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München - Fritz Keller hat die Legitimation für das Amt des DFB-Präsidenten verwirkt. Sein Nazi-Vergleich geht weit über die Beleidigung eines Kollegen hinaus, meint SPORT1-Chefredakteur Pit Gottschalk.

Vom Präsidenten des weltweit größten Sportverbandes darf man Anstand und Sachlichkeit erwarten.

Immerhin soll der Präsident im Deutschen Fußball-Bund (DFB) Brücken zwischen Amateuren und Profis bauen und Weichen stellen in eine gute Zukunft des Fußballs.

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Wenn dieser Präsident dann seinen eigenen Stellvertreter, einen verdienten Richter, in Zusammenhang mit dem Nazi-Richter Roland Freisler bringt, der Tausende von Menschen in den Tod geschickt hat, schützt ihn keine Entschuldigung mehr vor Konsequenzen.

Dann hat dieser Präsident jeden Anspruch auf eine gesellschaftliche Vorreiterrolle verwirkt und damit seine Legitimation für die Funktion im DFB. (Nazi-Vergleich: Koch widerspricht Keller)

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Selbst wenn Fritz Keller trotzig im Amt bleiben will: Er kann nicht mehr gutmachen, was er verbockt hat, und seine Aufgabe nicht mehr im Sinne des Fußballs ausüben.

Sein Nazi-Vergleich geht weit über die Beleidigung von Rainer Koch hinaus. Es ist vorbei.

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