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Arsenals Henrikh Mkhitaryan verzichtet aus politischen Gründen auf die Teilnahme am EL-Finale in Baku. Sein Klub will ein Zeichen setzen, doch die UEFA reagiert.

Henrikh Mkhitaryan und kein Ende: Obwohl der Spielmacher des FC Arsenal am Mittwoch (ab 21:00 Uhr im LIVETICKER) auf einen Einsatz im Finale der Europa League gegen den FC Chelsea verzichtet, ist der Armenier allgegenwärtig. 

Denn erneut gibt es wegen des 30-Jährigen Ärger mit der UEFA. Wie die Daily Mail berichtet, wollten die Arsenal-Profis beim Aufwärmen mit speziellen Shirts an den früheren Dortmunder erinnern, der aus politischen Gründen nicht mit nach Baku geflogen ist. Die UEFA habe dies auf Nachfrage aber abgelehnt, sie verwies allerdings auf ihre Regeln.

Sie erlaubt in ihren Regularien keine Kleidungsstücke, die "politischen, religiösen oder rassistischen Inhalt haben". Die Gunners werden deshalb auf die geplante Aktion verzichten. 

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Austragungsort sorgt für Unverständnis 

Zuvor hatte bereits die Vergabe des Endspiels an die Hauptstadt von Aserbaidschan für viel Kopfschütteln und Kritik gesorgt.  

"Keine Veranstaltung, die in Baku ausgetragen wird, kann europäisch genannt werden. Wir leben nicht in einem wahren europäischen Land, wo Menschenrechte und Meinungsfreiheit respektiert werden", kritisierte der in seiner Heimat schon einmal inhaftierte Oppositionspolitiker Ilgar Mammadow im Deutschlandfunk.

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So verzichtet Mkhitaryan wegen der politischen Spannungen zwischen Armenien und Aserbaidschan auf die Anreise nach Baku. Elchan Mammadow, Generalsekretär des aserbaidschanischen Fußball-Verbandes AFFA, sprach dagegen eher von "kleinen Problemen" für Arsenals armenischen Angreifer. Mkhitaryan und sein Klub wollten jedoch kein Risiko eingehen und entschieden sich für eine Absage des 30-Jährigen.

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Anhänger geben Karten zurück

Inakzeptabel ist für viele Anhänger auch die Anreise, sie verzichten angesichts von bis zu 27 Stunden langen Trips und Flugpreisen über 1000 Euro freiwillig darauf. Mehr als die Hälfte der 12.000 Tickets, die den Londonern zur Verfügung gestellt worden waren, wurden deshalb wieder zurückgeschickt. "Baku ist völlig unpassend als Austragungsort, die Reiselust ist massiv zurückgegangen", teilte die Vereinigung der Chelsea-Fans mit.

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