Müller: So emotional lief das Treffen mit Vogel
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Die nach einem Trainingsunfall gelähmte Kristina Vogel besucht das DFB-Team. Die Olympiasiegerin ist von dem Treffen begeistert.

Die deutsche Nationalmannschaft hat die querschnittsgelähmte Bahnrad-Olympiasiegerin Kristina Vogel auf einen Überraschungsbesuch eingeladen.

Die Nationalspieler um Kapitän Manuel Neuer empfingen Vogel am Donnerstagabend im Teamhotel in Berlin, wo sie sich auf das Nations-League-Spiel am Samstag (Nations League: Niederlande - Deutschland, 20.45 Uhr im LIVETICKER) in den Niederlanden vorbereiteten.

"Ich habe es erst erfahren, als wir aus dem Auto ausgestiegen sind und dachte: Oh Gott, sind wir hier beim DFB?", sagte Vogel bei DFB.tv: "Ich habe ganz, ganz große Augen gehabt."

Sie habe im Kreise der Mannschaft "einen richtig schönen Tag verlebt", ergänzte sie: "Es war schön, die Leute mal persönlich kennenlernen, sonst sieht man sie ja nur über den Fernseher huschen. Das sind coole Jungs."

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Neuer: "Vogel ist eine richtige Kämpferin"

Neuer hatte den Kontakt zu Vogel (27) über deren Rad-Kumpel Maximilian Levy hergestellt. Als sie die Sprachnachricht des Fußball-Stars gehört hatte, habe sie weinen müssen, berichtete Vogel. Levy begleitete Vogel bei ihrem Besuch.

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"Uns hat dieser Fall mitgenommen, wir wollten sie näher kennenlernen", sagte Neuer: "Wir haben tolle Stunden miteinander verbracht. Sie ist wirklich eine tolle Frau und richtige Kämpferin."

Müller findet emotionale Worte

Teamkollege Thomas Müller war beeindruckt davon, wie Vogel mit der Situation umgeht.

"Bewegend ist, wenn man sich das Ganze zu Gemüte führt. Das gilt nicht nur für den Fußball, sondern generell für das Leben. Es kann im Leben viel passieren, womit man auch nicht rechnet. Man sollte immer die Augen und Ohren offen halten und sich dessen bewusst sein. Das öffnet einem wieder die Augen", sagte Müller auf einer Pressekonferenz am Freitag.

Der Bayern-Star verriet auch, dass die Spieler vor dem Besuch unsicher waren, welche Fragen sie stellen sollten.

"Mut machen, ist das einzige, was wirklich hilft. Bohrende Fragen und Mitleidsbekundungen will man ja selbst nicht hören", erklärte Müller. "Es war bewegend, aber ein Stück weit auch Normalität, sie in unserer Mitte zu begrüßen, deswegen war es für beide Seiten eine gute Sache."

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