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Torhüter Marc-André ter Stegen erhält gegen Argentinien seinen eingeforderten Einsatz, gleichzeitig zementiert Bundestrainer Joachim Löw seine Hierarchie fest.

Torhüter Marc-André ter Stegen erhält seine Bewährungschance im DFB-Tor.

Wie Bundestrainer Joachim Löw am Freitag in einer DFB-Mitteilung bekanntgab, erhält ter Stegen einen Einsatz im Testländerspiel gegen Argentinien am Mittwoch, Kapitän Manuel Neuer darf vier Tage später im EM-Qualifikationsspiel in Estland ran.

"Für die beiden Spiele habe ich gemeinsam mit Andy Köpke entschieden, dass Marc in Dortmund und Manu in Tallinn spielen wird. Das haben wir auch mit beiden Spielern so besprochen", wird der Bundestrainer zitiert.

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In einem Video-Interview ergänzte er: "Ich war überrascht, dass die Diskussion so stattfindet auf dem Level, weil der Manu seit der WM zehn von zwölf Spielen gemacht hat. Daher erübrigt sich die Frage nach der Nummer 1. Aktuell ist das klar." Neuer sei bis zur EM sein Kapitän – "wenn nichts Außergewöhnliches passiert". Er fügte hinzu: "Ich weiß, dass beide Spieler sich sehr respektieren."

Löw stellt klar: "Neuer aktuell unsere Nummer eins"

Löw äußerte sich zuvor ausführlich zur Torhüter-Situation: "Wir alle können doch nur froh darüber sein, dass wir mit Manuel Neuer und Marc-André ter Stegen zwei Weltklasse-Torhüter haben. Auf dieser Position mache ich mir überhaupt keine Sorgen, zumal wir auch wissen, was Kevin Trapp und Bernd Leno können."

Der Bundestrainer sagte aber auch: "Ich habe mehrfach betont, dass Manuel Neuer auch mit Blick auf die Europameisterschaft unser Kapitän und somit für uns aktuell auch unsere Nummer eins ist – wenn nichts Außergewöhnliches passiert. Natürlich aber gilt das Leistungsprinzip für jeden einzelnen Spieler, jeder stellt sich dem Konkurrenzkampf."

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Ter Stegen kam letztmals gegen Serbien (1:1) im März in Wolfsburg zum Einsatz, als er Neuer wie abgesprochen zur Halbzeit ersetzte. Nach dem jüngsten Lehrgang im September mit Spielen gegen die Niederlande (2:4) und in Nordirland (2:0) hatte er seinem Unmut über sein Reservistendasein Luft gemacht. Neuer konterte, und Bayern-Präsident Uli Hoeneß griff den DFB scharf an, drohte sogar mit Boykott.

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