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Nur einen Tag nach dem Ausscheiden aus der Champions League hat Juventus Turin Trainer Maurizio Sarri den Laufpass gegeben. Sarris Nachfolger ist ein früherer Weltstar.

Bei der Suche nach einem Nachfolger von Trainer Maurizio Sarri hat sich Juventus Turin eine spektakuläre Lösung einfallen lassen.

Wie Juve am Samstagabend offiziell verkündete, bekommt kein Geringerer als Andrea Pirlo den Trainerposten bei der Alten Dame. Pirlo war erst vor zehn Tagen als neue U23-Coach vorgestellt worden und hätte das Team in der Serie C, der dritthöchsten italienischen Liga, betreuen sollen.

Durch die Entlassung von Sarri änderte sich nun aber dieser Plan: Gleich in seinem ersten Trainerjob wird Pirlo ins kalte Wasser geworfen.

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Der 116-malige Nationalspieler stand zwischen 2011 und 2015 bei den Bianconeri als Spieler unter Vertrag und holte in dieser Zeit viermal den Meistertitel. Er erhält einen Vertrag bis zum 30. Juni 2022. 

"Er ist prädestiniert für den Job als Juve-Trainer" sagte Sportdirektor Fabio Paratici über den 41-Jährigen. "In seinem Kopf hat er alles, um es zu schaffen. Er ist ein Mann, der bei uns war, der mit uns gespielt hat, der immer mit uns in Kontakt war."

Sarri verlor den Rückhalt im Team

Einen Tag nach dem Champions-League-Aus im Achtelfinale gegen Olympique Lyon hatte die Klubführung um Präsident Andrea Agnelli die Konsequenzen aus einer Saison gezogen, die trotz des neunten nationalen Meistertitels in Folge wesentlich von internen Reibereien geprägt war.

"Der Verein möchte dem Trainer dafür danken, dass er mit dem neunten Scudetto in Serie eine neue Seite im Geschichtsbuch von Juventus geschrieben hat", gab der Verein Sarri am Samstagnachmittag in einem kurzen Statement mit. "Das war der Höhepunkt einer persönlichen Reise, die ihn dazu geführt hat, alle Gipfel des italienischen Fußballs zu erklimmen."

Sarri hatte in den letzten Monaten den Rückhalt seiner Spieler um Superstar Cristiano Ronaldo zunehmend verloren.

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Dennoch hatte er sich Hoffnungen gemacht, weiterhin am Ruder bleiben zu dürfen. "Ich habe einen Vertrag und ich werde ihn respektieren", sagte Sarri, dessen Kontrakt noch bis 2022 läuft, auf der Pressekonferenz nach dem 2:1-Rückspielsieg gegen Lyon.

"Ich denke nicht, dass Führungskräfte auf diesem Niveau ihre Entscheidung auf der Grundlage nur eines Spiels treffen werden."

Agnelli: "Bittersüßes Ende" der Saison

Klubboss Agnelli hatte noch am Freitagabend von einem "bittersüßen Ende" der Saison gesprochen.

"Mit der neunten Meisterschaft in Serie haben wir ein fantastisches Kapitel Fußballgeschichte mit Maurizio Sarri geschrieben. In der Champions League ist es für uns, für die Spieler, für die Fans aber enttäuschend."

Juve werde einige Tage brauchen und dann "eine Gesamtbewertung vornehmen". Diese hat nun schneller als erwartet ein konkretes Ergebnis hervorgebracht.

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