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Dortmund - Beim DFB ist Kai Havertz die Zukunft. Wohingegen er zukünftig spielen wird, ist noch nicht klar. Der Bundestrainer kündigt ein Gespräch an und verrät, was er ihm zutraut.

Endlich zaubert Kai Havertz auch in der Nationalmannschaft!  

Beim 2:2 gegen Argentinien gehörte das Supertalent von Bayer 04 Leverkusen zu den besten deutschen Spielern. Im zentralen Mittelfeld zog er neben Joshua Kimmich die Fäden und belohnte seinen starken Auftritt mit seinem ersten Länderspieltor.

Wie zufrieden war Havertz mit seiner Leistung? SPORT1 fragte ihn. "Ich habe versucht, aktiv zu sein und die Bälle zu fordern. Mir ist auch nicht alles gelungen. Ich kann schon sagen, dass ich noch besser spielen kann. Aber dafür, dass es gegen Argentinien mein drittes Länderspiel von Anfang an war, war es schon ganz ordentlich. Aber klar ist auch, dass ich noch viel an mir arbeiten muss", sagte der 20-Jährige fast schon demütig.  

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Auffällig: Havertz überzeugte exakt auf der Position, die Bundestrainer Joachim Löw eigentlich fest an Toni Kroos vergeben hat. Der Mittelfeld-Star von Real Madrid fehlt aber aktuell wegen Adduktorenbeschwerden.  

Havertz will nicht am Kroos-Thron rütteln

Am Kroos-Stammplatz rütteln will Havertz aber nicht. "Ich stelle keine Ansprüche. Das ist noch zu früh für mich. Ich will so viel wie möglich spielen, aber ich setze mich nicht unter Druck”, erklärte er auf SPORT1-Nachfrage und betonte nochmal mit Nachdruck: "Es bringt nichts, Ansprüche zu stellen. Vor allem nicht, wenn man auf der Position von Toni Kroos spielt."

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Havertz hofft vielmehr, auch am Sonntag in der EM-Quali gegen Estland (EM-Qualifikation Estland - Deutschland, Sonntag ab 20.45 Uhr im LIVETICKER) starten zu können, wenngleich Ilkay Gündogan (zuletzt muskuläre Probleme) zurückkehren könnte. 

Das Vertrauen von Löw erarbeitet sich das Supertalent jedenfalls immer mehr. Der Bundestrainer baut ihn fast schon behutsam auf, denn auch er weiß: Kaum ein Spieler steht so im Fokus wie Havertz.  

Löw traut Havertz Großes zu

Der Grund: Der sechsfache Nationalspieler peilt im kommenden Sommer einen Wechsel an. Als Ablöse stehen über 100 Millionen Euro im Raum. Havertz wäre ein deutscher Rekord-Transfer. Längst wird darüber auch in der DFB-Kabine gesprochen und gewitzelt. Schließlich will ihn der FC Bayern unbedingt verpflichten und auch Dortmund-Ass Marco Reus verriet unlängst, dass er Havertz zum BVB locken will.

München, Dortmund - oder doch ins Ausland? "Wir werden sehen", sagte Havertz dazu nur. Im Gespräch mit SPORT1 verrät Bundestrainer Joachim Löw nun, dass er sich höchstpersönlich mit Havertz über seine Zukunft unterhalten will.  

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"Ich werde mal bei Gelegenheit mit ihm darüber reden, aber nicht jetzt und nicht in diesem Jahr. Er soll erstmal in Leverkusen spielen. Dort spielt er immer regelmäßig. Dass ist der größte Vorteil für so einen jungen Spieler", sagt Löw zu SPORT1. Havertz will dieses Angebot annehmen: "Ich höre gerne auf viele Leute, aber am Ende entscheide ich, was passiert. Klar ist aber auch, dass ich gerne Ratschläge vom Bundestrainer annehme, weil er viel Erfahrung hat. Es wäre schlecht, wenn ich da 'Nein' sagen würde."

SPORT1-Chefreporter Digital Florian Plettenberg im Gespräch mit Bundestrainer Joachim Löw
SPORT1-Chefreporter Digital Florian Plettenberg im Gespräch mit Bundestrainer Joachim Löw © SPORT1

Löw zur Havertz-Zukunft weiter: "Er hat für sich und mit seinem Umfeld den klaren Entschluss getroffen, in Leverkusen zu bleiben. Was nächstes Jahr ist, weiß ich nicht, aber er hat bestimmt viele Möglichkeiten." 

Traut Löw Havertz eine Weltkarriere zu? Seine klare Antwort: „Ich traue ihm schon eine sehr gute Karriere zu, absolut. Aber sie hat ja schon begonnen.” 

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