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Außenseiter Ulm wird zum Pokal-Schreck
Außenseiter Ulm wird zum Pokal-Schreck © Imago
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In der 1. Runde des DFB-Pokals sorgt der SSV Ulm gegen Erzgebirge Aue für eine Pokal-Sensation, während Fortuna Düsseldorf und Union Berlin sich weiter zittern.

Der SSV Ulm macht seinem Ruf als Pokal-Schreck alle Ehre und sorgt auch 2020 für eine Sensation.

Der Außenseiter aus der Regionalliga Südwest setzte sich gegen favorisierten Zweitligisten Erzgebirge Aue durch und zog überraschend in die 2. Pokalrunde.

Fortuna Düsseldorf dagegen hatte so seine liebe Mühe beim FC Ingolstadt und musste lange bangen, ehe Thomas Pledl den Bundesliga-Absteiger erlöste. (Service: Ergebnisse des DFB-Pokals)

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Bundesligist Union Berlin musste beim Karlsruher SC in die Verlängerung und duselte sich letztlich weiter.

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Ulm wird wieder zum Pokal-Schreck

Erzgebirge Aue ist an seiner Auftakthürde im DFB-Pokal gescheitert. Die Sachsen unterlagen in der ersten Runde dem Regionalligisten SSV Ulm mit 0:2 (0:1). Die Ulmer hatten bereits 2018 als Pokal-Schreck für das frühe Aus des damaligen Titelverteidigers Eintracht Frankfurt gesorgt. Tobias Rühle (37.) und Felix Higl (89.) erzielten vor 140 Zuschauern im heimischen Donaustadion die entscheidenden Treffer. 

Der württembergische Landespokalsieger startete mit Tempo in die Partie und setzte Aue immer wieder unter Druck. Der Zweitligist wiederum agierte im gegnerischen Strafraum zu harmlos. Nach dem Führungstreffer durch Rühle gab sich Ulm zunächst weiter kämpferisch, ein vermeintliches Tor von Higl (72.) zählte wegen Abseits nicht. Ulm ließ nur wenige Chancen für die Mannschaft von Trainer Dirk Schuster zu, die am Samstag zum Ligaauftakt beim Aufsteiger Würzburger Kickers zu Gast ist. (Der Konferenzticker zum Nachlesen)

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Union duselt sich in der Verlängerung durch

Union Berlin setzte den Pflichtspielauftakt fast in den Sand und gewann in der 1. Pokalrunde des DFB-Pokals mit viel Mühe erst nach Verlängerung 1:0 (0:0) beim Zweitligisten Karlsruher SC. Der vom SC Freiburg verpflichtete Nico Schlotterbeck traf in der 118. Minute artistisch für die Hauptstädter.

Die Berliner mussten beim KSC noch ohne ihren prominenten Neuzugang Max Kruse auskommen, der sich nach einer Sprunggelenksverletzung im Aufbautraining befindet. Ob der 32 Jahre alte Kruse am kommenden Samstag beim Ligastart gegen den FC Augsburg dabei sein wird, ist noch offen.

Vor den 450 zugelassenen Zuschauern auf der Baustelle Wildparkstadion lief die runderneuerte Mannschaft der Gäste mit sechs Neuzugängen auf. Die Berliner, bei denen Sebastian Andersson, Keita Endo, Christopher Lenz und Anthony Ujah fehlten, waren bereits in der 4. Minute der Führung nahe. Marvin Friedrich traf erst den Pfosten, Christian Gentner vergab die Nachschuss-Chance. 

Die Karlsruher, die am kommenden Samstag bei Hannover 96 in die Zweitliga-Saison starten, konnten zunächst nur reagieren. Berlin bestimmte das Geschehen, Trainer Urs Fischer konnte mit der Anfangsphase zufrieden sein. Mit zunehmender Spieldauer legte der KSC aber seinen Respekt ab. Mitte der ersten Hälfte agierte die Mannschaft von Coach Christian Eichner auf Augenhöhe mit dem Erstligisten. Von Union kam nicht mehr viel. Das torlose Unentschieden zur Pause ging in Ordnung.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs übernahmen die Gastgeber sogar das Kommando. Die Berliner brachten in der Offensive kaum etwas zustande. Zudem offenbarte das Team Defizite in der Defensive, dem Spielaufbau und im Zweikampfverhalten. Selbst bei Standards fehlte Union die Kreativität. Auch nach einer Stunde war nichts von einem Klassenunterschied zu sehen - im Gegenteil. Die Berliner wurden immer schwächer, der KSC war der Führung nahe. Dass Union nicht in Rückstand ging, lag allein an der mangelnden Durchschlagskraft der Karlsruher.

Erst nach rund 70 Minuten wurden die Gäste wieder etwas munterer. Richtig gefährlich wurde es im Karlsruher Strafraum dennoch nicht. Dagegen prüfte Marco Djuricin auf der Gegenseite den neuen Berliner Torwart Andreas Luthe (74.). In der Verlängerung gab wieder der KSC den Ton an. Philipp Hofmann hatte die Führung auf dem Kopf (97.). Von Berlin kam offensiv so gut wie nichts - ehe der aufgerückte Verteidiger Schlotterbeck kurz vor dem Ende zum Gästesieg traf.

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Fortuna zittert sich weiter

Bundesliga-Absteiger Fortuna Düsseldorf hat sich in die zweite Runde des DFB-Pokals gekämpft. Die Mannschaft von Trainer Uwe Rösler setzte sich beim Drittligisten FC Ingolstadt mit 1:0 (0:0) durch. Das entscheidende Tor gelang dem eingewechselten Thomas Pledl in der 80. Minute.

Eine Woche vor dem Zweitliga-Auftakt gegen Aufsteiger Würzburger Kickers hatten die Rheinländer allerdings viel Mühe mit den Schanzern - trotz zeitweise 80 Prozent Ballbesitz gegen tief stehende Hausherren vor leeren Rängen.

Allerdings nutzte die Fortuna auch ihre wenigen guten Gelegenheiten zunächst nicht, Torjäger Rouwen Hennings etwa scheiterte zweimal aus aussichtsreicher Position (49., 54.). Zehn Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit wurde Pledl dann von Jakub Piotrowski schön in Szene gesetzt und brachte den Favoriten in die Runde der besten 32 Mannschaften.

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Mit Material des Sport-Informations-Dienstes (SID)

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