vergrößernverkleinern
Dragoslav Stepanovic war von 1991 bis 1993 Trainer von Eintracht Frankfurt
Dragoslav Stepanovic war von 1991 bis 1993 Trainer von Eintracht Frankfurt © SPORT1
Lesedauer: 4 Minuten
teilenE-MailKommentare

Frankfurt am Main - Dragoslav Stepanovic fiebert dem Pokal-Kracher gegen RB Leipzig entgegen. Der früherer Trainer von Eintracht Frankfurt gibt im SPORT1-Interview seine Prognose ab.

Er prägte nach dem verpassten Meistertitel mit Eintracht Frankfurt 1992 den legendären Spruch "Lebbe geht weider", noch immer verfolgt der früherer Trainer Dragoslav "Stepi" Stepanovic seine Eintracht.

Vor dem Achtelfinale im DFB-Pokal gegen RB Leipzig spricht der 71-Jährige im SPORT1-Interview über den bisher wechselhaften Saisonverlauf, die Gründe für den guten Rückrundenstart und seine Prognose für das Achtelfinale.

DFB-Pokal LIVE: Der Kracher Eintracht Frankfurt gegen RB Leipzig, Dienstag ab 17.30 Uhr im TV auf SPORT1

Anzeige

SPORT1: Herr Stepanovic, wie verfolgen Sie die Eintracht? Sind sie häufig im Stadion?

Dragoslav Stepanovic: Bei Heimspielen bin ich immer dabei. Um jedes Auswärtsspiel mitzunehmen bin ich mittlerweile zu alt. Letzte Saison haben wir wunderbar gespielt. Diese Saison haben wir noch nicht richtig reingefunden, das ist aber normal, bei den Abgängen. Drei Stürmer die 58 Tore geschossen haben, fehlen uns. Ich gehe aber davon aus, dass Hütter wieder eine Möglichkeit findet, erfolgreich zu sein und uns Freude zu bereiten.

SPORT1: Hätte man dann im Winter aber nicht zuschlagen müssen, gerade in der Offensive?

Stepanovic: Wenn man Geld hätte (lacht). Aber im Sommer wurde ja auch schon investiert. Jetzt muss es diese Mannschaft eben richten. Im Winter verkauft kein Verein gerne Spieler, die er selbst für gut erachtet. Das würde die Konkurrenz stärken. Sehr wenige Spieler sind dann eben auf dem Markt, die man holen könnte.

Meistgelesene Artikel

Stepanovic erklärt Auf und Ab bei Eintracht Frankfurt

SPORT1: Bis zum 5:1-Sieg beim FC Bayern lief es für Frankfurt ja richtig gut. Dann kam jedoch der Einbruch – wie erklären Sie sich das?

Stepanovic: Es war ja immer so, dass die Eintracht Mannschaften, die oben stehen, geschlagen hat. Probleme entstanden gegen Teams, die unten stehen. Man hat das in Düsseldorf gesehen. Wenn das Last-Minute-Tor nicht fällt, dann läuft es wieder so. Man hat nach dem 5:1 auch nicht gedacht, dass wir Meister werden, oder um die Champions League mitspielen. An diesem Tag waren wir einfach die bessere Mannschaft. 

Alle Video-Highlights des Achtelfinals im DFB-Pokal ab Mittwoch 0.00 Uhr in der SPORT1-Mediathek und in der SPORT1 App

SPORT1: Zum Rückrundenstart gab es für die Adler zwei Siege und ein Unentschieden. Damit kann man zufrieden sein, oder?

Stepanovic: Hütter hat das System umgestellt, auf ein 4-4-2. In den ersten beiden Spielen hat man gesehen, dass so der Erfolg zurückkommen kann. Düsseldorf war die bessere Mannschaft, aber Glück braucht man auch.

Stepanovic: "RB Leipzig kann kommen"

SPORT1: Auf was muss die Eintracht jetzt im Pokal gegen RB Leipzig achten? (DFB-Pokal: Eintracht Frankfurt gegen RB Leipzig Di., 18.30 Uhr im LIVETICKER)

Stepanovic: Die haben tolle Spieler, das muss man sagen. Man muss Timo Werner stoppen, dann hat man eine Chance. Auf seine Schnelligkeit muss man achten. Leipzig hat ja erst hier in Frankfurt verloren. Die werden alles tun, um gegen Eintracht zu gewinnen. Wir sind aber gefestigt jetzt. RB Leipzig kann kommen!

SPORT1: Dieser 2:0-Sieg gegen Leipzig vor kurzem spielt innerhalb der Mannschaft bestimmt eine Rolle, oder?

Stepanovic: Natürlich, jeder Erfolg, egal ob groß oder klein, spielt eine große Rolle. Wenn man einen möglichen zukünftigen Meister der Bundesliga schlägt, dann ist das umso besser.

SPORT1: Wie weit geht es für die Eintracht im Pokal?

Stepanovic: Wir gewinnen 2:1 gegen Leipzig, aber weiter weiß ich noch nicht (lacht). Wenn man sieht, wie die Menschen hier in Frankfurt den Pokalsieg 2018 gefeiert haben, dann wünscht man sich sofort wieder ins Finale.

Nächste Artikel
previous article imagenext article image