Lesedauer: 3 Minuten
teilenE-MailKommentare

Nach der Blamage beim 1. FC Saarbrücken im DFB-Pokal wird es für Trainer Achim Beierlorzer ungemütlich. Nun steht auch noch das Derby vor der Tür.

Mehr als 40 Fans hatten sich am Mittwoch nicht ans Geißbockheim verirrt. Und obwohl die Lage beim Auslaufen der Reservisten eigentlich ruhig war, platzte einem Anhänger des 1. FC Köln am Tag nach der Blamage doch der Kragen.

Stürmer Simon Terodde hätte bei der Pokalpleite beim Viertligisten 1. FC Saarbrücken (2:3) von Anfang an spielen müssen, schimpfte der Mann in Richtung des angezählten Achim Beierlorzer.

Ähnliche Szenen könnten sich schon bald häufen. Denn Beierlorzer scheint in der laufenden Saison der erste Trainer in der Bundesliga zu sein, dessen Stuhl wackelt.

Anzeige

Nach dem desolaten Auftritt des Drittletzten in der saarländischen Provinz braucht der erst im Sommer zum Aufsteiger gekommene Coach am Sonntag bei Fortuna Düsseldorf (ab 15.30 Uhr im SPORT1-LIVETICKER) unbedingt ein Erfolgserlebnis.

Nach SPORT1-Informationen sitzt Beierlorzer im Krisen-Derby in Düsseldorf auf jeden Fall noch auf der Bank.

Alle Video-Highlights der 2. Runde im DFB-Pokal in der SPORT1-Mediathek und in der SPORT1 App

Beierlorzer: Habe kein Verständnis für die Mannschaft

Diesen Druck gab der 51-Jährige im Anschluss an die Pleite in Völklingen, wo die Saarbrücker aufgrund der Umbauarbeiten am heimischen Ludwigsparkstadion derzeit ihre Heimspiele austragen, erst einmal an die Profis weiter. "Ich habe kein Verständnis für Mannschaft. Ich bin maßlos enttäuscht", sagte der gebürtige Erlanger: "Wir müssen die Finger in die Wunde legen. So kann es nicht gehen."

Jetzt das aktuelle Trikot des 1. FC Köln bestellen - hier geht's zum Shop! | ANZEIGE

Tatsächlich ging bei den Kölnern so gut wie gar nichts. Vor 6800 Zuschauern im ausverkauften Hermann-Neuberger-Stadion war der Spitzenreiter der Regionalliga Südwest über weite Strecken der Partie die bessere Mannschaft.

Der Ex-Kölner Christopher Schorch (53.), Gillian Jurcher (57.) und Tobias Jänicke (90.) brachten das mit ihren Toren auf die Anzeigetafel.

Dass die Kölner trotz des Ausgleichs durch die Tore ihres in Saarbrücken geborenen Kapitäns Jonas Hector (71.) und des eingewechselten Terodde (84.) am Ende dennoch als Verlierer vom Platz gingen, kann nur als Armutszeugnis für einen Erstligisten gewertet werden. Das sah wohl auch Sport-Geschäftsführer Armin Veh so.

Veh schweigt - am Sonntag steht das Krisen-Derby an

Der frustrierte Manager, dessen Verbleib am Rhein über das Saisonende hinaus völlig offen ist, verließ ohne Kommentar den Ort der Demütigung.

Erlebe bei MAGENTA SPORT mit Sky Sport Kompakt alle Sky Konferenzen der Fußball-Bundesliga live! | ANZEIGE

So still dürfte Veh bei einer weiteren Niederlage am Sonntag nicht bleiben. Dann sind seine Aussagen zur Zukunft des Trainers gefragt. Beierlorzer weiß, was auf dem Spiel steht. "Beide Mannschaften haben sieben Punkte. Das wird ein absolutes Duell auf Augenhöhe. Wir wissen, was in Düsseldorf auf uns zukommen wird", äußerte der Coach: "Wir können am Sonntag nicht mit Jammern und Wehklagen unterwegs sein."

Meistgelesene Artikel

Da seine verunsicherten Schützlinge auch für ihn die Kohlen aus dem Feuer holen müssen, versuchte es Beierlorzer bereits am Ende des verkorksten Pokalabends mit Seelenmassage. "Es ist ganz wichtig, dass man durch Niederlagen nicht kleiner wird", sagte der Franke: "Wir müssen hart mit uns ins Gericht gehen, aber dann in Düsseldorf voller Selbstvertrauen auflaufen - es gibt keine Alternative dazu."

Das gilt allerdings nicht für den Trainer. Für den gibt es immer eine Alternative.

Nächste Artikel
previous article imagenext article image