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Bundestrainer Joachim Löw muss bei den Spielen gegen Argentinien und Estland auf Jonas Hector verzichten. Ein Schalker wird nachnominiert.

Joachim Löw gehen die Nationalspieler aus. Mit Toni Kroos, Jonas Hector und Matthias Ginter sagten am Sonntag drei weitere Spieler verletzungsbedingt für die Länderspiele am Mittwoch gegen Argentinien in Dortmund und vier Tage später in Estland (EM-Qualifikation) ab.

Bundestrainer Löw nominierte darauf in Suat Serdar (Schalke 04) einen zweiten Debütanten neben Leverkusens Nadiem Amiri nach. Damit stehen ihm 19 Profis zur Verfügung.

Aufgrund "neuromuskulärer Probleme" stehe er der Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) nicht zur Verfügung, teilte Hectors Klub 1. FC Köln mit. Der 29 Jahre alte Defensiv-Allroundspieler werde in den nächsten Tagen im Training kürzer treten, betonte der FC.

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Kroos musste kurz darauf wegen einer Muskelblessur am linken Oberschenkel passen, wegen der er am Vortag beim 4:2 von Real Madrid gegen den FC Granada hatte ausgewechselt werden müssen. Ginter kugelte sich gegen Augsburg die Schulter aus, wie Gladbach auf Nachfrage bestätigte.

"Es wäre besser für uns, Toni hier zu behalten, damit er sich erholen kann", sagte Trainer Zinédine Zidane, "aber das liegt nicht in unserer Macht." Löw erfüllte dem Real-Trainer diesen Wunsch - und empfängt am Montag in Dortmund ein Rumpfteam von noch 17 Feldspielern und drei Torhütern.

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Trio sagt ab

Hector, Kroos und Ginter sind bereits die Ausfälle acht, neun und zehn für die beiden Länderspiele. Leroy Sané, Julian Draxler, Leon Goretzka, Thilo Kehrer, Antonio Rüdiger und Nico Schulz fehlen Löw ebenso wie Torhüter Kevin Trapp.

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"Das hemmt die Entwicklung und das Einspielen", sagte Löw über die Misere. Dabei seien "Kontinuität und Konstanz" doch so wichtig für das verjüngte DFB-Team. Aber anstatt sich weiter finden zu können, ist Löw mehr denn je zum Improvisieren gezwungen.

Jogi Löw vor suboptimaler Situation

Erschwert wird die Lage durch die knappe Vorbereitungszeit auf die Neuauflage der WM-Finals von 1986, 1990 und 2014 gegen ein Argentinien ohne die Topstars Lionel Messi (gesperrt), Sergio Agüero und Angel di Maria: Mehr als zwei Trainings sind nicht möglich, das erste am Montag auf dem BVB-Gelände dürfte für viele eher regenerativen Charakter haben.

Vor dem wichtigen Qualispiel in Estland, in dem der Tabellenführer der Gruppe C laut Löw drei Punkte "fest eingeplant" hat, gibt es nur zwei weitere Einheiten - alles andere als optimal.

In Dortmund bekommt Torhüter Marc-André ter Stegen die versprochene Bewährungschance, für Löw steht dort "nicht nur das Ergebnis im Vordergrund". Für Kroos könnte Jungstar Kai Havertz oder Ilkay Gündogan zum Zuge kommen. Gündogan warb zuletzt mit starken Leistungen und in Interviews für sich. Er fühle sich "ein wenig unterschätzt", sagte er: "Ich glaube schon, dass ich die Qualität habe, der Mannschaft noch mehr zu helfen."

Das soll auch Kapitän Manuel Neuer, der in Estland zwischen die Pfosten zurückkehren wird. Löw erwartet "einen klaren Sieg" beim Fußball-Zwerg - Verletzte hin oder her.

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