Marseille-Fan Griezmann? Simeone sorgt für Lacher
teilenE-MailKommentare

Vor dem Finale der UEFA Europa League gegen Marseille spricht Atletico-Trainer Diego Simeone über seine Sperre. Sein Gegenüber bedauert dies.

Atletico Madrid will den Finalfluch der letzten Jahre brechen, Olympique Marseille hofft nach einer mäßigen Saison auf ein Happy End: Vor dem Finale der UEFA Europa League am Mittwoch in Lyon (Mi. ab 19 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) sind beide Klubs bis in die Haarspitzen motiviert.

Atletico-Trainer Diego Simeone kann seiner Elf nicht aus nächster Nähe helfen. Der 48-Jährige wurde nach Schiedsrichter-Beleidigungen im Hinspiel gegen Arsenal für vier Spiele gesperrt und muss die Partie von der Tribüne aus verfolgen. Assistent German Burgos steht an der Seitenlinie.

Trauriger Simeone vertraut Burgos

"Ich bin traurig, dass ich nicht an der Linie bin. Aber ich habe volles Vertrauen in German Burgos", sagte Simeone auf der Pressekonferenz am Dienstagnachmittag: "Ich bin traurig, weil ich nicht so nah dran sein kann, wie ich es gerne würde."

Für Offensiv-Star Antoine Griezmann könnte das Finale das letzte große Spiel im Atletico-Trikot sein. Der Franzose steht vor dem Wechsel zum FC Barcelona - für eine festgeschriebene Ablösesumme von 100 Millionen Euro. "Er ist in guter Form und will genauso wie wir Titel holen. Wir brauchen ihn", sagte Kapitän Gabi.

Auf die Frage ob Griezmann im Finale nicht alles geben könne, da er seit seiner Kindheit Olympique-Fan ist, antwortete Simeone mit einem kurzen "Nein" und sorgte so bei den Journalisten für Gelächter.

Nach den zwei verlorenen Endspielen in der Champions League 2014 und 2016 gegen Stadtrivale Real Madrid spüre er keinen besonderen Druck: "Jedes Mal, wenn ich im Finale war, ob als Spieler oder Trainer, habe ich nur an dieses Spiel gedacht. Nicht an das drumherum oder die Situation! Es geht nur um das Spiel."

Garcia bedauert Simeone-Sperre

Olympique-Trainer Rudi Garcia bedauert, dass Simeone nicht selbst am Spielfeldrand dabei sein kann. "Es ist enttäuschend, dass er gesperrt ist. Es ist schwierig, wenn du nicht bei deinem Team bist. Ich wünschte, er wäre unten am Spielfeld. Vielleicht gibt es künftig andere Möglichkeiten für Strafen", sagte der 54-Jährige.

Dimitry Payet stellte eine einfache Rechnung auf. "Vielleicht reicht ja ein Tor", sagte der Star der Franzosen.

Für den Nationalspieler liegt der Schlüssel zu einem Erfolg vor allem darin, seinen Landsmann Griezmann auszuschalten: "Er kann Spiele alleine entscheiden. Auf ihn müssen wir besonders aufpassen."

Nächste Artikel
previous article imagenext article image