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Dänemarks Torwart übt harte Kritik an der UEFA. Michael Laudrup sagt, wie der Verband auf den Eriksen-Vorfall hätte reagieren sollen. Der SPORT1-EM-Ticker.

  • TOP-THEMA: Schmeichel nennt UEFA-Alternativen "lächerlich" (13.00 Uhr)
  • Englands Spieler gehen auf die Knie (15.00 Uhr)
  • Dänen-Idol Laudrup wütet gegen die UEFA (9.46 Uhr)

+++ TOP-THEMA: Schmeichel nennt UEFA-Alternativen "lächerlich" (13.00 Uhr) +++

Auch wenn sich die Mannschaft Dänemarks laut Aussage von Trainer Kasper Hjulmand nach dem Drama um Christian Eriksen zum Weiterspielen entschieden hat, wurde das Vorgehen nicht von allen Spielkern gut geheißen.

Torhüter Kasper Schmeichel, der beim 0:1 durch Finnlands Angreifer Joel Pohjanpalo nicht glücklich aussah, nannte die Alternativen der UEFA, die Partie am Abend oder am Sonntag um 12 Uhr fortzuführen, in der BBC "lächerlich. Ich habe das nicht verstehen können."

+++ 20.34 Uhr: Entwarnung bei Polens Abwehrchef +++

Robert Lewandowski und Co. können aufatmen: Abwehrchef Jan Bednarek steht Polens Nationalmannschaft im Auftaktspiel am Montag (18 Uhr) in St. Petersburg gegen die Slowakei zur Verfügung. "Alle sind fit. Ich kann aus allen auswählen", sagte Nationaltrainer Paulo Sousa auf der Pressekonferenz am Sonntagabend nach der Ankunft der Mannschaft in Russland.

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Bednarek hatte in den vergangenen Tagen in Polens EM-Camp in Danzig wegen einer Beinverletzung vorsorglich nur individuell trainiert. Erst am vergangenen Samstag war der Innenverteidiger des englischen Premier-League-Klubs FC Southampton wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen.

Den EM-Ausfall von Lewandowskis verletzten Sturmpartnern Arkadiusz Milik (Olympique Marseille) und Krzysztof Piatek (Hertha BSC) hält Sousa für keine entscheidende Schwächung. Der 50-Jährige erwartet vielmehr auch von Dawid Kownacki vom Zweitligisten Fortuna Düsseldorf, für Durchschlagskraft im Angriff des früheren WM-Dritten sorgen zu können.

"Natürlich sind Spieler wie Arkadiusz und Krzystof wichtig, aber unsere Philosophie hängt nicht von einzelnen Spielern ab. Dawid und auch Karol Swiderski haben zuletzt auch schon gezeigt, dass ich mich auf sie verlassen kann", meinte Sousa in Anspielung auf die letzten Tests vor dem EM-Turnier.

+++ 15 Uhr: Englands Spieler gehen auf die Knie +++

Erst laute Buh-Rufe, dann donnernder Applaus: Die englischen Fußball-Fans haben den neuerlichen "Kniefall" ihrer Nationalmannschaft unmittelbar vor dem Anpfiff des ersten EM-Spiels am Sonntag im Wembley-Stadion gegen Kroatien mit gemischten Emotionen aufgefasst. Anfängliche Proteste wurden schnell von Klatschen und Anfeuerungsrufen übertönt.

Englands Spieler wollen mit ihrer Aktion ein Zeichen gegen Rassismus und für mehr Toleranz setzen. Dies stößt nicht bei allen Fans auf Gegenliebe - zuletzt hatte es laute Pfiffe gegeben. Teammanager Gareth Southgate hatte aber bereits angekündigt, dass sein Team weitermachen und sich nicht davon abbringen lassen werde.

+++ 10.50 Uhr: Inter-Boss Marotta: Eriksen bald zurück +++

Inter Mailands Geschäftsführer Giuseppe Marotta hat sich hoffnungsfroh geäußert, dass Christian Eriksen nach seinem Kollaps schon bald wiederhergestellt sein und Inter zur Verfügung stehen wird.

"Es geht ihm sehr viel besser. Das Schöne ist, dass er eine Nachricht in unseren internen Inter-Chat geschickt hat. Er hat die Mannschaft beruhigt und gesagt, dass er bald zurück sein wird", sagte Marotta im italienischen TV-Sender Sky Sport.

