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Eintracht Frankfurt empfängt im Europa-League-Achtelfinale Inter Mailand. Für den gesamten Verein ist es ein besonderes Spiel. Das nächste Fest ist geplant.

Adi Hütter betrat den vollbesetzten Presseraum in der WM-Arena gut gelaunt, aber auch hoch konzentriert.

"Wir brauchen in diesem besonderen Spiel gegen diesen besonderen Gegner eine besondere Leistung", betonte der Trainer von Eintracht Frankfurt am Tag vor dem Achtelfinal-Hinspiel in der Europa League gegen den 18-maligen italienischen Meister Inter Mailand. Von Ehrfurcht vor dem großen Namen war beim Österreicher nichts zu spüren. (Europa League: Eintracht Frankfurt - Inter Mailand ab 18.55 Uhr im LIVETICKER)

Eintracht muss auf Rebic verzichten

"Wenn ich davon spreche, dass wir uns nicht verstecken wollen, dann müssen wir das auch umsetzen", sagte Hütter, der allerdings auf seinen Vize-Weltmeister Ante Rebic (Knieverletzung) verzichten muss.

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In der Startformation kehrt dafür Luka Jovic zurück, der beim 3:2 gegen Hoffenheim zuletzt bis zur Pause auf der Bank gesessen hatte.

Frankfurt: Trapp - da Costa, Hinteregger, Hasebe, Ndicka, Kostic - Rode, Fernandes - Gacinovic - Haller, Jovic

Inter: Handanovic - D'Ambrosio, De Vrij, Skriniar, Asamoah - Vecino, Brozovic - Valero - Politano, Perisic - Martinez

Kein Gegentor zu kassieren, sei "unglaublich" wichtig, sagte Hütter: "Inter ist immer noch eine absolute Spitzenmannschaft." (Spielplan Europa League)

Die Partie am Donnerstag ist mit 48.000 Zuschauern längst ausverkauft. Tausende Fans hatten sich ihr Ticket bereits gesichert, noch bevor der Gegner überhaupt feststand. Am Mittwoch wurden im Internet Karten zu Mondpreisen zum (illegalen) Weiterverkauf angeboten.

Sehnsucht nach EL-Finale in Baku

Allerdings wächst bei den Fans der Hessen nicht erst seit dem souveränen Einzug ins Achtelfinale gegen Schachtjor Donezk die Sehnsucht nach dem Finale am 29. Mai in Aserbaidschans Hauptstadt Baku. "Das ist ein großes Ziel, aber bis dahin sind es noch viele Brocken, die wir aus dem Weg räumen müssen", sagte Hütter am Mittwoch.

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Sportdirektor Bruno Hübner hatte bereits zu Wochenbeginn gesagt, es sei "legitim", diesen Termin im Kopf zu haben. Und es wäre "Wahnsinn", ein Jahr nach dem Triumph im DFB-Pokal gegen Rekordmeister Bayern München "noch einmal einen Titel zu holen", sagte der 58-Jährige.

Die Posse um Inters Starstürmer Mauro Icardi, dem die Kapitänsbinde abgenommen worden war und der seitdem kein Spiel mehr gemacht hat (oder machen möchte), könnte der Eintracht in die Karten spielen. "Natürlich interessiert mich das, aber das ist etwas, was ich nicht beeinflussen kann", sagte Hütter und warnte: "Angeschlagen heißt auch gefährlich."

Eintracht-Fans in Mailand

In der Serie A hinkt Inter den eigenen Ansprüchen hinterher. Die Generalprobe am vergangenen Freitag verpatzten die Italiener mit einem 1:2 bei Cagliari Calcio. "Die können ruhig noch ein bisschen Unruhe haben", sagte Hübner. "Schön" wäre es sogar, wenn diese den Champions-League-Sieger von 2010 noch bis zum Rückspiel in der kommenden Woche beschäftigen würde.

Nach Italien werden mindestens 13.500 Frankfurter reisen, völlig unabhängig vom Ergebnis im Hinspiel. Bereits in den vorausgegangenen Auswärtsspielen hatten die Anhänger der Hessen für eine Heimspiel-Atmosphäre gesorgt.

Das Rückspiel müsse "für Inter zu einer Herkulesaufgabe werden", sagte Hübner.

So können Sie Eintracht Frankfurt - Inter Mailand LIVE verfolgen:

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