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Nach der Degradierung von Roman Bürki nimmt Sportchef Michael Zorc den Torhüter in Schutz. Die Zukunft des Schweizers bei Borussia Dortmund ist dennoch offen. Davon hängt ein Wechsel ab.

Wie geht es weiter mit Roman Bürki?

Der BVB-Keeper wurde im Laufe der Saison degradiert – und könnte im Sommer den Abflug machen.

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"Das ist sicherlich keine einfache Zeit für ihn", findet Sportchef Michael Zorc, "Roman war jahrelang die Nummer 1 beim BVB."

Anfang des Jahres gab es den überraschenden Wechsel im Dortmunder Kasten: Ersatzmann Marwin Hitz rotierte ins Tor, seither hat Bürki nur die unliebsame Rolle des Herausforderers.

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Ein Wechsel ins Ausland ist nicht ausgeschlossen

Klar ist: Eine weitere Saison hinter Hitz möchte Bürki nicht erleben. Seine Berater sondieren deshalb den Markt. Erste Anfragen soll es auch schon geben. Ein Wechsel raus aus der Bundesliga, beispielsweise nach Spanien, ist nicht ausgeschlossen.

Im Sommer könnten die Karten für Bürki neu gemischt werden. Vieles wird auch davon abhängen, wie Marco Rose zum 30 Jahre alten Schlussmann steht. Ein Gespräch zwischen den beiden hat bislang noch nicht stattgefunden. Senkt der Noch-Gladbach-Trainer den Daumen, kann Bürki gehen.

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Dass Hitz bleibt – unabhängig von seiner Rolle – steht indes fest. Mit dem 33-jährigen Keeper verlängerte der BVB kürzlich erst bis 2023.

Die Dortmunder Kaderplaner beobachten zurzeit intensiv den Torwart-Markt. Nach SPORT1-Informationen stehen Gregor Kobel, Péter Gulácsi und Koen Casteels ganz oben auf der Wunschliste. Auch Stefan Ortega und Alexander Nübel, dessen vertragliche Zukunft bei den Bayern unklar ist, sind mögliche Kandidaten.

Michael Zorc nimmt Bürki in Schutz

Klar ist aber: So lange Bürki keinen Verein gefunden hat, wird der BVB auf dem Transfermarkt nicht aktiv werden. Die Corona-Krise mit einhergehenden wirtschaftlichen Verlusten bremst auch den finanziell eigentlich gut aufgestellten Pott-Klub aus. Zudem wird es nicht einfach sein, einen Torwart zu finden, der auf der einen Seite finanziell leistbar ist, auf der anderen Seite aber auch eine echte Verbesserung zu Bürki ist, der seine Qualitäten in den letzten Jahren trotz aller Kritik durchaus nachgewiesen hat.

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Trotz der schwierigen Situation steckt Bürki nicht auf. Die Bild bezeichnete den Schweizer zuletzt als "Null-Bock-Bürki", was BVB-Sportchef Michael Zorc zu einem flammenden Plädoyer für den Torwart bewegte.

"In einer Zeitung wurde von Null-Bück-Bürki geschrieben", sagte der 58-Jährige auf der Pressekonferenz vor dem Pokal-Halbfinale gegen Kiel (DFB-Pokal: Borussia Dortmund - Holstein Kiel, Samstag 20.30 Uhr im LIVETICKER).

"Das finde ich unanständig und ehrabschneidend. Da geht es um Arbeitsethos, Berufsehre und Einstellung. Roman verhält sich sehr professionell. Das gehört sich nicht. Da muss ich Roman ganz klar in Schutz nehmen."

Terzic: Für Bürki "die schwerste Phase"

Auch Edin Terzic, der Bürki bekanntlich zur Nummer 2 gemacht hat, stellt sich vor seinen Spieler: "Von einer Null-Bock-Einstellung kann gar nicht die Rede sein. Es ist sicher die schwerste Phase, die Roman in seiner Karriere erlebt. Er gibt aber Vollgas und versucht, um seine Chance zu kämpfen. Aber davon können wir ihn komplett freisprechen."

Erst im Juni haben die Schwarzgelben den Vertrag mit Bürki bis 2023 verlängert und zudem das Gehalt angehoben. Umso überraschender war der Wechsel im Tor. In Hitz, der zuletzt auch nicht gerade fehlerfrei hielt, sehen die Entscheidungsträger vor allem den besseren spielenden Keeper.

Keine einfache Situation für Roman Bürki, der sich aus mehreren Gründen noch eine Weile gedulden muss.

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