+++ 9.46 Uhr: Dänen-Idol Laudrup wütet gegen UEFA +++

Michael Laudrup, dänisches Idol der 1980er und 1990er Jahr, hat die Fortführung des EM-Spiels zwischen Dänemark und Finnland nach dem Drama um Christian Eriksen scharf kritisiert:  

"Wenn so etwas passiert, ist man als Spieler im Griff seiner Emotionen. Man hat nicht den Überblick, um wichtige Entscheidungen zu treffen", sagte der ehemalige Angreifer, der unter anderem für Juventus und sowohl Real Madrid als auch den FC Barcelona spielte, in seiner Rolle als Analyst des dänischen Senders TV3+. "Es muss jemanden geben, der in diesem Moment sagt: Genug ist genug, wir hören auf."

Laudrup geht davon aus, dass die UEFA den Dänen nicht viel Spielraum gegeben hat. "Sie hatten eine Wahl, die keine Wahl ist. Spielen Sie heute Abend durch oder spielen Sie morgen Nachmittag durch. Das ist keine Wahl, oder?"

Die Dänen hätten sich "sofort entscheiden müssen, so kurz nach einem so großen emotionalen Ereignis. Das ist wirklich falsch", urteilt der 56-Jährige. "Die UEFA hätte da einfach sagen sollen: Natürlich spielen wir heute Abend nicht weiter, wir schauen uns am Sonntag die Möglichkeiten an, das Spiel zu Ende zu bringen."

+++ 9.43 Uhr: Dänen streichen Training und Medientermine +++

Die dänische Fußball-Nationalmannschaft hat nach dem Kollaps von Mittelfeldspieler Christian Eriksen für Sonntag sämtliche Medienaktivitäten gestrichen. Auch das Training wurde auf unbestimmte Zeit verschoben, wie der nationale Verband (DBU) am Morgen mitteilte. 

Samstag, 12. Juni:

+++ 18.01 Uhr: Pavard - "Sie können mich beschimpfen" +++

Für Benjamin Pavard ist das erste Gruppenspiel der Franzosen gegen Deutschland am Dienstag (EM 2021: Frankreich - Deutschland, Dienstag ab 21 Uhr im LIVETICKER) ein ganz besonderes. Zwar kennt der Abwehrspieler des FC Bayern die Münchner Arena bestens, doch der 25-Jährige stellt sich vor 14.000 Fans auf eine Atmosphäre wie bei einem Auswärtsspiel ein.

"Wir freuen uns darauf, Fans dabei zu haben", sagte Pavard auf einer Pressekonferenz der französischen Nationalmannschaft. "Sie können mich ausbuhen oder beschimpfen, aber das macht mir nichts, ich werde das blaue Trikot verteidigen. Ich werde alles geben, um mit der französischen Mannschaft in München zu gewinnen."

Beim Aufeinandertreffen mit einigen Bayern-Stars ruhen für 90 Minuten alle Freundschaften, betonte Pavard: "Auf Klubebene sind sie meine Freunde, aber für ein Spiel werden sie meine Gegner sein. Wenn ich mal ein Zeichen setzen muss, dann werde ich das tun."

Der Wechsel vor zwei Jahren vom VfB Stuttgart zum FC Bayern hat sich für Pavard laut eigener Aussage ausgezahlt. "Bayern ist ein großartiger Verein, einer der besten der Welt. Wenn man mit großartigen Spielern spielt, wächst man", erklärte Pavard. "Ich habe Erfahrung auf der rechten Seite gesammelt, nachdem ich vorher als Innenverteidiger gespielt habe. Ich habe Selbstvertrauen gewonnen."

+++ 8.04 Uhr: Sneijder gegen Weghorst in der Startelf +++

Der frühere niederländische Star Wesley Sneijder will Wout Weghorst vom Bundesligisten VfL Wolfsburg nicht in der EM-Startelf sehen. In einem Livestream der Zeitschrift Voetbal International sprach sich Sneijder ganz klar für das Supertalent Donyell Malen (22/PSV Eindhoven) im Sturm aus.

"Ich halte ihn für eine geniale Spitze", sagte der Rekordspieler der niederländischen Nationalmannschaft (134 Länderspiele) und Vize-Weltmeister von 2010. "Wenn er die Chance bekommt zu spielen, kann er eine Sensation dieser Europameisterschaft werden. Ich bin verzückt von dem Jungen." Memphis Depay (Olympique Lyon) ist bei Bondscoach Frank de Boer im Sturm der Elftal gesetzt.

