Özil-Rücktritt für Matthäus kein Verlust
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München - Nach seinem Rücktritt aus dem DFB-Team meldet sich der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan telefonisch bei Mesut Özil - und ist voll des Lobes.

Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hat Mesut Özil nach dessen Rücktritt aus der Nationalmannschaft angerufen und dessen Entscheidung begrüßt. Das sagte Erdogan nach einer Parlamentssitzung in Ankara.

"Ich habe vergangene Nacht mit ihm gesprochen. Seine Haltung ist national und patriotisch. Ich küsse seine Augen. Sie können unser gemeinsames Foto nicht hinnehmen. Ich stehe hinter Mesut aufgrund seiner Äußerungen", sagte Erdogan.

Der türkische Präsident bezeichnete das Verhalten gegenüber dem 29-Jährigen als Rassismus.

Erdogan: "Nicht zu tolerieren"

"Es ist unmöglich, diese rassistische Gesinnung gegenüber einem jungen Mann zu akzeptieren, der so viel Schweiß für den Erfolg der deutschen Nationalmannschaft gegeben hat. Das ist nicht zu tolerieren", sagte Erdogan laut dem türkischen TV-Sender TRT Haber.

Özil hatte am Sonntag sein monatelanges Schweigen gebrochen und war nach 92 Länderspielen aus dem DFB-Team zurückgetreten. Der 29-Jährige holte dabei zu einem Rundumschlag gegen seine Kritiker, die Medien und den Deutschen Fußball-Bund (DFB), insbesondere gegen Präsident Reinhard Grindel aus.

Özil und Ikay Gündogan hatten sich Mitte Mai, kurz vor der Präsidentschaftswahl in der Türkei, mit Erdogan getroffen und sich mit ihm für Fotos posiert. Dies war unter anderem als Wahlkampfhilfe für Erdogan kritisiert worden, dem Missachtung von Menschenrechten und Pressefreiheit vorgeworfen wird.

Özil verteidigte das Foto als Respektbezeugung gegenüber dem Präsidenten des Landes seiner Vorfahren.

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