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Düsseldorf - Borussia Dortmund zieht im DFB-Pokal in die zweiten Runde ein. Marco Reus erlöst den BVB gegen den KFC Uerdingen - bekommt den Ball dabei allerdings an die Hand.

Beim emotionalen Wiedersehen mit Kevin Großkreutz verteilte Borussia Dortmund keine Geschenke. Zugleich hatte der BVB beim Führungstreffer von Marco Reus das Glück auf seiner Seite.

Die Mannschaft von Trainer Lucien Favre besiegte den Drittligisten KFC Uerdingen verdient mit 2:0 (0:0) und zog zum 14. Mal in Folge in die zweite Runde des DFB-Pokals ein. (Spielplan des DFB-Pokals)

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Kapitän Reus (49.) sorgte gegen den Pokalsieger von 1985 für die Führung, Torjäger Paco Alcácer (70.) legte nach. (Das Spiel zum Nachlesen im TICKER)

Reus beim Tor mit der Hand am Ball

Reus hatte bei unmittelbar vor seinem Treffer allerdings den Ball bei der Annahme mit dem Oberarm berührt. Das Schiedsrichtergespann um Sascha Stegemann übersah diese Szene allerdings. Gemäß den seit dieser Saison geltenden Regeln hätte der Treffer nicht zählen dürfen, da im DFB-Pokal aber erst ab dem Viertelfinale ein Videoassistent zum Einsatz kommt, hatte der Dortmunder Treffer Bestand.

Reus gestand hinterher am SPORT1-Mikrofon: "Wenn ich das so sehe, ist es Handspiel." Großkreutz machte dem Schiedsrichter aber keinen Vorwurf. "Da kann man Hand pfeifen. Das ist ein 50:50-Ding."

Auch KFC-Trainer Heiko Vogel bewertete die Szene wie sein Schützling. "Ich habe erst im Nachhinein erfahren, dass es wohl ein Handspiel war. Die Schiedsrichter haben einen superschweren Job", sagte Vogel.

SPORT1-Experte Stefan Effenberg meinte: "Er bekommt den Ball auf den Arm. Aber kein Uerdinger hat sich aufgeregt, da sollten wir auch kein Fass aufmachen. Das Ding hat das Spiel nicht entschieden."

Großkreutz gleich im Fokus

Der langjährige Borusse Großkreutz stand vor 32.110 Zuschauern auch direkt im Mittelpunkt. Nach einem Kopfball von Lukasz Piszczek rettete der Weltmeister von 2014 ebenfalls per Kopf auf der eigenen Linie (5.).

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In der Folge tat sich der BVB sechs Tage nach dem Supercupsieg gegen den deutschen Rekordmeister Bayern München (2:0) aber schwer.

Gegen die beiden Viererketten der Gastgeber fand der Favorit nur selten eine Lücke. Die Uerdinger kämpften aufopferungsvoll, warfen sich in die Schüsse und hatten in Lukas Königshofer einen starken Rückhalt. Der Torhüter parierte gegen Mats Hummels (15.), Paco Alcácer (28.) und Jadon Sancho (45.) stark.

Hummels' Patzer leitet Großchance ein

Fast wäre der viermalige Pokalsieger, der kurzfristig auf Raphael Guerreiro (Muskelverletzung) verzichten musste, sogar mit einem Rückstand in die Pause gegangen. Rückkehrer Hummels unterlief ein dicker Fehler, und Osayamen Osawe stürmte alleine auf BVB-Schlussmann Marwin Hitz zu - doch dem Angreifer versagten die Nerven. Osawe schob den Ball deutlich vorbei (38.).

Neben Hummels, dessen Schuss in der 39. Minute sein Ziel knapp verfehlte, standen auch die Neuzugänge Nico Schulz und Thorgan Hazard in der Startformation. Mario Götze saß wie im Supercup zunächst erneut nur auf der Bank.

Ins Spiel des Vizemeisters, der am Freitag seinen aufgeblähten Kader durch die Abgänge von Shinji Kagawa (Real Saragossa) und Maximilian Philipp (Dynamo Moskau) verschlankt hatte, kam nach der Pause mehr Bewegung.

Reus-Tor erlöst den BVB

Der Tabellenelfte der 3. Liga war zwar weiter darum bemüht, die Räume eng zu machen, aber der BVB agierte nun zielstrebiger und belohnte sich schnell: Nach einem Zuspiel von Manuel Akanji traf Reus aus kurzer Distanz, Großkreutz kam zu spät.

Mit der Führung im Rücken dominierten die Gäste nach Belieben und sorgten durch einen von Paco Alcacer sehenswert verwandelten Freistoß für die Entscheidung.

Großkreutz hatte in seinen sechs Jahren beim BVB zwei Meisterschaften und einmal den Pokal gewonnen. Das Wiedersehen mit seiner großen Liebe hatte er als "emotionalstes Spiel seit langer Zeit" bezeichnet - ohne Happy End für ihn.

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