"Jeder sieht, dass sie zusammenspielen, dass sie einander suchen und finden", sagte Sneijder (37). "Zwei Spieler, die auch in die Tiefe gehen können - das ist besser als eine statische Spitze." Bei der EM-Generalprobe gegen Georgien (3:0) hatte Weghorst nach 20 Bundesliga-Saisontoren im Sturm neben Depay begonnen und einen Treffer erzielt.

Das EM-Turnier beginnt für die Niederlande am Sonntag (21.00 Uhr/ARD und MagentaTV) mit dem Spiel gegen die Ukraine.

+++ 07.41 Uhr: Koch verteidigt EM-Modus +++

DFB-Interims-Präsident Rainer Koch hat den von vielen Fans kritisierten Fußball-EM-Modus mit insgesamt 24 Teilnehmern verteidigt. "Wenn ein deutscher Fußballfan an einem Spiel von Nordmazedonien kein Interesse hat und sagt, dass sind mir jetzt eigentlich viel zu viele Spiele, dann möge er doch bitte die Fernbedienung nutzen und sich ein anderes Programm anschauen oder gar kein Fernsehen schauen", sagte der Jurist aus Poing im Interview mit RTL/ntv.

Koch, Mitglied im Exekutivkomitee der Europäischen Fußball-Union (UEFA), betonte, dass auch kleinere Fußball-Nationen die Möglichkeit erhalten sollten, an einer EM-Endrunde teilzunehmen: "Ich finde, Fußball ist mehr als nur dieser sportliche Spitzenwettkampf, deswegen bin ich auch sehr dafür, dass wir unsere Sportart nutzen, um Menschen zusammenzubringen."

Freitag, 11. Juni:

+++ 20.57 Uhr: EM 2021 feierlich eröffnet +++

Ein Jahr später als geplant ist die paneuropäische Fußball-EM mit einer kurzen und stimmungsvollen Feier eröffnet worden. Im Römer Olympiastadion spielten 24 überdimensionierte Bälle, einer für jedes teilnehmenden Team, vor dem Auftaktspiel zwischen Gastgeber Italien und der Türkei die Hauptrolle der nur 15-minütigen Show.

Auf dem Rasen sang der italienische Star-Tenor Andrea Bocelli die Arie "Nessun dorma" von Giacomo Puccini, auch die ehemaligen Fußball-Stars Francesco Totti und Alessandro Nesta hatten einen Auftritt. Es folgte ein buntes Feuerwerk auf dem Stadiondach, ehe DJ Martin Garrix und die U2-Legenden Bono sowie The Edge den EM-Song "We are the people" präsentierten.

Auf den Tribünen saßen etwa 16.000 Zuschauer. Die EM hätte eigentlich schon am 12. Juni 2020 eröffnet werden sollen, war wegen der Coronapandemie aber um ein Jahr verschoben worden.

+++ 20.50 Uhr: Spanien-Star nach negativem Test zurück +++

Diego Llorente ist nach seinem vierten negativen Coronatest wieder zur spanischen Nationalmannschaft gestoßen. Der 27-Jährige traf am Freitag im Trainingszentrum in Las Rozas ein. Damit steht einem Einsatz im ersten EM-Spiel am Montag gegen Schweden aktuell nichts mehr im Wege.

Ein erster Test des Verteidigers hatte am Dienstag ein positives Ergebnis gebracht. Llorente musste daraufhin ebenso in Quarantäne wie zuvor schon Mannschaftskapitän Sergio Busquets.

+++ 18.30 Uhr: Kein Platz für Coman? Ribéry mit klarer Meinung +++

Geht es nach Franck Ribéry, sollte sein früherer Bayern-Teamkollegen Kingsley Coman im ersten EM-Spiel der Franzosen gegen Deutschland am Dienstag (EM 2021: Frankreich - Deutschland, Dienstag ab 21 Uhr im LIVETICKER) definitiv zum Einsatz kommen.

Franck Ribéry machte sich für Kingsley Coman stark
Franck Ribéry machte sich für Kingsley Coman stark © Imago

"Natürlich spielt Coman", sagte Ribéry im Bild-Podcast "EM-Insider". "Für mich muss er spielen. Er ist für die Nationalmannschaft sehr wichtig. Mit seiner Qualität, seiner Power und seiner Stärke im Dribbling kann er den Unterschied ausmachen."

Allerdings bevorzugte Nationaltrainer Didier Deschamps zuletzt eine 4-3-1-2-Grundordnung - ohne echte Flügelstürmer. Und als linker Stürmer ist PSG-Star Kylian Mbappé gesetzt. Coman musste darüber hinaus zuletzt im Training leicht angeschlagen kürzertreten.

