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Die Ausbootung des Bayern-Trios aus der Nationalmannschaft schlägt hohe Wellen. Auch DFB-Präsident Reinhard Grindel äußert sich zu Joachim Löws Entschluss.

DFB-Präsident Reinhard Grindel hat in der Diskussion um die Ausbootung der drei Münchner Weltmeister Bundestrainer Joachim Löw grundsätzlich den Rücken gestärkt.

"Es ist die Kompetenz des Bundestrainers, den Kader aufzustellen", sagte Grindel am Rande der FIFA-Councilsitzung in Miami.

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In DFB-Kreisen war laut FAZ angeblich die Frage aufgeworfen worden, ob Löw seine Kompetenzen überschritten habe, als er Grindel nicht vorab über den Abschied der verdienstvollen Spieler informierte. "Es geht ausschließlich um die Frage der Information, und da werden wir nächste Woche drüber reden, wie wir das in Zukunft gestalten wollen", sagte Grindel.

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Grindel: Frühere Info "klüger" gewesen

Er selbst beklage sich nicht über die Informationspolitik von Löw. "Ich bin am Vormittag von Oliver Bierhoff angerufen und umfangreich informiert worden. Das ist auch in Ordnung, weil er als Direktor Nationalmannschaft derjenige ist, der zum Präsidium den Kontakt hält", sagte er.

Löw stellte klar: "Sportliche Entscheidungen treffe ich autark. Ich habe die absolute Entscheidungshoheit. Warum wir manche Leute nicht informiert haben: Der Kreis war klein, Oliver Bierhoff plus mein Trainerteam."

Seine Aufgabe sei, Entscheidungen mit Bierhoff abzusprechen: "Er war involviert." 

Löw plant ohne Bayern-Trio

Löw hatte Thomas Müller, Mats Hummels und Jerome Boateng am Dienstag vergangener Woche in München eröffnet, dass er die Zukunft der Nationalmannschaft ohne sie plant. Am Freitag hatte Löw auf einer Pressekonferenz seine Beweggründe erläutert.

Allerdings erklärte Grindel, dass er eine frühere Information der Öffentlichkeit bereits am Tag der Entscheidung im Rahmen einer Pressekonferenz für "klüger" gehalten hätte. 

Einerseits, "um die Wertschätzung" für die Spieler deutlich zu machen und andererseits der Öffentlichkeit die "inhaltliche Gründe" zu vermitteln. "So wie er das auf der Pressekonferenz gemacht hat", sagte Grindel: "Wenn man das gleich gemacht hätte, wären, glaube ich, sehr viele Fragen beantwortet und damit auch viele Missverständnisse vermieden worden." 

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