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Dortmund - Das DFB-Team spielt in der EM-Qualifikation in Estland. Vorher äußern sich Gnabry, Havertz und Reus zum Argentinien-Match und zum Gastspiel im Baltikum.

Nach dem Klassiker gegen Argentinien geht es nun am Sonntag in Estland wieder um wichtige Punkte in der EM-Qualifikation. (EM-Qualifikation: Estland - Deutschland, Sonntag ab 20.45 Uhr im SPORT1-Liveticker)

Nachdem die deutsche Notelf in der ersten Hälfte gegen Argentinien die Fans begeistert hatte, hat sie am Ende den Prestigeerfolg in der Neuauflage des WM-Finales von 2014 verpasst.

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Dennoch überwog nach dem Spiel das Positive. "Wir hätten natürlich gerne gewonnen, aber am Ende hat man gemerkt, dass wir eine neue Mannschaft waren", sagte Julian Brandt. "Da kann noch nicht alles klappen. Schade." Dass es dennoch lange Zeit nach einem Erfolg aussah, lag auch an Serge Gnabry und Kai Havertz, die mit ihren sehenswerten Treffern für die 2:0-Führung sorgten.

Doch trotz der positiven Erkenntnis, dass auch der dritte Anzug überzeugen kann, konnte Bundestrainer Joachim Löw nicht verhehlen, dass er mit der Personalsituation nicht zufrieden ist. "Die Gesamtlage ist sehr angespannt und unerfreulich."

Marco Reus, Serge Gnabry und Kai Havertz stellten sich zunächst sehr erheiternden Fragen der anwesenden "Nachwuchs-Journalisten", ehe sie über den kommenden Gegner und ihre persönliche Situation im DFB-Team sprachen.

Die Pressekonferenz zum Nachlesen:

+++ Lieblingsposition von Havertz +++

"Ich will da keine Ansprüche stellen, ich bin froh auf dem Platz zu stehen. Offensiv habe ich wohl mehr Qualitäten als defensiv."

+++ Gnabry über den wechselwilligen Müller +++

"Eigentlich wollte ich mich nicht dazu äußern, aber ein Thomas Müller ohne Bayern ist wirklich schwer vorstellbar. Er ist seit der Kindheit da. Es ist nachvollziehbar für jeden Spieler der nicht spielt, dass er sauer ist. Man muss daher nicht immer was Größeres draus machen, als es ist. Thomas hat seine Qualitäten und eigentlich schon alles erreicht, deshalb muss man ihm auch einen gewissen Respekt zuspielen und nicht die ganze Zeit dumm rumfragen oder Negatives verbreiten."

+++ Havertz' Zukunft? +++

"Ich höre auf viele Leute und nehme auch die Ratschläge vom Bundestrainer gerne an, treffe aber am Ende meine eigenen Entscheidungen."

+++ Lieblingsposition von Gnabry +++

"Ich kann offensiv alle Positionen spielen, das macht für mich keinen Unterschied. Wenn ich spiele, freue ich mich immer, egal wo ich dann zum Einsatz komme.

+++ Stammplatz für Havertz? +++

"Jeder möchte so viel spielen, wie möglich. Aber ich werde mich nicht aufdrängen. Einfach da zu sein, wenn ich meine Minuten bekomme. Der Rest wird von anderen Leuten entschieden."

+++ Stammplatzgarantie für Gnabry? +++ 

"Man muss sich immer neu beweisen. Wenn ich schlecht spiele, bekommt jemand anderes die Spielzeit. Ich will einfach nur meine Leistung zeigen in jedem Spiel."

+++ Knieprobleme bei Reus +++

"Ja, ich hatte ein paar Probleme, die letzten beiden Tage waren aber schmerzfrei. Ich kann definitiv spielen."

+++ Zum Gegner Estland +++

"Wir dürfen sie nicht unterschätzen vor heimischen Publikum. Vor allem die erste halbe Stunde könnte entscheidend sein."

+++ Gnabrys Lauf? +++

"Wir haben einfach Spaß und natürlich habe ich auch einen Lauf, das kann ich nicht unter den Teppich kehren. Aber es gehört auch harte Arbeit dazu."

+++ Ernährung von Gnabry +++

"Ich möchte darüber nicht mehr reden, ehrlich gesagt nerven mich diese Fragen."

+++ Die "Profi"-Journalisten legen jetzt los +++

+++ Fame nervig? +++

Havertz fühlt sich nicht gestört in der Öffentlichkeit, weiß die Privilegien zu schätzen.

+++ Stamm-Friseur +++

Kai Havertz hat einen festen Friseur und besucht ihn beinahe wöchentlich. 

+++ Muss man intelligent sein, um Fußballer zu werden? +++

Erste Antwort Reus: Wie man sieht, nein. Ergänzt dann jedoch, dass die geistigen Anforderungen im modernen Fußball schon enorm seien.

+++ Hobbys +++

Reus spielt gerne Basketball und Tischtennis, geht aber auch mit Freunden gerne ins Kino oder Bowling spielen.

+++ Essen vor Spielen +++

Kai Havertz hat kein bestimmtes Ritual, bei der DFB-Elf gäbe es jedoch meistens sehr gesundes Essen.

+++ Aufregung? +++

Reus gibt zu, dass vor allem in den K.o.-Spielen der Champions League durchaus Nervosität bei ihm vor den Spielen aufkommt.

+++ Wahrnehmung als Nationalspieler +++

Sergne Gnabry fühlt sich jedes Mal geehrt und stellt vor allem den Spaß bei der Nationalmannschaft in den Vordergrund.

+++ Vorbilder +++

Marco Reus gibt Thomas Rosicky, den ehemaligen BVB-Regisseur an, Havertz den Brasilianer Ronaldinho und Gnabry nennt Zinédine Zidane als Vorbild in der Kindheit an. 

+++ Bedeutung Torjubel? +++

Serge Gnabry hat sich seine Jubel-Geste vom Basketball-Profi James Harden abgeschaut. Es bedeutet er sei der "Chef", ist aber eher aus einem Spaß mit einem Kumpel entstanden.

+++ FIFA spielen? +++

Marco Reus hat laut eigener Aussage vor zwei Tagen knapp gegen Kai Havertz verloren, und auch gegen BVB-Teamkameraden spielt er ab und an eine Partie FIFA an der Konsole.

+++ Rituale vor den Spielen +++

Havertz hört Musik, Gnabry macht gewisse Übungen und Reus zieht zuerst den rechten Schuh an. 

+++ Los geht's +++

Marco Reus, Sergne Gnabry und Kai Havertz betreten das Podium. Eine Besonderheit: Heute dürfen zuerst Kinder fragen stellen im DFB-Museum zu Dortmund.

+++ In wenigen Augenblicken geht´s los +++

Der Presseraum im Deutschen Fußball-Museum ist gut gefüllt, die Journalisten warten auf die Protagonisten auf dem Podium. Jeden Moment startet die Pressekonferenz.

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