+++ 15.43 Uhr: Nach Kniefall - Johnson rudert zurück +++

Der britische Premierminister Boris Johnson hat bezüglich seiner Bewertung der Kniefälle von Englands Nationalspielern als Zeichen gegen Rassismus eine Kehrtwende vollzogen.

"Der Premierminister respektiert das Recht aller Menschen, friedlich zu protestieren und ihre Gefühle über Ungerechtigkeiten kundzutun", sagte Johnsons Sprecher am Freitagmittag.

Der Premierminister habe "schon früher mitgeteilt, dass er sich wünscht, dass jeder hinter der Nationalmannschaft steht und er möchte, dass jeder sie anfeuert und nicht ausbuht", erklärte der Sprecher weiter. 

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Ein Regierungssprecher hatte nach erneuten Buhrufen von Zuschauern gegen die Protestaktion der Three Lions vor dem 1:0-Sieg bei der EM-Generalprobe am vergangenen Sonntag in Middlesbrough gegen Rumänien zu Fragen nach Johnsons Haltung zum gesellschaftlichen Engagement der Mannschaft nur eine ausweichende Antwort.

"In Bezug besonders auf die Kniefälle hat der Premierminister eher Taten als Gesten im Blick", hatte der Sprecher von 10 Downing Street betont - und sorgte damit für einen Aufruhr im britischen Blätterwald.

Der frühere Premier Gordon Brown (2007 bis 2010) kritisierte daraufhin: "Ich denke, es wäre sehr schlecht für Großbritannien, wenn sich diese Kulturkriege entwickeln würden, bei denen die Leute einen Fall aufgreifen, in dem jemand etwas tut, und versuchen, daraus ein großes Thema zu machen, das die Öffentlichkeit spaltet, anstatt sie zu vereinen."

+++ 15.30 Uhr: Kimmich-Position - darauf hofft Schweinsteiger +++

Rio-Weltmeister Bastian Schweinsteiger sieht im Rollenwechsel von Joshua Kimmich eine große Chance für den Schlüsselspieler der deutschen Fußball-Nationalmannschaft.

Die Spieler im Zentrum hätten immer einen Gegner an sich "kleben und das hast du als Rechts- oder Linksverteidiger nicht immer. Das heißt: Da kannst du im Spielaufbau sehr viel bewirken", sagte Schweinsteiger im Gespräch mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland.

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Kimmich könne das Spiel der DFB-Auswahl auch als Rechtsverteidiger vor der Dreierkette "nach vorne organisieren. Diese Rolle ist dem Sechser von Bayern München bei der EM zumindest zum Auftakt gegen Weltmeister Frankreich am Dienstag (21.00 Uhr) zugedacht.

Grundsätzlich traut Schweinsteiger der deutschen Elf bei der Endrunde viel zu.

"Die Qualität ist auf jeden Fall vorhanden", sagte er: "Am Ende wird es darum gehen, dass die Spieler verstehen, dass es eben nicht nur auf die spielerische Qualität ankommt, sondern auch auf die berühmten Tugenden, um die uns die anderen Nationen beneiden: Laufbereitschaft, Zweikampfstärke, Mentalität. Wenn wir das auf den Platz bringen, können wir weit kommen. Da bin ich mir sicher."

Bundestrainer Joachim Löw nennt der einstige Bayern-Profi in dem Gespräch einen "Freund", der so auch mit der Mannschaft umgehen könne.

Dennoch äußerte er erneut sein Unverständnis über den Verzicht Löws auf Jerome Boateng: "Das ist mir, wenn ich seine Leistung anschaue, schon ein Rätsel. Er hat immerhin Bayern München geholfen, das Triple zu holen."

+++ 15.17 Uhr: England winkt gigantische EM-Prämie +++

Wenn die deutsche Nationalmannschaft bei der Europameisterschaft den Titel holen sollte, erhält jeder Spieler 400.000 Erfolgs-Prämie

Eine stolze Summe, die einen neuen Bonus-Rekord bedeuten würde - und doch verblasst, wenn man sie mit der möglichen Gewinn-Ausschüttung beim englischen Nationalteam vergleicht. Denn die Profis der Three Lions erhalten umgerechnet je 537.000 Euro - sollten sie den Pokal am Ende in die Höhe recken.

Wie die Daily Mail berichtet, stünden Harry Kane und Co insgesamt rund 12 Millionen Pfund (knapp 14 Mio. Euro) zu - im Fall der Fälle wäre also auch vom englischen Verband eine Rekordsumme zu zahlen. 

