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Berlin - Beim FC Bayern betonen Spieler und Trainer die Wichtigkeit des DFB-Pokalsiegs. RB Leipzig hadert mit den vergeblichen Möglichkeiten. Die Stimmen zum Spiel.

Was für ein Finale! Der FC Bayern besiegt RB Leipzig mit 3:0 und gewinnt den DFB-Pokal. Das Team von Trainer Niko Kovac gewann damit das erste Mal seit 2016 wieder das Double. (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

Alles zum Pokalfinale und den Feierlichkeiten auch am Sonntag, um 11 Uhr im CHECK24 Doppelpass und um 14.30 Uhr im Volkswagen Pokalfieber LIVE im TV auf SPORT1

Robert Lewandowski erzielte einen Doppelpack in einem Spiel, das deutlich knapper war, als es das Ergebnis vermuten lässt. (Alle Ergebnisse des DFB-Pokals

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SPORT1 fasst die Stimmen zum Spiel von Sky, aus ARD und Mixed Zone zusammen.

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Niko Kovac (Trainer FC Bayern):  "Wir waren letztes Jahr kein Favorit, heute waren wir leichter Favorit. Ich muss den Leipzigern ein Kompliment aussprechen. Letztes Jahr habe ich einen Verein verlassen, da war es etwas emotionaler. Dieses Jahr sind die Emotionen nicht so groß, aber natürlich bin ich auch sehr froh."

... über Manuel Neuer: "Manu hat uns zweimal sehr gut im Spiel gehalten. Aber unter dem Strich ist der Sieg verdient."

... über die Fans: ​"Was die letzte Woche und auch heute mit meiner Person passiert ist macht mich stolz und froh. Ich habe mich einfach bedankt. Wir hatten in der Hinrunde Probleme und sind wiedergekommen. Dafür danke an die Spieler und an die Fans, dass sie insbesondere in den letzten beiden Spielen meinen Namen in den Mund genommen haben."

... über seine Megafon-Ansprache an die Fans: "Ich wurde aufgefordert und habe mich bedankt, dass sie uns auch in einer schwierigen Zeit die Stange gehalten haben. Titel holt man nur, wenn man eine Symbiose zwischen Mannschaft und Fans hat. Habe mich auch von Herzen bedankt, dass sie mich in schweren Zeiten unterstützt haben."

... über Corentin Tolisso: "Ich freue mich für Coco ungemein. Er hat eine Leidenszeit hinter sich und war zuletzt enttäuscht, dass er ab und zu nicht im Kader war. Er hat eine sehr gute Trainingswoche hingelegt. Ich habe auch überlegt, ob ich ihn von Beginn an bringe. Deswegen hat er sich mit Renato mit der Mannschaft zu Beginn warmgemacht. Er war zweikampfstark und spritzig. Nächste Saison hat er wieder die Chance, anzugreifen."

... über die Kritik am Champions-League-Aus: "Ich muss sagen, Liverpool war an dem Tag besser, wir hatten einige Verletzte."

... auf die Frage, ob er im Herbst an das Double geglaubt habe: "Wenn ich ja sagen würde, würden Sie sagen: Jetzt dreht er völlig am Zeiger. Wir waren weit hinten, die Mannschaft hat Großartiges geleistet. Das Spiel gegen Benfica Ende November (5:1) war der Turnaround, seitdem haben wir zwei Spiele verloren. Man muss immer dran glauben. Ich bin ein Optimist, kein Träumer. Aber wenn Sie aufgeben, werden Sie es nie schaffen. Das ist die Stärke dieser Mannschaft, dieses Klubs und meine Charaktereigenschaft, dass ich nie aufgebe – so schwer es auch war."

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... über seine Zukunft beim FC Bayern: "Man muss die Ruhe bewahren. Ich weiß, dass es nicht einfach ist im Trainergeschäft. So ein Titel ist schön, aber ich nehme mich da raus, ich bin nur ein Teil des Teams. Die Serie, die wir gestartet haben, spricht für die Mannschaft und ihre Qualität. Wir sind alle Menschen und müssen schauen, dass wir miteinander auskommen. Kritik ist okay. Ich habe ja auch Informationen von innen, aber ich kann nicht immer alles raushauen. Aufgabe ist der erste Weg zu scheitern. Deswegen gibt es das bei mir nicht." 

... über den Konkurrenzkampf in der Zukunft: "Mit dem BVB und Leipzig werden in der Zukunft zwei Mannschaften um Titel kämpfen. Da wächst etwas heran. Wir müssen sie ernst nehmen."

... über die kommenden Wochen: "Ich bin froh, dass das Jahr ein Happy End genommen hat. Es war eine anstrengende Saison. Wir brauchen jetzt mal zwei, drei Wochen, um herunterzukommen. Dann werden wir die neue Saison vorbereiten."

Karl-Heinz Rummenigge (Vorstandsvorsitzender FC Bayern): "Das war eine kuriose Saison. Aber ich denke, in der Rückrunde hat die Mannschaft erfolgreichen, großartigen Fußball gespielt. Vom FCB werden immer Titel erwartet, in dieser einen Woche ging es um alles. Die Mannschaft hat das wirklich großartig gemacht, hat Weltklasse-Tore gemacht."

