bayern ist menschlich. Die deutsche Mannschaft wird gegen PSG um den Titel kämpfen dank der Tore von Gnabry und Lewandowski gegen einen guten Gegner mit Abschlusspech. Dieses Bayern ist ein Wirbelwind, der überall, wo er vorbeizieht Zerstörung hinterlässt. Das letzte Opfer der bayerischen Killer war ein mutiges Lyon. Allerdings hat der deutsche Goliath auch eine Achillesferse, dieses Defizit befindet sich im Rücken von Alaba und Boateng."

Sport: "Gnabry führt Bayern ins Finale. Fast ohne es zu wollen. Bayern kommt ins Finale mit angezogener Handbremse. Nur noch ein Spiel bis zum Triple. Bayern brauchte keine Topleistung, um Lyon wegzuhauen. Lyon kloppt sein gutes Spiel aufgrund des fehlenden Torabschlusses in die Tonne. Bayern kann sich gegen Lyon solche Unachtsamkeiten erlauben, gegen PSG nicht. Gnabry weckte die schlafenden Bayern der Anfangsphase mit seinem tollen Tor auf. Wir können uns auf ein geiles Finale einstellen."

El Mundo Deportivo: "Gnabry und Lewandowski führen Bayern ins Finale gegen PSG. Bayern ließ keine Überraschung zu. Es gibt im Fußball ein ungeschriebenes Gesetz, wonach derjenige, der verzeiht, stirbt. Lyon musste für seine Fehler in der Anfangsphase teuer bezahlen. Lyon schaffte es nicht, sich nach dem ersten Tor Gnabrys zu erholen. Kaum zu glauben, was für Chancen Lewandowski versemmelt hat. Davies war wieder mal ein Blitz auf dem Spielfeld. Jetzt steht das Gigantenduell am Sonntag gegen PSG an. Dann muss Bayern aber nochmal einen Zahn zulegen."

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mit Sport-Informations-Dienst (SID)

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