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Barcelonas Torhüter Marc-Andre ter Stegen macht aus seinen Ambitionen im DFB-Team keinen Hehl und erklärt, warum er nicht an einen Rücktritt aus dem Nationalteam denkt.

Torhüter Marc-Andre ter Stegen vom FC Barcelona hat eine Kampfansage im Duell um die Nummer eins im DFB-Tor gemacht.

"Ich will Druck machen, bis sich Jogi Löw irgendwann für mich entscheidet und ich die Nummer eins im Tor werde", sagte der 26-Jährige der Sport Bild. Löw hatte zuletzt angekündigt, dass ter Stegens Konkurrent Manuel Neuer auch bei der EM 2020 die Nummer eins im DFB-Tor sein werde.

Bereits vor der WM 2018 hatte der Bundestrainer sich für Neuer entschieden, obwohl dieser verletzungsbedingt erst kurz vor der WM einsatzbereit war.

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Löws Entscheidung "natürlich frustrierend"

"Ich war überzeugt, dass ich eine sehr gute Saison gespielt hatte. Daher war der Moment, als mir Jogi Löw seine Entscheidung mitteilte natürlich frustrierend. Da mache ich auch niemanden was vor", erklärte ter Stegen seine Gedanken.

Auf die Frage, warum er als Nummer zwei so ruhig sei, erklärte der Barca-Torwart: "Das hat etwas mit Respekt zu tun. Ich will nicht dadurch auffallen, dass ich den Mund weit aufmache." Dennoch wolle er im Tor der Nationalmannschaft stehen und werde alles geben um den "jetzigen Status ändern" zu können.

Ein Rücktritt aus der Nationalmannschaft aufgrund der aktuellen Situation als Nummer zwei kommt für ter Stegen aber nicht in Frage: "Es ist zwar unbefriedigend, wenn du nicht spielst. Ich bin aber nun mal eine Person, die sich sagt: 'Ich will unbedingt in dieses Tor.' Egal wie."

Im Meisterkampf in der Bundesliga drückt er dem BVB die Daumen. "Ich hoffe, dass es Dortmund schafft. Ich finde das Team sehr sympathisch und wünsche es besonders Lucien Favre. Ich habe auch einen guten Kontakt zu den Jungs aus München, aber es muss ja nicht jede Saison der FC Bayern oben stehen."

"Nicht gerade Knackwürste"

Angesprochen auf den FC Barcelona, hat der Keeper betont, dass die Katalanen viel, viel mehr als nur Superstar Lionel Messi zu bieten haben.

"Was mich betrifft, bin ich froh, Messi in meiner Mannschaft und nicht als Gegner zu haben. Wir anderen bei Barca sind aber auch nicht gerade Knackwürste", sagte der 26-Jährige.

Allerdings mache der Argentinier "die Dinge vielleicht mit einer anderen Leichtigkeit. Eins wird jedoch unterschätzt: Leo ist gesegnet mit einem unfassbaren Talent, jedoch arbeitet auch er jeden Tag unheimlich hart für sein Spiel."

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