... über Niko Kovac: "Wir haben das nie infrage gestellt. Am Ende des Tages müssen wir Titel holen, da ist der Trainer ein wichtiger Bestandteil. Es hat keiner infrage gestellt und es war für uns auch kein Thema, dass er bei der Laufzeit des Vertrages kein Trainer mehr wäre."

Manuel Neuer (FC Bayern): "Ich war hoch motiviert, war im Training schon bereit. Es war eine Punktlandung, dass ich spielen konnte. Besser hätte man das Drehbuch nicht schreiben können."

...über Robben, Ribéry und Rafinha: "Wir haben geplant, das Double zu feiern. Die drei Spieler sind ein sehr wichtiger Teil des FC Bayern der letzten zwölf Jahre. Ohne sie hätte der Verein diese Erfolge nicht feiern können."

Thomas Müller (FC Bayern): "Das kann man ja sehen, dass das nicht irgendein Sieg für uns war. Das ist ein emotionaler Tag für uns. Wir haben nochmal alles rausgehauen. Es ist überwältigend. Hut ab vor den Jungs."

... über die Verwirrung der Trikotfarben:  "Ich fand die Ansetzung schon vor dem Spiel etwas komisch. Für die Schiedsrichter war es sicher nicht ganz einfach."

Franck Ribéry (FC Bayern): "Es war eine spezielle Woche. Letztes Wochenende war es schon besonders, und auch heute wieder. Was ich hier erlebt habe, werde ich nie vergessen. Ich bin stolz auf mich, was ich in meiner Karriere mit Bayern erreicht habe. Es war eine tolle Zeit über zwölf Jahre."

... über seine Zukunft: "Jetzt geht es in den Urlaub. Danach müssen wir mal schauen, was es für Optionen gibt." 

Arjen Robben (FC Bayern): "Es war ein ganz besonderes Spiel, aber natürlich musst du dich auch normal vorbereiten Es ist super schön, aber auch ein komisches Gefühl. Als ich hereinkam, war das Spiel noch nicht gelaufen, du musst hochkonzentriert ins Spiel gehen. Nach dem 3:0 war es gelaufen, dann kannst du ein bisschen mehr genießen. Jetzt noch einmal feiern und dann weiß ich nicht, was passiert. Ich glaube ich muss erst noch realisieren, dass alles vorbei ist. Das braucht vielleicht ein paar Tage."

Corentin Tolisso (FC Bayern): "Ich habe geweint. Ich konnte so lang nicht spielen und habe hart dafür gearbeitet zurückzukommen. Heute habe ich endlich wieder gespielt und wir haben gewonnen. Das war sehr emotional."

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Ralf Rangnick (Trainer RB Leipzig): "Die Enttäuschung ist groß, denn wir hätten das Spiel nicht verlieren brauchen. Wir waren in den ersten 30 Minuten dominierend und haben es nur versäumt, in Führung zu gehen. Dann haben wir das Gegentor bekommen und bei uns gingen die Köpfe etwas runter. Wir haben drei Riesenchancen herausgespielt. Die haben wir nicht genutzt und dann wird es schwierig gegen die Bayern. Aber es war über weite Strecken ein Duell auf Augenhöhe – das macht die Niederlage umso bitterer."

Yussuf Poulsen (RB Leipzig): "Ein bitterer Tag. Wir haben es phasenweise richtig gut gemacht. Wir haben unsere Chancen nicht gemacht, hatten auch das Matchglück nicht. Wenn man die nicht macht, geht man gegen Bayern als Verlierer vom Platz. Am Ende haben sie gewonnen. In der ersten halben Stunde müssen wir in Führung gehen. Wenn Du dann ein Gegentor kriegst, wirst Du aus dem Rhythmus gebracht."

Oliver Mintzlaff (Geschäftsführer RB Leipzig): "Jetzt ist schon eine große Enttäuschung da. Wenn du hier bist, willst du gewinnen. Wir hatten starke erste 30 Minuten, in denen wir in Führung gehen müssen. Nach dem ersten Gegentor waren wir ein bisschen verunsichert. Am Ende ist es eine verdiente Niederlage. Wir sind alle Sportler, da gibt es jetzt auch eine sachliche Analyse. Es war eine tolle Saison, wir haben das Pokalfinale erreicht, sind in die Champions League eingezogen, aber jetzt überwiegt die Enttäuschung. Wenn wir ein, zwei Nächte darüber geschlafen haben, machen wir einen Haken hinter diese fantastische Saison."

Peter Gulacsi (RB Leipzig): "Am Ende haben die Bayern verdient gewonnen. Wir hatten trotzdem unsere kleinen Chancen. Wir sind momentan noch enttäuscht, das ist schwer zu verkraften. Es war ein großer Tag für unseren Verein RB Leipzig, am Ende hat es leider nicht geklappt."

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