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Wolfsburg - Der VfL Wolfsburg wahrt seine Titelträume im DFB-Pokal. Gegen Bundesliga-Schlusslicht Schalke 04 macht Wout Weghorst den Unterschied.

Der VfL Wolfsburg darf dank Torjäger Wout Weghorst weiter vom zweiten Pokalsieg seiner Klubgeschichte träumen.

Das Team von Oliver Glasner setzte sich im Achtelfinale des DFB-Pokals gegen den FC Schalke 04 mit 1:0 (1:0) durch. (Spielplan und Ergebnisse des DFB-Pokals)

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"Es war eine harte Nuss. Wir haben uns heute schwergetan. Es lag zum einen an bisschen an uns, wir waren etwas träge im Kopf und langsam beim Erkennen und Auflösen von Situationen", sagte Glasner bei SPORT1. Die Wölfe triumphierten 2015 zum bislang einzigen Mal im Pokal und stehen zum insgesamt zehnten Mal im Viertelfinale. 

Schmadtke untermauert Titel-Ambitionen - Frust bei Schalke

"Es war nervig und anstrengend, weil wir heute nicht so gut gespielt haben. Am Ende sind wir etwas glücklich in die nächste Runde eingezogen", sagte VfL-Geschäftsführer Jörg Schmadtke bei SPORT1 und unterstrich die Ambitionen seines Klubs: "Natürlich wollen wir den Pokal gewinnen. Heute haben wir uns selbst Probleme gemacht. Jetzt schauen wir uns erst einmal die Auslosung an. Natürlich trauen wir uns zu, am Ende auch in einem Endspiel zu bestehen."

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Schalke-Trainer Christian Gross reagierte bei SPORT1 hingegen enttäuscht auf das Pokal-Aus: "Wir haben uns mehr versprochen. Wir hatten zwei, drei gute Chancen, haben sie aber nicht verwertet." Und Keeper Ralf Fährmann meinte: "Heute war mehr drin. Wir haben ein gutes Spiel gemacht. Es war ein bisschen, wie in der ganzen Saison. Wir schaffen es nicht, uns zu belohnen. Das ist schade. Es war trotzdem ein gutes Spiel."

VAR-Elfer bringt Wolfsburg auf Viertelfinal-Kurs

Während die Wölfe letztlich souverän ihrer Favoritenrolle gerecht wurden, verpassten die Schalker eine Überraschung. Die Königsblauen können damit den Fokus auf den Kampf um den Klassenerhalt in der Bundesliga richten.

Die Schalker hatten zunächst mehr vom Spiel, doch ein durchaus diskutabler Elfmeter nach Videobeweis bescherte den Wölfen die Führung. Wolfsburg-Leihgabe William traf beim Klärungsversuch Xaver Schlager am Fuß, Schiedsrichter Felix Zwayer ließ zunächst weiterspielen, entschied nach Studium der TV-Bilder aber auf Strafstoß. Weghorst scheiterte vom Punkt zunächst an Ralf Fährmann, grätschte den Nachschuss aber über die Linie (40.). (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

"Den kann man geben, aber muss man nicht geben. Das ist für uns in dieser Situation scheiße gelaufen. Es bringt aber jetzt nichts, die Schuld auf den Schiedsrichter zu schieben", haderte Fährmann mit der Schiedsrichterentscheidung: "Wir hatten genügend andere Situationen, bei denen wir das umdrehen hätten können."

Die Pokal-Highlights der Achtelfinal-Partien am Donnerstag ab 20.15 Uhr in DFB-Pokal Pur im TV auf SPORT1

Auch ohne den wegen Quarantäne noch nicht einsetzbaren Shkodran Mustafi und Klaas-Jan Huntelaar (Wadenprobleme) agierten die Gäste insbesondere in der ersten Halbzeit überhaupt nicht wie ein designierter Zweitligist. Nach einer ausgeglichenen Auftaktviertelstunde übernahm die Mannschaft von Trainer Christian Gross das Kommando und brachte den Bundesliga-Dritten mehrfach in Verlegenheit.

Hoppe und Uth lassen Riesenchancen für Schalke liegen

Speziell den quirligen und leichtfüßigen Amine Harit bekamen die Norddeutschen kaum in den Griff.

Der Mittelfeldspieler war Ausgangspunkt der ersten Schalker Torchance in der 14. Minute, auch an einer weiteren Einschussmöglichkeit, bei der Matthew Hoppe (45.) an Torwart Koen Casteels scheiterte, war er maßgeblich beteiligt.

Nach einer Stunde reagierte Schalke-Coach Gross, etwas überraschend mussten Sead Kolasinac und Omar Mascarell das Spielfeld verlassen. Keeper Fährmann mit seinen Paraden gegen Joao Victor (69.) und Maximilian Philipp (70.) seine Mannschaft im Spiel.

Hintergründe und Analysen der Achtelfinal-Partien am Donnerstag ab 21.45 Uhr in DFB-Pokal Analyse LIVE im TV auf SPORT1

Auf der anderen Seite scheiterte Mark Uth an VfL-Keeper Casteels (74.). In der Schlussphase schoss Hoppe nur um Zentimeter über das Tor. In der Nachspielzeit warfen die Schalker nochmals alles nach vorne, sogar Fährmann sorgte im gegnerischen Strafraum für Unruhe - der Ausgleich gelang aber nicht mehr.

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