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Borissow und München - Im DFB-Team ist Timo Werner nicht mehr erste Wahl. Auch bei Bayern gilt der Noch-Leipziger nicht mehr als Transferziel Nummer eins. Wie geht es weiter?

Als Timo Werner das Spielfeld betrat, war schon alles vorbei.

Noch mit dem bronzefarbenen Aufwärmleibchen am Oberkörper klatschte Werner nach dem 2:0-Sieg in Weißrussland mit seinen Teamkollegen ab.

Wie schon beim 3:2-Auftaktsieg in der EM-Qualifikation in den Niederlanden war der sprintstarke Angreifer von RB Leipzig auch in Borisov über 90 Minuten nur Zuschauer.

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"Wir haben uns aus unterschiedlichen Gründen für diese Formation entschieden, weil wir dachten, dass es am besten passt", rechtfertigte Joachim Löws Vertreter Marcus Sorg hinterher die Aufstellung. "Wir müssen unseren Weg sehen, da ist Timo Werner ein fester Bestandteil."

Werner am Scheideweg

Und wohin führt Werners Weg? Nicht nur in der Nationalmannschaft steht der 23-Jährige an einer Gabelung.

Die Chance, sich im DFB-Dress zu zeigen und sich auch für den FC Bayern ins Schaufenster zu stellen, bekam er nicht.

"Gegen die Niederlande haben Leroy Sané und Serge Gnabry ein gutes Spiel gemacht und Marco Reus ist in einer fantastischen Verfassung", begründete Sorg die Entscheidung gegen Werner.

Bayerns Charmeoffensive bei Sané

Dass ausgerechnet der ebenfalls vom Rekordmeister umgarnte Sané dann auch den Führungstreffer für die DFB-Auswahl erzielte: eine interessante Fügung. Denn Sané ist nicht nur im DFB-Team ein entscheidender Faktor einer für Werner eher negativen Entwicklung.

Auch wenn die Bayern mit einer ersten Offerte in Höhe von 80 Millionen Euro bei Manchester City abgeblitzt sein sollen, genießt die Personalie Sané dort offenbar Priorität - nicht allein wegen der öffentlichen Charmeoffensive der Bayern-Stars bei der Nationalmannschaft.

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Sowohl Sané als auch Werner schwiegen nach dem Spiel in Weißrussland. Auch schon nach dem verloren Pokalfinale gegen die Bayern hatte Werner nach einer blassen Vorstellung im RB-Trikot nichts mitzuteilen.

Bleibt Werner bei RB Leipzig?

Zuvor hatte der frühere Stuttgarter betont, seinen 2020 auslaufenden Vertrag bei den Sachsen nicht verlängern zu wollen. "Wir wollen ihn immer noch verlängern. Das wissen Timo und sein Berater. Das gilt es dann jetzt auch relativ zügig zu entscheiden", bekräftigte RB-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff nach dem Pokalfinale.

Sollte das nicht gelingen, würde RB gerne in diesem Sommer noch eine Ablöse erzielen, die laut Bild bis zu 60 Millionen Euro betragen soll. Doch da Sané deutlich teurer werden könnte, wird dieses Geld möglicherweise noch benötigt, sofern die Bayern ihr Werben um den City-Star noch mal intensivieren.

Und was wird dann aus Werner?

Gespräche zwischen Bayern und RB ruhen

Nach SPORT1-Informationen lagen die Gespräche zwischen RB und den Bayern Anfang Mai auf Eis. Wann genau man sich wieder an den Verhandlungstisch setzt, ist offen.

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Vorstellbar wäre für Werner auch ein Verbleib in Leipzig, ein Jahr unter dem neuen RB-Trainer Julian Nagelsmann wäre - das betonte er immer wieder - durchaus reizvoll für den 23-Jährigen. 2020 könnte er dann immer noch ablösefrei wechseln und ein Handgeld kassieren.

Doch sollten die Bayern bereits in diesem Jahr ihre Offensive mit namhaften Zugängen der Kategorie Sané neu besetzen, hätte es Werner im kommenden Jahr nicht unbedingt einfacher, seinen Platz bei den Bayern zu finden. So wie aktuell schon in der Nationalmannschaft.

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