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Brasilien steht als erstes Team im Halbfinale der Copa América. Dabei tut sich der Gastgeber gegen Paraguay lange schwer und siegt erst im Elfmeterschießen.

Brasilien darf beim Heim-Turnier weiterhin vom neunten Gewinn der Copa América träumen.

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Die Selecao setzte sich im Viertelfinale der Südamerikameisterschaft vor den Augen des verletzten Neymars gegen Paraguay mit 4:3 im Elfmeterschießen durch und steht damit erstmals seit dem Triumph 2007 wieder im Halbfinale.

Dabei tat sich der Favorit über weite Strecken des Spiels schwer und das, obwohl Paraguay ab der 58. Minute mit einem Mann weniger auf dem Feld auskommen musste. Nach einem Foul von Fabián Balbuena an Robert Firmino unmittelbar vor der Strafraumlinie zeigte Schiedsrichter Roberto Tobar (Chile) auf den Punkt.

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Firmino vergibt im Elfmeterschießen kläglich

Nach Sichtung des Videobeweises revidierte der Unparteiische seine Entscheidung zwar und entschied lediglich auf Freistoß, zeigte dem Verteidiger von West Ham United - zu dessen Entsetzen - allerdings die Rote Karte. In der 90. Minute vergab Willian mit einem Pfostenschuss die beste Gelegenheit des Spiels.

Das anschließende Elfmeterschießen, eine Verlängerung findet erst ab der Vorschlussrunde statt, wurde dann zu einer echten Nervenschlacht. Zunächst parierte Alisson Becker (Brasilien) den Versuch von Gustavo Gomez, kurz darauf setzte Firmino seinen Schuss weit neben das Tor. Da aber auch Derlis Gonzalez die Nerven versagten, zog Brasilien schlussendlich als glücklicher Gewinner ins Halbfinale ein.

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In diesem trifft die Mannschaft von Adenor Leonardo Bacchi am 3. Juli auf den Sieger der Partie zwischen Argentinien und Venezuela.

Mumpsalarm im Kader der Brasilianer

Vor dem Viertelfinale hatte ein Mumpsfall im Kader Gastgeber für große Aufregung gesorgt. Nur wenige Stunden vor dem Duell gegen Paraguay war bei Stürmer Richarlison die ansteckende Virusinfektion diagnostiziert worden. Um einen Ausbreitung der Kinderkrankheit im Selecao-Kader zu verhindern, werden nun vor dem Halbfinale am Dienstag alle Spieler zur Sicherheit nachgeimpft.

Richarlison hatte noch bis vergangenen Mittwoch alle Trainingseinheiten beschwerdefrei mitgemacht, wurde nach der Diagnose am Donnerstag jedoch umgehend in seinem Einzelzimmer isoliert.

Der 22-Jährige vom englischen Premier-League-Klub FC Everton stand in den ersten beiden Gruppenspielen des Rekordweltmeisters gegen Bolivien (3:0) und Venezuela (0:0) in der Anfangsformation, verlor danach aber seinen Stammplatz.

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