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Insgesamt will die UEFA 458 Millionen Euro an die EM-Teilnehmer ausschütten. Das entspricht laut dem Bericht einem Zuwachs von 24 Prozent im Vergleich zum letzten Turnier in 2016. Allein schon für die Qualifikation flossen 9,9 Millionen Euro pro Team. 

England trifft in der Vorrunde auf Kroatien, Schottland und Tschechien. Das Team von Trainer Gareth Southgate wird zum erweiterten Kreis der Favoriten gezählt.

+++ 14.50 Uhr: Kroos vor EM optimistisch +++

Nationalspieler Toni Kroos blickt dem EM-Start gegen Frankreich optimistisch entgegen. (Die ganze DFB-PK zum Nachlesen im SPORT1-Ticker)

Das Duell mit dem Weltmeister sei war "kein Spiel zum Reinkommen, aber mein Gefühl ist ganz gut", sagte Kroos im deutschen EM-Quartier in Herzogenaurach nach dem Training am Vormittag.Die Mannschaft habe zuletzt "den einen oder anderen Schritt nach vorn gemacht". 

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Die Franzosen zählt der Taktgeber des spanischen Rekordmeisters Real Madrid vor der Begegnung am Dienstag in München zu "den Top-Favoriten auf den Titel". (Dienstag, 21 Uhr: Frankreich - Deutschland im LIVETICKER)

Die DFB-Auswahl stehe "einen Schritt dahinter", meinte Kroos, aber: "Wir brauchen uns überhaupt nicht zu verstecken."

+++ 14.01 Uhr: Ukraine treibt Slogan-Streit auf Spitze +++

Die Ukraine treibt den Streit um vermeintlich nationalistische Botschaften auf den EM-Trikots ihrer Nationalmannschaft auf die Spitze.

Laut ukrainischer Medienberichte erhob das Exekutivkomitee des nationalen Fußball-Verbandes (UAF) die Slogans "Ruhm der Ukraine" und "Ruhm unseren Helden" in den Status eines offiziellen Mottos.   

Verbandspräsident Andrej Pawelko bestätigte dies mit kämpferischen Worten auf seiner verifizierten Facebook-Seite. "Es gibt keine Macht, die diese Worte aus dem Bewusstsein der Ukrainer tilgen oder ihnen ihre unglaubliche Energie rauben kann", schrieb er dort.

Pawelko hat sich Berichten zufolge nach Rom aufgemacht, um dort mit der Europäischen Fußball-Union (UEFA) zu verhandeln.

Zur Begründung hieß es, die Slogans seien "Teil der einzigartigen nationalen Fußballkultur". Sie enthielten Attribute, die alle Ukrainer zusammengeführt hätten, wo auch immer sie lebten.

Die UEFA hatte die Ukraine zuletzt aufgefordert, ebendiese Botschaften von ihren EM-Trikots zu entfernen.

+++ 13.26 Uhr: Bale bremst Erwartungen: "Anderes Turnier" +++

Superstar Gareth Bale hat die Erwartungen an die walisische Nationalmannschaft nach dem Halbfinal-Einzug bei der EM 2016 gebremst.

"Die Leute erwarten, dass wir das wieder erreichen. Aber es ist ein anderes Turnier und wir haben eine andere Mannschaft", sagte der Kapitän vor dem EM-Auftakt gegen die Schweiz am Samstag in Baku.

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Natürlich sei Wales durch die Erfahrungen bei der EM vor fünf Jahren "gestärkt" zu diesem Turnier gekommen. Gegen die drei "starken Teams" in Gruppe A denke er aber nur "von Spiel zu Spiel", sagte Bale, der in Frankreich mit der walisischen Mannschaft erst im Halbfinale gegen Portugal gescheitert war.

Zudem bezeichnete es der 31 Jahre alte Offensivspieler als "große Ehre", dass er Wales als Kapitän aufs Feld führen darf: "Das ist ein Highlight in meiner Karriere." Er selbst fühle sich "sehr gut. Ich will 100 Prozent geben für mein Land, wie ich es immer mache. Das ist wichtig", sagte Bale.

+++ 13.20 Uhr: Feueralarm im Camp des DFB-Teams +++

Bei der deutschen Nationalmannschaft ging es am Freitag rund. 

Erst posierten die Nationalspieler lächelnd für das offizielle EM-Mannschaftsfoto, dann applaudierten sie für Geburtstagskind Kai Havertz (22). Vor dem zweiten Training im Adi-Dassler-Stadion war die Stimmung gut, auch wenn Jonas Hofmann fehlte.

