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Bundestrainer Joachim Löw beruft Neuling Luca Waldschmidt ins DFB-Team. Der Freiburger darf erstmals in der A-Nationalmannschaft ran. Draxler und Kehrer fehlen.

Bundestrainer Joachim Löw hat den Freiburger Stürmer Luca Waldschmidt für die anstehenden EM-Qualifikationsspiele gegen die Niederlande und in Nordirland erstmals nominiert. Löw musste in der Offensive handeln, da der zuvor in der Startelf gesetzte Leroy Sane (Manchester City) wegen einer schweren Knieverletzung lange ausfällt.

"Unser Ziel ist es, uns weiter zu festigen und einzuspielen und uns so früh wie möglich zu qualifizieren", sagte Löw. "Mit unserer jungen Mannschaft haben wir bewusst einen neuen Weg eingeschlagen, diesen werden wir konsequent weitergehen."

Waldschmidt hatte die deutsche U21 bei der EM in Italien und San Marino als Torschützenkönig (sieben Treffer) ins Finale geführt. Für den SC Freiburg hatte er in der vergangenen Saison neun Tore erzielt und drei weitere vorbereitet, in der laufenden Saison traf er an den ersten beiden Spieltagen jeweils per Elfmeter. Kevin Volland (Bayer Leverkusen), zuletzt heiß gehandelt, erhält keine neue Bewährungschance. 

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"Bei der U21-EM hat mich Luca auf der Position, wie er sie interpretiert hat, sehr überzeugt", erklärte Löw in einer Presserunde. "Seine große Qualität ist: Wenn er zum Abschluss kommt, hat er eine außergewöhnliche Schusstechnik. Auf der anderen Seite muss er noch viel lernen, er muss die nächsten Schritte machen in diesem Jahr. Aber ich denke, er hat jetzt seine Chance verdient."

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Es sei erst einmal darum gegangen, "Luca einfach mal perspektivisch hinzuzunehmen und kennenzulernen in der nächsten Woche", erläuterte der Bundestrainer. Und dann wird man sehen. Er ist ein Spieler, der zwischen den Linien und in den kleinen Räumen spielen kann, er hat gute Voraussetzungen mit seiner Technik."

PSG-Duo Draxler und Kehrer fehlt

Im 22-köpfigen Aufgebot fehlen auch Julian Draxler und Thilo Kehrer (beide Paris Saint-Germain) wegen Fußverletzungen. Für Antonio Rüdiger (FC Chelsea, nach Knie-OP) kommen die Spiele zu früh. Verteidiger Niklas Stark (Hertha BSC), der noch ohne Länderspiel ist, darf sich erneut zeigen.

Die deutsche Nationalmannschaft hätte mit Siegen gegen Holland (Hinspiel 3:2) am 6. September in Hamburg und gegen Nordirland drei Tage später in Belfast ihren Startplatz bei der EM 2020 so gut wie sicher.

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Das deutsche Aufgebot im Überblick:

Tor: Manuel Neuer (Bayern München), Marc-André ter Stegen (FC Barcelona), Bernd Leno (FC Arsenal) 
Abwehr: Matthias Ginter (Borussia Mönchengladbach), Marcel Halstenberg, Lukas Klostermann (beide RB Leipzig), Nico Schulz (Borussia Dortmund), Niklas Stark (Hertha BSC), Niklas Süle (Bayern München), Jonathan Tah (Bayer Leverkusen)
Mittelfeld/Angriff: Julian Brandt (Borussia Dortmund), Emre Can (Juventus Turin), Serge Gnabry, Leon Goretzka (beide Bayern München), Ilkay Gündogan (Manchester City), Kai Havertz (Bayer Leverkusen), Jonas Hector (1. FC Köln), Joshua Kimmich (Bayern München), Toni Kroos (Real Madrid), Marco Reus (Borussia Dortmund), Luca Waldschmidt (SC Freiburg), Timo Werner (RB Leipzig) 

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