Völler: Das nimmt Kovac keiner übel
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Rudi Völler hat eine Idee, wie die Bayern im DFB-Pokal-Halbfinale zu schlagen sind. Leverkusens Sportdirektor äußert auch Verständnis für Niko Kovac.

Die Spannung steigt: Am Dienstag kommt es im DFB-Pokal-Halbfinale zum Kracherduell zwischen Bayer Leverkusen und dem FC Bayern München (ab 20.45 Uhr im LIVETICKER).

Leverkusens Sportdirektor Rudi Völler war zwar nicht begeistert über das Los, glaubt aber an sein Team. "Wenn man die Chance hat, die Bayern an einem guten Tag zu schlagen, dann meistens bei einem Heimspiel", sagte Völler im SPORT1-Interview. Leverkusen müsse aber "ein fast perfektes Spiel abrufen, um die Sensation zu schaffen."

Form macht Völler Hoffnung

Völler weiß, worauf es ankommen wird. "Hinten drin stehen macht gegen die Bayern keinen Sinn, weil sie dich irgendwann knacken mit ihren Chancen. Wichtig ist: Viel attackieren, früh stören, aber nicht ins offene Messer laufen", sagte der 58-Jährige: "Fehler werden die Bayern gnadenlos bestrafen."

Hoffnung machen Völler Bayers aktuelle Verfassung mit zuletzt zwei 4:1-Siegen gegen direkte Europa-Konkurrenten sowie die zwei Auftritte in der Liga gegen München, auch wenn diese jeweils mit 1:3 verloren gingen: "Da haben wir es ordentlich gemacht und viel Lob bekommen."

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Verständnis für Kovac

Völler äußerte sich auch zum Wechsel von Trainer Niko Kovac von Eintracht Frankfurt zum FC Bayern. "Für mich war es jetzt nicht die ganz große Überraschung", erklärte er: "Ich freue mich für ihn, dass er so eine Herausforderung annimmt. Wenn du von den Bayern ein Angebot bekommst, dann kannst du schon mal zusagen."

SPORT1-Reporter Thomas Herrmann (l.) traf Rudi Völler zum Interview
SPORT1-Reporter Thomas Herrmann (l.) traf Rudi Völler zum Interview © SPORT1

Der brisante Zeitpunkt der Bekanntgabe sei nicht schön, "aber da muss man durch. Da kochten natürlich die Emotionen hoch, aber das beruhigt sich dann auch wieder. Ich habe das selbst schon erlebt, wenn ich etwas rausgehauen habe."

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"Am Ende des Tages wird dem Niko keiner übel nehmen, dass er das Angebot der Bayern angenommen hat", meint Völler. "Bei Eintracht Frankfurt wird es auch weitergehen, weil dort gute Arbeit abgeliefert wird."

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