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Der Gladbacher wurde nach dem Foto zurück ins Quartier gefahren.

Die Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw setzte ihr Training auch fort, als um 10.42 Uhr auf dem adidas-Gelände die Sirenen heulten und mehrere Feuerwehrautos ausrückten. Die Mitarbeiter mussten das Gelände verlassen, wenig später gab es dann Entwarnung: Es handelte sich um einen Fehlalarm.

Nach ihrer Videoschalte mit Bundeskanzlerin Angela Merkel am Donnerstagabend kamen Kapitän Manuel Neuer, Thomas Müller und Co. gut gelaunt auf ihren Rädern zum Training. Leon Goretzka hörte dabei Musik, Emre Can klingelte laut.

Vor der kurzen Ansprache von Löw wurde es für Mats Hummels schmerzhaft. Der Abwehrchef bekam einen Ball von Antonio Rüdiger aus kurzer Distanz auf den Kopf uns biss sich dabei wohl auf die Lippe.

+++ 12.58 Uhr: Hofmann verpasst Training verletzt +++

Die deutsche Nationalmannschaft bangt kurz vor dem EM-Start um Jonas Hofmann. 

Der Mittelfeldspieler von Borussia Mönchengladbach hat sich am Donnerstag "im Training am Knie verletzt", erklärte DFB-Pressesprecher Jens Grittner auf einer Medienrunde am Freitag. Wie schwer die Verletzung ist könne man aber erst nach Abschluss weiterer Untersuchungen verkünden.

Hofmann hatte am Freitagmorgen noch mit den Kollegen für das offizielle Mannschaftsfoto des EM-Kaders posiert, nach dem Shooting ging es für ihn aber nicht wie für die anderen Spieler auf den Trainingsplatz sondern zurück ins Quartier. 

Deutschland tritt am Dienstag zum ersten EM-Spiel an, dann geht es gegen Weltmeister und Topfavorit Frankreich.

+++ 12.01 Uhr: Coronafall bei Russlands EM-Team +++

Auch die russische Nationalmannschaft beklagt unmittelbar vor ihrem Start in die EM einen Coronafall.

Mittelfeldspieler Andrej Mostowoi (23) von Zenit St. Petersburg sei positiv getestet worden, teilten die Russen am Freitag mit, einen Tag vor dem Duell mit Belgien am Samstag (21.00 Uhr).

Mostowoi wird das Turnier somit verpassen, er wurde umgehend aus dem Kader gestrichen.

Nationaltrainer Stanislaw Tschertschessow, früher Bundesliga-Torhüter bei Dynamo Dresden, nominierte Abwehrspieler Roman Jewgenijew (22) von Dinamo Moskau nach. Inwiefern der Coronafall Mostowoi weitere Auswirkungen hat, war zunächst nicht bekannt.

+++ 11.01 Uhr: Neville für England optimistisch +++

Manchester-United-Legende Gary Neville sieht Frankreich und England im Finale der bevorstehenden EM - dort werden dann allerdings die Franzosen die Nase vorn haben. 

Im Podcast von Sky Sport UK gesteht er: "Ich komme nicht an Frankreich vorbei, das kann ich wirklich nicht." (SERVICE: Der Spielplan der EM)

Bei der Équipe Tricolore gerät Neville regelrecht ins Schwärmen: "Die Erfahrung, die Siegermentalität, die Persönlichkeiten, die sie haben, Schnelligkeit und Tore, clever, intelligent, du denkst, sie können in jeder Art von Spiel spielen", sagt Neville und führt fort. "Sie können gegen ein Team spielen, was eher direkt spielt, gegen eins, was sich an ihnen festsetzt oder gegen eine Mannschaft, die versucht, das Spiel zu kontrollieren. Frankreich ist ein anpassungsfähiges Team."

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Vor dem Auftakt der Franzosen gegen das DFB-Team hat er keine guten Nachrichten für die deutschen Fans. "Ich glaube nicht, dass sie irgendeine Mannschaft beunruhigen kann."

Zu seinen Topfavoriten gehören allerdings auch seine Landsmänner. Damit jedoch England Europameister wird, sind für Neville bestimmte Komponenten nötig: "Sie bräuchten eine Menge Glück, eine außergewöhnliche Leistung und dann würden die Dinge ihren Lauf nehmen." (NEWS: Alles zur EM)

Dass alles gleichzeitig zutrifft, ist für den 46-Jährigen gar nicht mal so unwahrscheinlich: "In einem Wembley-Stadion, was voll mit englischen Fans ist, am richtigen Tag… "Wir haben gesehen, wie Chelsea letzte Woche Manchester City besiegte, das war für die meisten auch eher unwahrscheinlich."

