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Nach den rassistischen Beleidigungen beim Länderspiel gegen Serbien kündigt der DFB Konsequenzen an. So sollen unter anderem Stadionverbote verhängt werden.

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) geht mit aller Härte gegen die Personen vor, die während des Länderspiels gegen Serbien in Wolfsburg (1:1) die Nationalspieler Leroy Sane und Ilkay Gündogan rassistisch beleidigt haben sollen.

"Wir versuchen, die Personen, die unsere Nationalspieler auf diese widerliche Weise beleidigt haben, in Zusammenarbeit mit der Polizei zu ermitteln. Sollte das gelingen, werden wir gegen sie ein Stadionverbot verhängen und Strafanzeige stellen", wird DFB-Präsident Reinhard Grindel in der Bild zitiert.

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Der DFB hatte in einer Stellungnahme die verbalen Attacken am Donnerstag bereits "auf Schärfste" verurteilt. Dank der Unterstützung eines Fans habe der Verband den Kartenkäufer für die "Plätze, auf denen die Störenfriede saßen, ausfindig machen" können.

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Cacau glaubt an Integration

Trotz des Vorfalls glaubt der DFB-Integrationsbeauftragte Cacau an die verbindende Kraft des Fußballs. "Er ist nicht die Lösung aller Probleme, aber ein wichtiges Mittel, um Menschen zu integrieren", sagte der ehemalige Nationalspieler dem Donaukurier.

Fremdenfeindlichkeit im Stadion könne man jedoch trotz aller Bemühungen nicht ausschließen, ergänzte Cacau: "So wie es in der Gesellschaft vereinzelt Rassismus gibt, gibt es ihn auch im Fußball."

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