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Lissabon - Eintracht Frankfurt muss im Hinspiel des Europa-League-Viertelfinals bei Benfica Lissabon eine Niederlage hinnehmen. Benficas Wunderkind Joao Felix trifft dreifach.

Eine folgenschwere Notbremse und Portugals neues Jahrhunderttalent Joao Felix haben den Hoffnungen von Eintracht Frankfurt auf das historische Halbfinale in der Europa League einen herben Dämpfer versetzt.

Der früh dezimierte DFB-Pokalsieger verlor am Donnerstag das wilde Viertelfinal-Hinspiel bei Benfica Lissabon mit 2:4 (1:2). (Das Spiel zum Nachlesen im TICKER)

Nach dem krachenden Ende der Super-Serie von 15 Pflichtspielen ohne Niederlage benötigt die SGE im Rückspiel in einer Woche eine Aufholjagd, dank zweier Auswärtstore würde aber ein 2:0 daheim bereits zum Weiterkommen reichen. 

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Das weiß auch Sebastian Rode, der sich nach dem Spiel sehr optimistisch zeigte: "2:4 ist ein gutes Ausgangsergebnis für das Rückspiel."

"Das Ergebnis spiegelt nicht ganz das Spiel wider. Wir haben trotzdem ein gutes Spiel gemacht. Benfica muss auch erst einmal nach Frankfurt kommen, da haben wir schon viel gezeigt," sagte ein selbstbewusster Torhüter Kevin Trapp bei DAZN.

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Auch Fredi Bobic weiß um die Heimstärke seiner Eintracht und ist daher wie seine Spieler von einem Weiterkommen überzeugt.

"Ich habe meinen Jungs gesagt: 'Die hauen wir weg im Rückspiel'. Der Rasen wird brennen, aber nur der Rasen", gab sich der Sportvorstand am RTL-Mikrofon kämpferisch: "Ich bin sehr, sehr zuversichtlich für das Rückspiel."

Joao Felix mit drei Toren gegen Eintracht Frankfurt

Benficas Sturmjuwel Joao Felix riss die Eintracht vor 54.175 Zuschauern mit einem Dreierpack (21./43./54.) quasi im Alleingang fast schon aus ihren Träumen vom ersten internationalen Halbfinale seit 39 Jahren.

Der 19-Jährige traf zunächst vom Punkt, nachdem Eintracht-Verteidiger Evan N'Dicka als letzter Mann im Strafraum ein Foulspiel begangen hatte und mit Rot vom Platz geschickt worden war.

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Jovic und Paciencia treffen

Zudem konterte er den Ausgleich von Frankfurts Luka Jovic (43.) noch vor der Pause.

Nach dem Seitenwechsel traf dann zunächst Ruben Dias (50.) gegen den unsortierten Bundesligisten. Das versetzte den portugiesischen Rekordmeister in einen Rausch, bei dem erneut Joao Felix seine Qualität im Abschluss unter Beweis stellte. Goncalo Paciencia (72.) traf noch zum wichtigen 2:4.

Mit 19 Jahren, 5 Monaten und einem Tag ist Joao Felix jetzt der jüngste Dreierpacker in der Europa-League-Historie - damit löst er Marko Pjaca ab, dem das für Dinamo Zagreb im Alter von 19 Jahren, 7 Monaten und 5 Tagen gelang.

N'Dicka fliegt nach Notbremse

Auch wegen des Ausfalls von Angreifer Sebastien Haller (Bauchmuskel) begann die Eintracht vorsichtiger als gewohnt. Vor der Dreierkette machten drei defensive Mittelfeldspieler die Räume eng, die Gastgeber stellte das in den ersten Minuten tatsächlich auch vor ein paar Probleme.

Und wenn sie doch einmal durchbrachen, klärten Frankfurts Abwehrspieler mit ihrem konsequenten Zweikampfverhalten.

Die Eintracht, die als erstes deutsches Team alle sechs Gruppenspiele gewonnen und danach die beiden Champions-League-Absteiger Schachtjor Donezk und Inter Mailand eliminiert hatte, überstand auch die erste Drangphase der Portugiesen nach 15 Minuten schadlos.

Wenig später brachte N'Dicka den enteilten Gedson mit einem Rempler im Strafraum allerdings zu Fall.

Tor für Eintracht nicht gegeben

Von Frankfurt war bis zu diesem Zeitpunkt abgesehen von einem vielversprechenden, aber verstolperten Konter durch Jovic (5.) nach vorne nichts zu sehen. Noch schwerfälliger trat der Tabellenvierte der Bundesliga nach dem berechtigten Platzverweis auf, Ante Rebic (39.) kam trotzdem noch zum Abschluss.

Vor dem Seitenwechsel hätte die Eintracht beinahe erneut ausgeglichen, beim Treffer von Danny da Costa (45.+2) behinderte da Costa allerdings im Abseits stehend Lissabons Torhüter. 

Wunderkind wird zum Alptraum für Frankfurt

Auf der Gegenseite waren die Tore von Dias und Joao Felix, den Frankfurts Trainer Adi Hütter vor dem Spiel als "Jahrhunderttalent" geadelt hatte, zum Leidwesen der Hessen regulär.

In der Folge zogen sich die Frankfurter zurück, Hütter wechselte für mehr Stabilität Jovic aus und brachte Mittelfeldmann Jonathan de Guzman (60.).

Benfica blieb dennoch gefährlich, der eingewechselte Ex-Frankfurter Haris Seferovic (69.) zwang SGE-Keeper Kevin Trapp zu einer Glanzparade mit dem Fuß. Auf der anderen Seite zeugte der Anschluss des Portugiesen Paciencia von großer Moral.

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