Da England vor drei Jahren bereits im Halbfinale der Weltmeisterschaft stand, habe es zudem hohe Fan-Erwartungen zu erfüllen. "Mindestens das Halbfinale" sei das Ziel der Three Lions. "Das Talent und damit die Möglichkeit, dies zu schaffen, hat die Mannschaft".

+++ 10.42 Uhr: Ballack sieht DFB-Team in der Bringschuld +++

Michael Ballack sieht die deutsche Nationalmannschaft bei der EM massiv unter Druck. "Wir haben zuletzt enttäuscht. Die Reputation steht auf dem Spiel", sagte der ehemalige DFB-Kapitän im Sportbuzzer-Interview.

Nach dem blamablen Vorrunden-Aus bei der WM 2018 müsse die DFB-Auswahl als "Aushängeschild des deutschen Fußballs" Wiedergutmachung betreiben.

Hier können Sie sich den PDF-Spielplan der Fußball-EM 2021 herunterladen und im Anschluss ausdrucken

"Man ist immer zu einem Turnier gefahren, um mindestens das Halbfinale zu erreichen – da müssen wir wieder hinkommen. Von der Qualität her sind wir nach wie vor gut aufgestellt, haben aber auch ein paar Baustellen. Um gegen die Top-Nationen zu bestehen, muss sich einiges verbessern", betonte Ballack.

Die Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw startet am Dienstag in München gegen Weltmeister Frankreich ins Turnier. Weitere Gruppengegner sind Europameister Portugal (19.6.) und Ungarn (23.6.) ebenfalls in München.

+++ 10.30 Uhr: Klinsmann vergleicht DFB-Team mit Griechenland +++

Der frühere Bundestrainer Jürgen Klinsmann vergleicht die deutsche Nationalmannschaft vor der Europameisterschaft mit den griechischen Sensationssiegern von 2004.

"Die deutsche Mannschaft ist nicht der Top-Favorit. Aber Griechenland war 2004 von der Favoritenrolle viel weiter weg als Deutschland 2021 – und hat am Ende doch das Turnier gewonnen", sagte Klinsmann im Interview mit den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

"Es muss immer das Ziel einer deutschen Mannschaft sein, ein Turnier, an dem sie teilnimmt, gewinnen zu wollen. Wohl wissend, dass dies nicht immer klappt", sagte Klinsmann weiter: "Aber man trainiert doch nicht zwei, drei Wochen für ein Turnier und sagt dann: Ich bin mit dem Halbfinale zufrieden."

Seinem aus dem Amt scheidenden Nachfolger Joachim Löw wünsche er einen "wunderbaren Abschied nach dieser langen Zeit als Bundestrainer". Löw habe "das fortgeführt, was wir gemeinsam von 2004 bis 2006 entwickelt haben und somit auch dafür gesorgt, dass der deutsche Fußball international ein besseres Ansehen hat", sagte Klinsmann.

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Vor dem Turnier beschränke sich der ansonsten rege Kontakt zwischen ihm und Löw auf WhatsApp-Nachrichten.

Bei der EM ist Klinsmann als Experte für die BBC tätig. "Darauf freue ich mich, mir hat die Arbeit bei der BBC und auch die Zeit in England immer richtig Spaß macht", sagte der Europameister von 1996.

Danach könne er sich auch einen neuen Job an der Seitenlinie vorstellen: "Natürlich habe ich auch noch viel Energie und wenn alles passt, bin ich auch wieder bereit für eine neue Aufgabe als Trainer", sagte Klinsmann.

+++ 9.01 Uhr: DFB-Stars genießen Chat mit Merkel +++

Die deutsche Nationalmannschaft hat die Videoschalte mit Bundeskanzlerin Angela Merkel als willkommene Abwechslung vor dem EM-Start sehr genossen.

"Man hat ein bisschen über die aktuelle Situation gesprochen, natürlich auch über die Pandemie. Ansonsten war es ein nettes Frage-Antwort-Spiel von Spielern mit der Kanzlerin", sagte DFB-Direktor Oliver Bierhoff der ARD-Sportschau.

Das Gespräch mit Merkel dauerte am Donnerstagabend eine "halbe, dreiviertel Stunde", so Bierhoff: "Es ist ja mittlerweile Tradition, dass vor dem Turnier die Kanzlerin zur Mannschaft spricht."

