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U21-Nationaltrainer Stefan Kuntz nahm der deutsche Auftritt gegen Belgien sichtlich mit
U21-Nationaltrainer Stefan Kuntz nahm der deutsche Auftritt gegen Belgien sichtlich mit © Imago
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Die deutschen Nachwuchs-Fußballer fallen im internationalen Vergleich ab - nun schlägt der Sportliche Leiter der Nationalmannschaften beim DFB Alarm.

Joti Chatzialexiou, Sportlicher Leiter der Nationalmannschaften beim Deutschen Fußball-Bund (DFB), hat U21-Nationaltrainer Stefan Kuntz beigepflichtet und wegen bedenklicher Entwicklungen im Nachwuchsbereich Alarm geschlagen.

Man werde "Probleme bekommen, wenn wir jetzt nicht aufwachen und konsequent handeln. Dann werden uns andere Nationen nicht ein- sondern überholen und dann kostet es uns noch mehr Kraft, Schweiß und finanziellen Aufwand, um die Lücke zu schließen. Wir haben Nachholbedarf", sagte Chatzialexiou dem kicker.

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Er sei unabhängig vom ernüchternden 1:4 der U21 in Belgien "mit allen aktuellen Ergebnissen unserer Teams unzufrieden. Die Ergebnisse sind ein Abbild der Entwicklung im deutschen Nachwuchsfußball, da mache ich mir Sorgen", führte er weiter aus.

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Die Qualität fehlt im Vergleich mit der Konkurrenz

Im Vergleich zu früheren Zeiten merke man im DFB, dass die aktuellen Jahrgänge "nicht die hohe Qualität haben wie in einigen anderen Nationen. Wir stehen vor großen Herausforderungen. Wir haben das schon lange erkannt, verändern viele kleine Dinge, müssen aber auch bereit sein, größere Schritte zu gehen", forderte Chatzialexiou.

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Das Ziel, Spieler zu entwickeln, "die international nicht nur mithalten, sondern auch Akzente setzen können", sieht der DFB-Verantwortliche "äußerst gefährdet, wenn ich mir unsere Spiele und vor allem unsere Art und Weise anschaue. Diese Dinge stimmen mich nachdenklich. Deswegen brauchen wir unbedingt Veränderungen in unserem Ausbildungssystem, im Bereich der Trainerentwicklung, müssen neue Wege gehen."

Kuntz-Kritik durch die Blume

Kuntz hatte schon im Umfeld der herben Schlappe gegen Belgien durch die Blume ein deutliches Urteil abgegeben. "Wir wussten, dass eventuell auch einmal schwächere Jahrgänge kommen", hatte er gesagt. "Es war klar, dass wir mit diesem Jahrgang kein EM-Titelfavorit sind." Chatzialexiou kleidete diese Worte nun in deutlichere Sprache.

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Mit Material des Sportinformationsdiensts (SID)

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