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München - Saarbrückens Keeper Daniel Batz führte mit irren Auftritten seine Mannschaft sensationell ins DFB-Pokal Halbfinale. Bei SPORT1 spricht der Held über widrige Vorzeichen.

Er ist der Pokal-Schreck schlechthin: Daniel Batz. Der 29 Jahre alte Keeper des 1. FC Saarbrücken wurde als Elfmeter-Killer zur Hauptfigur des sensationellen Halbfinaleinzugs des Regionalligisten. Gegen Fortuna Düsseldorf im Viertelfinale hielt der Ex-Freiburger einen Strafstoß in der regulären Spielzeit und vier im Elfmeterschießen. Auch im Achtelfinale gegen den Karlsruher SC behielt der Pokalheld die Nerven. 

Für den 1. FC Saarbrücken könnte sich bereits alles wie im Rausch anfühlen. In der Regionalliga Südwest stehen die Saarländer mit sechs Punkten Vorsprung ganz oben. Der ehemalige Bundesligist könnte also bereits in die 3. Liga aufgestiegen sein - wenn das Coronavirus nicht dazwischengegrätscht hätte. Die Regionalliga steht wegen der Pandemie kurz vor dem Abbruch, was den möglichen Aufstieg wahrscheinlich zunichte macht. 

"Das löst ehrlicherweise schon Wehmut aus", gesteht Daniel Batz im Gespräch mit SPORT1. Theoretisch wäre es ja möglich, dass wir bereits als DFB-Pokalfinalist feststehen oder den Aufstieg klargemacht hätten. Man denkt schon darüber nach, wie es wäre jetzt mit den Fans und der Mannschaft zu feiern." 

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DFB-Pokal gegen Leverkusen neu angesetzt

Das hart erkämpfte DFB-Pokal-Halbfinale wird immerhin wohl stattfinden, insofern es die Behörden zulassen. Am Montag hat der DFB die Vorschlussrunde auf 9. bis 10. Juni neu terminiert.

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Gegen Bayer Leverkusen ist der Viertligist allein was die individuelle Klasse angeht natürlich auch unter normalen Umständen klarer Außenseiter. In Zeiten von Corona dürften die unterschiedlichen Vorzeichen vor der Partie noch unterschiedlicher sein.

Daniel Batz nimmt die Nachteile gelassen hin. Über die ausbleibende Heimspiel-Atmosphäre im Ausweichstadion in Völklingen meint der gebürtige Erlanger: "Das kann immer noch unser Vorteil sein. Es ist halt dann nur ein halbes kleines Stadion. Ohne Zuschauer wird es ungewohnt sein. Aber das gilt für beide Mannschaften." 

Weitere Nachteile: Während die Bundesliga und 2. Bundesliga am kommenden Wochenende ihren Spielbetrieb wieder aufnehmen wird, werden die Saarbrücker ohne Spielpraxis nach der langen Corona-Unterbrechung in das Spiel ihres Lebens gehen müssen.

"Das nimmt uns keiner mehr"

Elfer-Held Batz lässt sich jedoch auch davon nicht aus der Ruhe bringen: "Man geht jeden Tag ins Training, macht das so gut es geht und wie es die Behörden aktuell zulassen, versucht sich optimal darauf vorzubereiten. Alles andere wird sich dann zeigen."

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Wochenlang plagte das Sensations-Team die Ungewissheit, ob und wann es mit dem DFB-Pokal überhaupt weiter geht. Seit 21. April befindet sich die Mannschaft wieder im Training. Von da an hieß es: Vorbereitung auf den unbekannten "Tag X". Batz fuhr seine eigene Strategie, mit dieser Ungewissheit umzugehen. Von einem Keeper verlange man ohnehin immer: "Wenn der Moment kommt, muss man da sein. Deshalb sehe ich die Situation ähnlich, wie in den Spielen selbst." 

Beim Viertligisten überwiegt also trotz aller Nachteile die gute Nachricht, dass die Partie nun zumindest neu eingeplant ist. "Das wäre natürlich unfassbar schade, wenn das komplett abgebrochen wird", hofft Batz im Hinblick auf die Situation und den neuen Termin. Aber der Pokalheld weiß auch: Das Halbfinale "haben wir erreicht, das nimmt uns keiner mehr. Da sind wir stolz drauf und das wird auf jeden Fall so bleiben, egal was passiert." 

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