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Die CDU-Politikerin stimmte die Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw auf ein anspruchsvolles Turnier ein. "Ich freue mich auf Ihre Spiele", sagte die 66-Jährige: "Es geht gleich schwierig los; ich drücke die Daumen, dass Sie ganz weit kommen."

Das Team dankte noch am Abend via Twitter für die "Unterstützung und die guten Wünsche, liebe Frau Bundeskanzlerin". Die DFB-Auswahl startet mit dem Spiel gegen Weltmeister Frankreich am Dienstag in München in die EM.

In der Vergangenheit hatte Merkel die gesamte Mannschaft vor großen Turnieren persönlich getroffen, dies war aufgrund der Pandemie diesmal nicht möglich. Auch der virtuelle Austausch sei aber "eine riesige Wertschätzung und eine schöne Ablenkung", hatte Bierhoff bereits vor der Videoschalte gesagt: "Jedem wird deutlich, dass es eine nationale Angelegenheit und das Ergebnis wichtig für uns alle ist."

+++ TOP-THEMA: Frankreich für Rummenigge der Top-Favorit (8.33 Uhr) +++

Für Karl-Heinz Rummenigge ist Frankreich der Top-Anwärter auf den EM-Titel. "Dieses Team ist individuell top besetzt, sehr erfahren und tritt als amtierender Weltmeister natürlich mit Rückenwind bei der EURO an", sagte der Noch-Bayern-Boss dem Nachrichtenportal t-online.de.

Direkt dahinter folgten "drei Mannschaften, von denen ich erwarte, dass sie weit kommen werden: England, Italien und das DFB-Team." Für Deutschland "wird es wichtig sein, dass man vor allem in der K.o.-Phase dann voll konzentriert Topleistung abruft."

Große Hoffnung setzt er dabei auf deinen Bayern-Spieler. "Thomas Müller wird alle überraschen, weil er für die deutsche Mannschaft Attribute einbringen wird, die ihr in den letzten Monaten abgegangen sind", sagte er: "Thomas ist ein wichtiger Antreiber auf dem Platz, kann perfekt vorbereiten und vollstrecken, zudem sorgt er außerhalb des Platzes stets für eine gute Atmosphäre im Team."

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+++ 6.56 Uhr: ÖFB-Elf mit neuer "Hymne" +++

Der österreichische Nationalspieler Valentino Lazaro hat anlässlich der anstehenden Fußball-EM das Lied "Immer Wieder" als Hymne für das ÖFB-Team veröffentlicht. Gemeinsam mit dem in Wien lebenden Musiker Meydo arbeitete der Profi von Borussia Mönchengladbach an dem Song mit Dancehall-Vibes und Hip-Hop-Einflüssen. "Musik ist neben dem Fußball meine große Leidenschaft", sagte Lazaro.

Das Lied soll auch vor den Spielen der Österreicher in der Kabine laufen. "Ich hoffe, der Song kommt auch im Team gut an, der ein oder andere durfte bereits reinhören. Die Rückmeldungen waren sehr positiv", erzählte der 25-Jährige.

Sportlich brennt Lazaro auf sein "erstes großes Turnier mit dem Nationalteam", der Leihspieler des italienischen Meisters Inter Mailand will "so weit wie möglich kommen". Die ÖFB-Elf mit dem deutschen Teamchef Franco Foda startet am Sonntag in Bukarest/Rumänien gegen Nordmazedonien in die EM.

++ 5.51 Uhr: So sieht Becker die deutschen Chancen +++

Boris Becker hält einen Triumph von Tennisprofi Alexander Zverev bei den French Open für realistischer als den Titelgewinn der deutschen Fußball-Nationalmannschaft bei der Europameisterschaft.

"Das ist eine Gretchenfrage, wie ich es beantworte, ist es schlecht", sagte der Eurosport-Experte dem SID auf eine entsprechende Frage: "Ich bin mal direkt und sage, dass Zverev größere Chancen hat, Paris zu gewinnen."

Der 24 Jahre alte deutsche Topspieler Zverev spielt sein Halbfinale in Paris am Freitag gegen den Griechen Stefanos Tsitsipas (ab 14.50 Uhr im LIVETICKER), um das zweite Finalticket kämpfen Rekordsieger Rafael Nadal und der Weltranglistenerste Novak Djokovic. Die deutsche Nationalmannschaft startet am kommenden Dienstag mit einem Spiel gegen Frankreich in die EM.

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