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Der Manager des DFB-Teams räumt ein, dass die Nichtnominierung des Stürmers nicht richtig war. Zudem zieht den Hut vor der Entwicklung in England.

Nationalmannschaftsmanager Oliver Bierhoff hat im Gespräch mit der englischen Boulevardzeitung The Sun eingeräumt, dass es nicht richtig gewesen sei, Leroy Sane nicht für die WM in Russland zu nominieren.

"Wir haben gesagt, es war ein Fehler, ihn nicht mitzunehmen, weil er ein Talent ist", zitiert das Blatt Bierhoff. "Aber er hat gespürt, was es heißt, nicht Teil der Mannschaft zu sein."

Die Angelegenheit sei nun ausgeräumt, die Dinge zum Positiven gewendet. "Vielleicht war es ja auch ein gutes Zeichen für ihn", meinte Bierhoff weiter. "Wir haben ihn in den Spielen, seit er wieder bei uns dabei ist, unheimlich motiviert und fokussiert erlebt."   

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Kein Weg zurück für Özil

Für Mesut Özil, das machte der 50-Jährige klar, wird es keinerlei Rückkehroption in die deutsche Auswahl mehr geben. "Ich bin traurig darüber, wie das Kapitel zu Ende gegangen ist, aber es ist definitiv vorbei."

Das WM-Desaster hat laut Bierhoff zudem dazu geführt, dass der englische Fußball den deutschen überholt hat.

"Im Moment sind wir neidisch auf England", sagte er. "Die englische Auswahl ist ein junges, sehr interessantes Team."

Während das DFB-Team bei der WM nach der Vorrunde ausschied und zuletzt aus der Liga A der Nations League abstieg, kam England in Russland bis ins Halbfinale und erreichte das Final Four der ersten Nations-League-Ausgabe.

Bierhoff: "Das war sehr schmerzhaft"

Bei der Auslosung der Qualifikationsgruppen zur EM-Endrunde 2020 landete Deutschland aufgrund der zuletzt gezeigten Leistungen im Gegensatz zu England nur in Topf 2. Für Bierhoff eine sehr bittere Erfahrung.

"Als wir in Dublin nur aus Topf 2 gezogen wurden, war das sehr schmerzhaft", gab der Europameister von 1996 zu und nannte Gründe für den Absturz des DFB-Teams: "Ich würde sagen, wir haben zu lasch und oberflächlich gearbeitet. Aber ich hatte nicht gedacht, dass sich die Folgen so brutal anfühlen würden."

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Für die englischen Fans indes kann sich Bierhoff freuen: "Sie haben in den letzten 50,60 Jahren genug gelitten."

Der Aufstieg des englischen Fußballs habe auch mit einer verbesserten Jugendarbeit zu tun, lobte der Europameister von 1996. "Die Resultate der englischen Nachwuchs-Mannschaften sind das Ergebnis der guten Ausbildung und der hohen Investitionen in England", sagte der 50-Jährige.

2017 wurde Englands U19-Europameister, die U17 stand im Finale und die U21 erreichte in dem Jahr das EM-Halbfinale.

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