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München - Schalke 04 darf nicht zu seiner Erstrunden-Partie im DFB-Pokal antreten. Die Frage nach dem Gegner der Königsblauen muss ein Gericht klären.

Der FC Schalke 04 darf am Wochenende nicht wie geplant im DFB-Pokal antreten.

Wie SPORT1 bereits zuvor berichtet hatte, wird die Partie gegen den Regionalligisten 1. FC Schweinfurt (geplant für Sonntag, 15.30 Uhr) zunächst abgesetzt. Das bestätigte der DFB am Freitagabend.  

Hintergrund ist ein Gerichtsbeschluss des Landesgericht München 1 vom Freitagnachmittag. Drittligist Türkgücü war juristisch gegen die Entscheidung des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) vorgegangen, Schweinfurt für den DFB-Pokal zu melden - und bekam in sofern Recht, dass das Gericht eine einstweilige Verfügung erwirkte. 

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"Über die Neuansetzung der Partie wird entschieden, sobald die juristische Klärung herbeigeführt ist", teilte der Verband mit. 

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Der Grund: Nachdem die Regionalliga Bayern unterbrochen wurde, herrscht Unklarheit, wer als Vertreter Bayerns in den Pokal einziehen durfte.

Schweinfurt ist zwar als derzeitiger Erster normalerweise spielberechtigt - aber nur, weil Türkgücü als Aufsteiger nicht mehr der Liga angehört. Bis zur Saison-Unterbrechung im März waren die Münchner Tabellenführer. Türkgücü ging juristisch gegen die Entscheidung des Bayerischen Fußball-Verbandes vor, Schweinfurt für den Pokal zu melden. Laut BFV ist der Verein aus der Regionalliga-Wertung gestrichen und damit kein Kandidat für den DFB-Pokal mehr.

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Türkgücü München stellt alles auf den Kopf

Dagegen wehrte sich Türkgücü vor Gericht und ging am Freitagabend mit einer Meldung an die Öffentlichkeit.

"Der BFV muss die Meldung von Schweinfurt widerrufen und Türkgücü zum DFB Pokal melden. Der DFB muss diese Maßnahmen zulassen", schrieb der Münchner Klub in seiner Mitteilung und ergänzte den Beschluss des Landgerichts: 

1. Der BFV wird verpflichtet, die Meldung des 1. FC Schweinfurt 05 e.V. für die erste Hauptrunde des DFB-Pokals 2020/2021 vom 6. September 2020 vorläufig zu widerrufen und stattdessen Türkgücü München für die erste Hauptrunde des DFB-Pokals 2020/2021 vorläufig zu melden.

2. Der DFB wird verpflichtet, den Widerruf der Meldung des 1. FC Schweinfurt 05 e.V. und die Meldung von Türkgücü München vorläufig zuzulassen.

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Schalke ärgert sich über Bayerischen Verband

"Es ist sehr ärgerlich, dass das für Sonntag angesetzte DFB-Pokalspiel ausfallen muss", äußerte sich am Freitagabend Schalkes Sportvorstand Jochen Schneider in einer Pressemitteilung.

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"Wenn Türkgücü München nach Ansicht des Landgerichts München der rechtmäßige Teilnehmer am DFB-Pokal ist, dann respektieren wir diese Entscheidung und freuen uns auf das Spiel gegen Türkgücü - wann immer es stattfinden wird. Gleiches gilt selbstverständlich, wenn wir doch noch gegen Schweinfurt spielen sollten", erklärte der 49-Jährige, kritisierte aber das Vorgehen des Bayerischen Fußball-Verbandes. 

"Letztendlich kann man jedoch nur den Kopf über die Vorgehensweise des Bayerischen Fußballverbandes schütteln, der über Wochen und Monate hinweg offensichtlich nicht in der Lage war, den rechtmäßigen Vertreter am DFB-Pokal zu bestimmen."

Schalke-Partie wohl erst im Oktober

Die Erstrundenpartie der Schalker wird - ob der Gegner am Ende Schweinfurt oder Türkgücü heißt - zu einem späteren Termin nachgeholt.

Ein möglicher Termin ist der 15. Oktober. Dann findet bereits die Partie des FC Bayern gegen den 1. FC Düren statt (DFB-Pokal: 1. FC Düren - FC Bayern am Do., 15. Oktober ab 19 Uhr LIVE im TV auf SPORT1)

Auch der Ort ist unklar: Schweinfurt hatte mit Schalke das Heimrecht getauscht, die Partie hätte in Gelsenkirchen stattfinden sollen. Da Türkgücü kein eigenes Stadion für Profifußball-Bedingungen besitzt, bleibt die Stadionfrage offen.

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