Lesedauer: 3 Minuten
teilenE-MailKommentare

England gelingt in der EM-Quali trotz anfänglicher Probleme ein souveräner Sieg - Debütant Hudson-Odoi spielt bärenstark. Auch die Franzosen dürfen sich freuen.

Die englische Fußball-Nationalmannschaft ist auf dem Weg zur paneuropäischen EM 2020 mit dem nächsten Torfestival zum zweiten Sieg im zweiten Spiel gestürmt.

Die Mannschaft von Teammanager Gareth Southgate setzte sich am 2. Spieltag der EM-Qualifikation nach anfänglichen Problemen mit 5:1 (2:1) in Montenegro durch und behauptete damit die Tabellenspitze der Gruppe A. 

Michael Keane (30.), Ross Barkley (39./59.), WM-Torschützenkönig Harry Kane (71.) und Raheem Sterling (81.) drehten drei Tage nach dem souveränen 5:0 gegen Tschechien die Partie zugunsten des WM-Vierten, Marko Vesovic (17.) hatte den Außenseiter überraschend in Führung gebracht.

Anzeige
Meistgelesene Artikel

Der vom deutschen Rekordmeister Bayern München umworbene Callum Hudson-Odoi kam bei seinem ersten Startelfeinsatz für das Mutterland des Fußballs zu einem Assist. 

Hudson-Odoi mit starker Leistung

Die Three Lions, bei denen Youngster Jadon Sancho von Borussia Dortmund über 90 Minuten auf der Bank saß, sind damit seit nun 41 Qualifikationsspielen (WM oder EM) in Folge ungeschlagen. Im Parallelspiel trennten sich der Kosovo und Bulgarien 1:1 (0:1). 

Die junge englische Mannschaft besaß in der Hauptstadt Podgorica eine deutliche Feldüberlegenheit - in Führung gingen aber die Gastgeber, für die Vesovic plötzlich frei vor dem englischen Tor auftauchte. Das Spiel kippte in der Folge auch dank Hudson-Odoi: Nach Keanes Ausgleich bereitete der 18-Jährige den zweiten englischen Treffer durch Barkley mit einer präzisen Flanke vor. 

Rassismus gegen Danny Rose?

Nach dem dritten Gegentreffer schwanden die Kräfte auf Seiten des Balkanstaats.

Nach dem Spiel machte Teammanager Southgate mit Nachdruck auf vermeintlich rassistische Äußerungen von der Tribüne aufmerksam, die sich gegen seinen Spieler Danny Rose gerichtet haben sollen.

"Ich habe definitiv Beleidigungen gegen Danny Rose vernommen, als er am Ende des Spiels die Gelbe Karte gesehen hat", berichtete der 48-Jährige, "wir werden sicherstellen, dass der Vorfall offiziell gemeldet wird. Das ist nicht akzeptabel."

Frankreich und Türkei siegen

Fußball-Weltmeister Frankreich und die Türkei haben in der EM-Qualifikationsgruppe H auch ihr jeweils zweites Spiel gewonnen und sich an der Tabellenspitze festgesetzt.

Mit zehn Weltmeistern von Russland in der Startelf, darunter Benjamin Pavard vom VfB Stuttgart, besiegte die Equipe Tricolore den EM-Viertelfinalisten Island mit 4:0 (1:0). Die Türkei hatte beim 4:0 (2:0) gegen die Republik Moldau keine Mühe.

Die französischen Weltmeister feierten in der EM-Quali einen souveränen Sieg gegen Island
Die französischen Weltmeister feierten in der EM-Quali einen souveränen Sieg gegen Island © Getty Images

Verteidiger Samuel Umtiti (12.), Olivier Giroud nach Pavard-Flanke (68.), Superstar Kylian Mbappe (78.) und Antoine Griezmann (84.) trafen im Stade de France für den klar überlegenen Favoriten. Zum Auftakt hatte die Mannschaft von Trainer Didier Deschamps am Freitag 4:1 in der Republik Moldau gewonnen.

Yilmaz verschießt Elfmeter

Gegen eben diesen Gegner hatten die Türken am Montag in Eskisehir leichtes Spiel. Der in Neuwied geborene Fenerbahce-Profi Hasan Ali Kaldirim (24.), der frühere Frankfurter Cenk Tosun (26., 53.) und der Düsseldorfer Bundesligaverteidiger Kaan Ayhan (70.) mit seinem ersten Länderspieltor trafen vor den Augen von Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan.

Stürmerstar Burak Yilmaz verschoss in der 53. Minute zudem einen Foulelfmeter.

Albanien punktet in Andorra

Albanien holte indessen zwei Tage nach der Entlassung von Trainer Christian Panucci seine ersten drei Punkte durch den 3:0 (1:0)-Erfolg in Andorra. Armando Sadiku (21.), Bekim Balaj (88.) und der Freiburger Amir Abrashi (90.+6) trafen für das Team vom Balkan, das wie Island mit drei Punkten in Lauerstellung liegt.

Die beiden bestplatzierten Teams qualifizieren sich direkt für die paneuropäische EM 2020.

Nächste Artikel
previous article imagenext article image